Jürgen Klopp, DFB-Team

Deutschland siegt gegen Serbien: Klopp feiert ersten Erfolg als Bundestrainer

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 22:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Jürgen Klopp hat mit Deutschland seinen ersten Sieg als Bundestrainer gefeiert. Die neu formierte DFB-Elf bezwang Serbien in München mit 2:0 und erhielt dabei wichtige Impulse von jungen Spielern.

  • Erzielte das erste Heimtor unter Jürgen Klopp: Der Münchner Tom Bischof. - Bild: Tom Weller/dpa
    Erzielte das erste Heimtor unter Jürgen Klopp: Der Münchner Tom Bischof. - Bild: Tom Weller/dpa
  • Jürgen Klopp trieb sein Team zu mehr Tempo. - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Jürgen Klopp trieb sein Team zu mehr Tempo. - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • Der künftige DFB-Geschäftsführer Per Mertesacker schaute genau hin. - Bild: Christian Charisius/dpa
    Der künftige DFB-Geschäftsführer Per Mertesacker schaute genau hin. - Bild: Christian Charisius/dpa
  • Torschütze Florian Wirtz wirkte beim Sieg gegen die Serben wie befreit. - Bild: Tom Weller/dpa
    Torschütze Florian Wirtz wirkte beim Sieg gegen die Serben wie befreit. - Bild: Tom Weller/dpa
Erzielte das erste Heimtor unter Jürgen Klopp: Der Münchner Tom Bischof. - Bild: Tom Weller/dpa Jürgen Klopp trieb sein Team zu mehr Tempo. - Bild: Sven Hoppe/dpa Der künftige DFB-Geschäftsführer Per Mertesacker schaute genau hin. - Bild: Christian Charisius/dpa Torschütze Florian Wirtz wirkte beim Sieg gegen die Serben wie befreit. - Bild: Tom Weller/dpa

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat Jürgen Klopp den ersten Sieg als Bundestrainer beschert und Serbien in München mit 2:0 besiegt.

Bischof und Wirtz treffen

Tom Bischof brachte die DFB-Auswahl in der 39. Minute in Führung, Florian Wirtz erhöhte in der 61. Minute. Deutschland erspielte sich mit offensivem Fußball zahlreiche Chancen und blieb erstmals seit sieben Länderspielen ohne Gegentor.

„Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Jeder Einzelne hat alles auf den Platz gelassen, ist dem Matchplan nachgegangen und hat eigentlich fast alles richtig gemacht“, sagte Wirtz. Bischof bezeichnete die Atmosphäre als „unbeschreiblich“.

Klopp verändert die Mannschaft

Nach dem 0:1 gegen Griechenland setzte Klopp auf eine komplett neue Startelf. Im jungen Mittelfeld begannen Bischof, Wirtz und Aleksandar Pavlovic. Torhüter Jonas Urbig und der Freiburger Außenstürmer Derry Scherhant standen erstmals von Beginn an in der Nationalmannschaft.

Deutschland dominierte die Partie, ließ aber zunächst mehrere Möglichkeiten ungenutzt. Pavlovic, Nick Woltemade und Serge Gnabry vergaben Chancen, bevor Bischof im Nachschuss traf. Nach dem Seitenwechsel sorgten weitere Möglichkeiten für Entlastung, ehe Wirtz nach Vorarbeit von Maximilian Mittelstädt das zweite Tor erzielte.

1000. DFB-Debütant

Für einen besonderen Moment sorgte Mika Baur. Der 22 Jahre alte Profi von Celtic Glasgow wurde eingewechselt und ist damit der 1000. Debütant in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes. Baur ist der Sohn des früheren Handball-Nationalspielers Markus Baur.

Rückspiel gegen Griechenland

Durch den Erfolg gegen das weiterhin punktlose Serbien verbessert Deutschland seine Situation in der Nations League. Am Sonntag folgt das Rückspiel gegen Griechenland. Der Tabellenführer liegt nach dem 2:2 gegen die Niederlande drei Punkte vor der deutschen Mannschaft.

Neustart mit sichtbarem Signal

Der Sieg gegen Serbien markiert für die deutsche Nationalmannschaft den ersten Erfolg im dritten Spiel unter Jürgen Klopp. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande und der Niederlage gegen Griechenland gewinnt der personelle und taktische Neustart damit an sportlicher Glaubwürdigkeit. Besonders auffällig ist, dass Klopp im zweiten Kaderabschnitt zahlreiche etablierte Kräfte außen vor ließ und jungen Spielern Verantwortung übertrug.

Das Ergebnis ist zugleich im Wettbewerb wichtig: Deutschland verbessert seine Ausgangslage in der Nations-League-Gruppe, bleibt aber hinter Griechenland zurück. Das Rückspiel am Sonntag erhält dadurch zusätzliches Gewicht. Ein weiterer Erfolg könnte den Aufwärtstrend bestätigen, während eine Niederlage den Abstand zur Tabellenspitze vergrößern würde.

Junge Spieler im Mittelpunkt

Die Partie zeigt, worauf der neue Bundestrainer setzt: hohes Tempo, offensive Aggressivität und flexible Rollen. Tom Bischof, Florian Wirtz und Aleksandar Pavlovic prägten das Mittelfeld, während Jonas Urbig bei seinem Debüt ohne Gegentor blieb. Mit Mika Baur kam zudem der 1000. Debütant der DFB-Geschichte zum Einsatz.

Für die Zuschauer bedeutet der Umbau kurzfristig mehr Ungewissheit, aber auch neue Identifikationsfiguren. Der Sieg ersetzt jedoch keine nachhaltige Entwicklung. Entscheidend wird sein, ob die junge Mannschaft ihre Intensität gegen stärkere und taktisch anders auftretende Gegner wiederholen kann.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR24: „Nations League live: Deutschland - Serbien I Radioreportage“ (01.10.2026)

Der Bericht habe die Partie als dritten Einsatz Klopps und als wichtige Begegnung gegen das zuvor punktlose Serbien eingeordnet. Anders als die dpa-Meldung, die den abgeschlossenen 2:0-Erfolg und die jungen Leistungsträger hervorhebe, habe der BR-Beitrag vor dem Anpfiff vor allem Klopps Kaderumbau, das Fehlen von Joshua Kimmich und die Ausgangslage in der Gruppe beschrieben.

FOCUS online: „Mit Klopps Fallschirm-Plan darf heute auch das Serbien-Spiel schiefgehen“ (01.10.2026)

Der Artikel habe vor dem Spiel Klopps Entwicklungsansatz und den Einsatz eines unerfahrenen, stark veränderten Kaders betont. Während der dpa-Bericht den ersten Sieg und die daraus entstandene Erleichterung in den Mittelpunkt stelle, habe FOCUS online vor allem die Geduld mit dem langfristigen Aufbau als Bedingung für die Bewertung des Bundestrainers herausgestellt.

Beide Beiträge hätten die Bedeutung des personellen Neustarts und die vorherige Erwartung an Klopps ersten Sieg bestätigt; die dpa-Meldung dokumentiere anschließend den sportlichen Erfolg, während die Fremdberichte stärker die Ausgangslage und den Entwicklungsprozess beleuchteten.

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