Gewalt, Polizeimeldung

Bundestag beschließt elektronische Fußfessel bei häuslicher Gewalt

08.05.2026 - 10:24:17 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Bundestag hat die Möglichkeit, Gewalttäter zum Tragen einer elektronischen Fußfessel zu verpflichten, beschlossen.Für das entsprechende Gesetz "zur Einführung der elektronischen Aufenthaltsüberwachung und der Täterarbeit im Gewaltschutzgesetz" stimmten am Freitag im Parlament die Fraktionen der Union, SPD, AfD und Grünen.

Bundestagssitzung am 08.05.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Bundestagssitzung am 08.05.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Die Linke, die eine umfassendere Strategie fordert, enthielt sich.

Die Justiz soll demnach neue Möglichkeiten an die Hand bekommen, um häuslicher Gewalt vorzubeugen und Verstöße gegen Schutzmaßnahmen zu sanktionieren. Dazu sieht der Gesetzentwurf unter anderem eine elektronische Fußfessel nach spanischem Modell vor.

Die Betroffenen häuslicher Gewalt können dann wählen, ob sie ein Empfangsgerät mit sich führen wollen. So soll laut Bundesregierung sichergestellt werden, dass Täter sich Betroffenen nicht in verbotener Weise annähern. Allerdings können in der neuesten Fassung des Gesetzentwurfs die betroffenen Frauen nicht mehr selbst entscheiden, ob sie die Anwendung der Fußfessel wollen.

Ein weiterer Punkt in dem Entwurf sind Anti-Gewalt-Trainings. Familiengerichte sollen Täter verpflichten können, an sozialen Trainingskursen teilzunehmen.

Geplant ist auch ein höheres Strafmaß. Verstöße gegen Gewaltschutzanordnungen sollen schärfer geahndet werden. Das Höchstmaß der möglichen Freiheitsstrafe soll von zwei auf drei Jahre Freiheitsstrafe angehoben werden.

Mehr Sicherheit soll auch durch eine verbesserte Gefährdungsanalyse erreicht werden. Familiengerichte sollen künftig Auskünfte aus dem Waffenregister anfordern können.

de | politik | 69291187 |

Weitere Meldungen

Polizeigewerkschaft sorgt sich um Einsatzkräfte bei AfD-Parteitag Wenige Tage vor Beginn des AfD-Bundesparteitags in Erfurt rechnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit einem harten Einsatz für die Beamten vor Ort und warnt zugleich vor fehlenden Polizeikräften während des Treffens.Der Schutz des Parteitags in der thüringischen Landeshauptstadt werde "eine große Herausforderung. (Politik, 01.07.2026 - 01:00) weiterlesen...

Amtsgericht erlässt Haftbefehl nach tödlichen Schüssen in Stade Nach den tödlichen Schüssen in Stade hat das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft am späten Dienstagnachmittag einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen. (Sonstige, 30.06.2026 - 20:32) weiterlesen...

Schüsse in Stade: Sorgerechtsstreit vermutlich Motiv Die Polizei vermutet als Motiv hinter den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade einen Sorgerechtsstreit.Wie die Lüneburger Polizei am Montagabend mitteilte, gilt ein 45-jähriger Mann als mutmaßlicher Täter. (Sonstige, 29.06.2026 - 20:05) weiterlesen...

Weiteres Todesopfer nach Schüssen in Stade Nach den Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade ist ein weiterer Mensch gestorben.Nach aktuellem Stand seien fünf Personen vor Ort verstorben, eine sechste Person sei im Krankenhaus den Verletzungen erlegen, teilte die Polizeidirektion Lüneburg am Montag mit. (Sonstige, 29.06.2026 - 17:30) weiterlesen...

Berichte: Mehrere Tote nach Schüssen im niedersächsischen Stade In der niedersächsischen Kreisstadt Stade sind am Montag Schüsse gefallen. (Sonstige, 29.06.2026 - 13:45) weiterlesen...

BKA warnt vor wachsender Gewalt türkeistämmiger Banden Das Bundeskriminalamt (BKA) beobachtet eine Zunahme von Straftaten und Gewaltdelikten junger türkeistämmiger Banden in Deutschland. (Politik, 26.06.2026 - 06:44) weiterlesen...