Jürgen Klopp, Jonas Urbig

Deutschland gegen Serbien: Klopp bestätigt Urbig-Debüt und lässt Kapitän offen

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 18:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Jonas Urbig steht gegen Serbien vor seinem Debüt im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Bundestrainer Jürgen Klopp hält die übrige Aufstellung ebenso geheim wie den Ersatz für Kapitän Joshua Kimmich.

  • Jürgen Klopp steht vor seinem dritten Länderspiel als Bundestrainer.  - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Jürgen Klopp steht vor seinem dritten Länderspiel als Bundestrainer. - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • Jonas Urbig kann sich auf seinen ersten Länderspiel-Einsatz vorbereiten.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Jonas Urbig kann sich auf seinen ersten Länderspiel-Einsatz vorbereiten. - Bild: Federico Gambarini/dpa
Jürgen Klopp steht vor seinem dritten Länderspiel als Bundestrainer.  - Bild: Sven Hoppe/dpa Jonas Urbig kann sich auf seinen ersten Länderspiel-Einsatz vorbereiten.  - Bild: Federico Gambarini/dpa

Jonas Urbig feiert gegen Serbien sein Debüt im Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Klopp bestätigt Einsatz des Bayern-Torwarts

Bundestrainer Jürgen Klopp kündigte vor der Nations-League-Partie am Donnerstag in München den Einsatz des 23 Jahre alten Schlussmanns des FC Bayern an. Anstoß ist um 20.45 Uhr, das ZDF überträgt die Begegnung.

Weitere Angaben zu seiner Aufstellung machte Klopp vor seinem dritten Spiel im Amt nicht. Damit blieb auch offen, wer die DFB-Elf als Vertreter des verhinderten Joshua Kimmich als Kapitän aufs Feld führen wird.

Gnabry und Wirtz als mögliche Kapitäne

Klopp sagte, Kapitän werde der Spieler mit den meisten Länderspielen sein. Damit kommen Serge Gnabry mit 61 Einsätzen und Florian Wirtz mit 46 Partien infrage.

Sollte keiner der beiden in der Startelf stehen, wäre David Raum mit 39 Länderspielen der erfahrenste verfügbare Akteur. Kimmich fehlt erstmals seit November 2025 im DFB-Aufgebot, weil Klopp mit zwei Kadern für die beiden Länderspielwochen plant.

Deutschland unter Druck

Deutschland liegt in der Nations League nach dem 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland mit einem Punkt auf dem dritten Platz. Serbien hat nach zwei Niederlagen noch keinen Zähler und steht am Tabellenende der Gruppe.

Umbau mit sportlichem Risiko

Jürgen Klopp nutzt die Nations-League-Spiele nach der dpa-Meldung, um einen nahezu vollständig veränderten zweiten Kader zu testen. Der Ansatz soll dem Bundestrainer zusätzliche Erkenntnisse über Spieler liefern, die bislang keine oder nur wenige Einsätze für Deutschland bestritten haben. Zugleich kostet der radikale Wechsel kurzfristig Eingespieltheit.

Deutschland hat nach dem 1:1 in den Niederlanden und der 0:1-Niederlage gegen Griechenland nur einen Punkt und liegt damit auf Rang drei der Gruppe. Serbien steht nach zwei Niederlagen ohne Zähler am Tabellenende. Ein Sieg würde Deutschlands Ausgangslage verbessern, die grundsätzliche Aufgabe aber nicht lösen: Das Team muss unter Klopp eine stabile Spielidee entwickeln und Ergebnisse liefern.

Urbig steht für die nächste Generation

Das Debüt von Jonas Urbig ist deshalb mehr als eine Personalie für ein einzelnes Spiel. Der 23 Jahre alte Bayern-Torhüter erhält die Gelegenheit, sich im internationalen Wettbewerb zu zeigen und sich in der Hierarchie hinter etablierten Nationaltorhütern zu positionieren. Für die Zuschauer bietet die Partie zugleich einen direkten Einblick in Klopps personellen Neuaufbau.

Auch die offene Kapitänsfrage verweist auf den Umbruch. Weil Joshua Kimmich nicht zum zweiten Kader gehört, muss ein anderer Führungsspieler Verantwortung übernehmen. Klopps Regel, den Akteur mit den meisten Länderspielen aufzustellen, macht die Entscheidung nachvollziehbar, lässt sie aber bis zur Bekanntgabe der Startelf offen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Premiere und neuer Kapitän: Klopp muss vor dem Serbien-Spiel wichtige Fragen beantworten“ (29.09.2026)

Der Bericht habe den bevorstehenden ersten Einsatz von Jonas Urbig als wahrscheinlich bezeichnet und die Kapitänssuche nach Joshua Kimmichs Abreise als zentrale offene Personalfrage beschrieben. Zudem hebe er hervor, dass Deutschland nach einem Punkt aus zwei Spielen unter Druck stehe und Klopp bei einem weiteren sieglosen Auftritt ein historisch schwacher Start drohe.

WDR: „01.10. – UEFA Nations League: Deutschland– Serbien“ (28.09.2026)

Der Beitrag ordne die Partie stärker in Klopps langfristigen Neuaufbau ein und betone, der Trainer benötige Zeit, um viele neue Spieler zu einer Einheit zu formen. Anders als der n-tv-Bericht richte der WDR den Schwerpunkt weniger auf Urbig und die Kapitänsfrage als auf die strukturellen Schwierigkeiten eines Teams, das kurzfristig noch keine dominante Spielweise entwickelt habe.

Beide Beiträge stimmten darin überein, dass Deutschland mit nur einem Punkt einen Fehlstart erlebt habe und Serbien als nächster Gegner besondere Bedeutung für Klopps dritte Partie besitze; offen bleibe vor allem, wie schnell der personelle Umbau sportlich wirksam werde.

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