Warnung vor Verschiebung der Grundrente durch den Sozialverband VdK

29.01.2020 - 11:36:58

Der Sozialverband VdK Deutschland warnt vor einer Verschiebung der Grundrente. Die Einführung der Grundrente war für Anfang des kommenden Jahres geplant.

VdK-Präsidentin Verena Bentele ist entsetzt über die gegenwärtige Diskussion, die Einführung der Grundrente nach hinten zu schieben. Schließlich verspreche die Politik den Wählerinnen und Wähler bereits seit drei Wahlperioden in Folge die sogenannte Grund- oder Respektrente. Man könne also nicht die Menschen, die 35 Jahre lang gearbeitet, Kinder erzogen und/ oder Familienangehörige gepflegt haben, erneut vertrösten. Zu lange schon warten die Wähler auf eine Aufbesserung ihrer Renten. Das sagte die Verena Bentele, VdK-Präsidentin, gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Eine Verschiebung der Grundrente schüre nur noch mehr die Frustration der Menschen gegenüber der Politik. Die Politiker dürfen laut Bentele auch nicht die im kommenden Jahr erneut stattfindenden Bundestagswahlen vergessen. Wenn die Menschen derart frustriert sind von der Politik, sei der Ausgang der Wahlen noch ungewisser als er ohnehin schon ist. Sie plädiert deshalb für keine Verschiebung der Grundrente um ein, zwei oder sogar drei Jahre. Diesen Rat werde sie auch Bundeskanzlerin Angela Merkel mit auf den Weg geben, wenn sie auf der diesjährigen Jubiläumsfeier der VdK erscheint. Der VdK feiert am Mittwoch sein 70-jähriges Jubiläum in Berlin. Zu den Gästen und Gratulanten gehört eben auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Außerdem warnte Bentele vor Gruppierungen wie „Fridays gegen Altersarmut“. Weiter ergänzt sie: Ängste und Sorgen im Hinblick auf eine mögliche Altersarmut und vor dem sozialen Abstieg nehmen zu. Diese Ängste könnten sich vor allem Rechtspopulisten leicht zunutze machen. Nach dem bekannten Muster lenken sie dann den Frust der Menschen gezielt auf beliebte Feindbilder, z.B. auf Geflüchtete oder Zugewanderte. Menschen, die in Deutschland arbeiten und wichtige Aufgaben im Bereich der Pflege übernehmen, haben nach dem Verständnis der VdK-Präsidentin auch einen vertretbaren Anspruch auf Rente, dem in jedem Fall nachzukommen sei. Aus diesem Grund solle man auf keinen Fall verschiedene Gruppen gegeneinander aufbringen, weder Menschen mit oder ohne Behinderungen noch Menschen, die hier geboren oder zugezogen sind. Wer sich wirklich gegen Altersarmut engagieren wolle, der könne das entweder bei der VdK oder bei den Gewerkschaften tun.
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