DFB-Kader: Klopp beruft Füllkrug und 17-jährigen Mohya
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 11:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFüllkrugs Rückkehr und Mohyas Debütchance
- Jürgen Klopp beruft Niclas Füllkrug erstmals seit September 2025 wieder in die Nationalmannschaft.
- Wael Mohya von Borussia Mönchengladbach ist mit 17 Jahren der einzige Neuling im 24-köpfigen Aufgebot.
- Deutschland spielt am Freitag kommender Woche in Serbien und drei Tage später gegen die Niederlande.
Klopp setzt auf Füllkrug und 17-jährigen Mohya
Jürgen Klopp holt Niclas Füllkrug nach mehr als einem Jahr zurück in die deutsche Nationalmannschaft und nominiert erstmals den 17 Jahre alten Wael Mohya von Borussia Mönchengladbach. Für die letzten Länderspiele des Jahres in Serbien und gegen die Niederlande umfasst sein Aufgebot 24 Spieler.
Mohya ist nach dem 44 Spieler umfassenden Kader im September der einzige Neuling im A-Team.
Deutlich kleineres Aufgebot
Klopp erklärte, die Auswahl sei nach dem XXL-Aufgebot im September schwergefallen, weil erneut mehr Spieler eine Nominierung verdient hätten. Gestrichen wurden unter anderem mehrere September-Neulinge sowie Nick Woltemade, Karim Adeyemi und David Raum.
Jamal Musiala und Serge Gnabry fehlen verletzungsbedingt. Eine weitere Chance erhalten Philipp Treu, Derry Scherhant und Younes Ebnoutalib. Auch Finn Jeltsch und Brajan Gruda warten noch auf ihren ersten Einsatz.
Füllkrug bringt aktuelle Torquote mit
Der 33 Jahre alte Füllkrug gehörte zuletzt im September 2025 unter Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann zum DFB-Kader. Sein letztes Länderspiel bestritt er im Juni 2025 beim 0:2 gegen Frankreich im Spiel um Platz drei des Nations-League-Final-Four.
Sein bislang letztes Tor für Deutschland erzielte Füllkrug im September 2024 beim 5:0 gegen Ungarn. Für Werder Bremen traf er zuletzt zwölfmal in zehn Pflichtspielen und dürfte hinter Kai Havertz als Backup eingeplant sein.
DFB-Team unter Ergebnisdruck
Füllkrug kommt auf 14 Tore in 24 Länderspielen. Deutschland belegt in Gruppe 2 der A-Liga nach vier Partien den dritten Platz, drei Punkte hinter den Niederlanden und Griechenland.
Nur die beiden Erstplatzierten ziehen ins Viertelfinale ein. Der DFB-Auswahl droht zudem der Abstieg aus der Top-Liga.
Jürgen Klopp reduziert sein Aufgebot für die beiden letzten Nations-League-Spiele des Jahres von 44 auf 24 Spieler. Der Schritt folgt auf eine erste Länderspielphase, in der der Bundestrainer zahlreichen Profis eine Chance gab und die Breite des Kandidatenfelds testete.
Die Rückkehr von Niclas Füllkrug steht dabei für Erfahrung und eine klar definierte Ergänzung im Angriff. Mit zwölf Pflichtspieltoren in zehn Partien für Werder Bremen bringt der 33-Jährige aktuelle Vereinsform mit. Seine bislang hohe Trefferquote im DFB-Trikot spricht zudem für eine Rolle als Joker hinter Kai Havertz.
Jugend und Konkurrenz im Kader
Wael Mohyas Berufung setzt zugleich ein Signal für die Nachwuchsarbeit. Der 17-Jährige kann im offensiven Mittelfeld und auf den Flügeln spielen; seine Nominierung belohnt die jüngsten Leistungen bei Borussia Mönchengladbach und verschärft den Wettbewerb um die offensiven Plätze.
Sportlich steht für die Nationalmannschaft viel auf dem Spiel. Deutschland liegt in Gruppe 2 der A-Liga nach vier Spielen drei Punkte hinter den Niederlanden und Griechenland. Nur die beiden Erstplatzierten erreichen das Viertelfinale, während dem DFB-Team weiterhin der Abstieg aus der Top-Liga droht.
Entscheidende November-Spiele
Das Spiel in Serbien und die Partie gegen die Niederlande verbinden deshalb Kaderplanung und Ergebnisdruck. Für die Zuschauer bedeutet die Auswahl, dass sowohl die unmittelbare Konkurrenzsituation im Angriff als auch die Entwicklung eines ungewöhnlich jungen Talents im Mittelpunkt stehen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
BR24: „Bayerns Wackelkandidaten: Wie viel Jugend wagt Jürgen Klopp?“ (05.11.2026)
Der Beitrag ordnet die Verkleinerung des Aufgebots von 44 auf die übliche Kadergröße ein und stellt die Entscheidung zwischen Erfahrung und Jugend heraus. Einen Schwerpunkt legt er auf bayerische Kandidaten und die verletzungsbedingten Ausfälle von Jamal Musiala und Serge Gnabry.
WDR: „Von Said El Mala bis Wael Mohya: Wer hat die besten Chancen auf einen Anruf von Jürgen Klopp?“ (04.11.2026)
Der WDR-Beitrag habe vor der Bekanntgabe die Chancen mehrerer NRW-Spieler bewertet und Mohya als Außenseiter mit Perspektive beschrieben. Anders als die dpa-Meldung, die seine tatsächliche Nominierung hervorhebt, habe der Beitrag noch mögliche Kandidaten und Konkurrenzpositionen betrachtet.
Übereinstimmend steht die Balance zwischen Nachwuchs und Erfahrung im Mittelpunkt. Der BR24-Beitrag betont die Kaderbreite und bayerische Wackelkandidaten, während der WDR den Blick stärker auf regionale Spieler und Mohyas Entwicklung richtet.
