Fußball-Co-Trainer Peter Hermann: Prägende Assistenztrainer-Legende mit 74 Jahren gestorben
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 20:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer frühere Erfolgs-Co-Trainer Peter Hermann ist im Alter von 74 Jahren gestorben.
Leverkusen meldet Tod des langjährigen Co-Trainers
Wie Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen unter Verweis auf die Familie mitteilte, starb Hermann am Samstag. Der Verein würdigte ihn als den Co-Trainer schlechthin in Deutschland und betonte, er sei in der Branche teils renommierter und geschätzter gewesen als mancher Chefcoach. In Leverkusen arbeitete Hermann als Interimscoach und Co-Trainer des Profiteams, betreute die zweite Mannschaft und war zudem als Scout tätig.
Prägende Rolle bei Bayer Leverkusen
Fast drei Jahrzehnte lang gestaltete Hermann den Fußball in Leverkusen mit. Der Klub sprach von tiefer Trauer über den Verlust eines hochgeschätzten Menschen, der den Werksverein über viele Jahre mitgeprägt habe. Die Bayer-04-Verantwortlichen stellten heraus, Hermann bleibe unvergessen und sei Teil der Vereinsgeschichte.
Stationen bei Topklubs der Bundesliga
Neben Bayer Leverkusen zählte der deutsche Rekordmeister FC Bayern München zu seinen wichtigsten Stationen. Hermann war dort 2013 als rechte Hand von Cheftrainer Jupp Heynckes ein unverzichtbarer Teil des Trainerteams beim historischen ersten Triple-Gewinn des Vereins. Der FC Bayern erinnerte zudem daran, dass Hermann den langen Kampf mit der Nervenkrankheit ALS verloren habe.
Engagement bei Schalke, HSV, Dortmund und im DFB
Hermann arbeitete im Laufe seiner Karriere auch als Co-Trainer beim FC Schalke 04, beim Hamburger SV und zuletzt bei Borussia Dortmund. Darüber hinaus war er im Nachwuchsbereich aktiv und betreute Junioren-Teams des Deutschen Fußball-Bundes. Damit prägte er nicht nur Spitzenmannschaften der Bundesliga, sondern auch die Entwicklung junger Spieler in Deutschland.
Ein prägender Assistent im deutschen Profifußball
Der Tod von Peter Hermann trifft den deutschen Profifußball im Kern, weil er über Jahrzehnte als Co-Trainer eine zentrale, aber oft öffentliche wenig beachtete Rolle einnahm. Seine Laufbahn zeigt, wie wichtig taktische Detailarbeit, individuelle Spielerentwicklung und stabile Strukturen hinter erfolgreichen Cheftrainern sind. Besonders in Leverkusen galt Hermann als konstanter Faktor in wechselnden sportlichen Phasen, von Europacup-Teilnahmen bis zu Neuaufbauprogrammen.
Rolle bei Spitzenclubs und im Nachwuchs
Die Stationen beim FC Bayern, FC Schalke 04, Hamburger SV und zuletzt Borussia Dortmund unterstreichen, dass Topvereine gezielt auf seine Expertise setzten. In München war er Teil des historischen Triple-Gewinns 2013 und damit direkt an einem der größten Erfolge der Vereinsgeschichte beteiligt. Zugleich arbeitete er im Nachwuchsbereich des Deutschen Fußball-Bundes, was seine Bedeutung für die Ausbildung junger Spieler und die Verzahnung von Junioren- und Profibereich verdeutlicht. Für Leserinnen und Leser macht dies deutlich, dass viele bekannte Profis und Erfolge indirekt mit seiner Arbeit verbunden sind.
Krankheit ALS und öffentliche Wahrnehmung von Trainerfiguren
Dass Hermann an der Nervenkrankheit ALS starb, lenkt den Blick auf schwere neurodegenerative Erkrankungen, die bislang nur begrenzt therapierbar sind. Sein langer Kampf steht exemplarisch für die Belastungen, denen Betroffene und Umfeld ausgesetzt sind. Gleichzeitig macht die breite Anteilnahme von Bayer Leverkusen und Bayern deutlich, wie sehr Co-Trainer in den Vereinen intern geschätzt werden, obwohl die öffentliche Aufmerksamkeit meist auf Cheftrainer und Starspieler gerichtet ist. Für den deutschen Fußball markiert Hermanns Tod das Ende einer Ära einer besonders anerkannten Assistenztrainer-Persönlichkeit.
