G20: Hofreiter ermahnt Merz zur Reparatur von Deutschlands Ansehen
22.11.2025 - 00:00:00"Deutschland muss weltweit enger mit demokratischen Staaten zusammenarbeiten, und mit Ländern, die sich nicht von den USA oder China erpressen lassen wollen." Der Vorsitzende des Bundestags-Europaausschusses erklärte, für den Multilateralismus sei die Abwesenheit der Präsidenten der USA und Chinas "eine Chance, die der Kanzler in Südafrika ergreifen sollte". Der Außenpolitiker Jürgen Hardt (CDU) sagte dem RND, die G20-Treffen seien immer sinnvoll. "Jeder Regierungschef muss für sich selbst entscheiden, ob er teilnimmt", so Hardt. Die Ebene der technischen Abstimmung dürfe nicht unterschätzt werden. Bei G20 gehe es auch um wenig ideologische Abstimmungen zur reibungsloseren Kooperation in unterschiedlichen Bereichen. "Dafür braucht man kein Staatsoberhaupt am Verhandlungstisch." Die politische Ebene sei in Johannesburg immer noch gut besetzt "und der Kanzler tut gut daran, diese Chance nicht auszulassen", sagte der CDU-Politiker. Merz hatte über den Austragungsort der Weltklimakonferenz im nordbrasilianischen Belém gesagt, alle mitgereisten Journalisten seien froh gewesen, "dass wir vor allen Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren" wieder nach Deutschland zurückgekehrt seien. Lula da Silva hatte daraufhin gekontert, Berlin habe nicht einmal zehn Prozent der Qualität von Belém.


