Arbeitsmarkt, Gesellschaft

Bundesrat verabschiedet Rentenpaket

19.12.2025 - 10:55:56 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Bundesrat hat das umstrittene Rentenpaket der Bundesregierung verabschiedet.

Sitzung des Bundesrates am 19.12.2025 - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Sitzung des Bundesrates am 19.12.2025 - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Die Länderkammer winkte die Pläne am Freitag durch. Konkret wird demnach das derzeit geltende Rentenniveau von 48 Prozent (Verhältnis der Rente zum Durchschnittsverdienst) über 2025 hinaus verlängert. Außerdem wird die "Mütterrente" ausgeweitet.

Zur Begründung heißt es: "Mit der ab dem Jahr 2026 wieder anzuwendenden bisherigen Rentenanpassungsformel würde das Rentenniveau nach Auslaufen der Haltelinie deutlich sinken und ein niedrigeres Alterseinkommen zur Folge haben. Die Renten würden systematisch langsamer steigen als die Löhne." Das Gesetz sieht konkret vor, die Haltelinie für das Rentenniveau bis 2031 zu verlängern. Das bedeutet, dass die Abkopplung der Renten von den Löhnen bis dahin verhindert wird. Die sich daraus ergebenden Mehrkosten der Rentenversicherung sollen aus Steuermitteln vom Bund erstattet werden, um Auswirkungen auf den Beitragssatz grundsätzlich zu vermeiden. Ziel der Ausweitung der für die Rente anrechnungsfähigen Kindererziehungszeiten sei es, mit der Anerkennung von drei Jahren für alle Kinder - unabhängig vom Jahr der Geburt des Kindes - die vollständige Gleichstellung der Kindererziehungszeiten zu schaffen. Die Kindererziehungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung wird zudem künftig für vor 1992 geborene Kinder um weitere sechs Monate auf insgesamt drei Jahre verlängert. Die Mehrkosten, die sich daraus ergeben, sollen ebenfalls vom Bund erstattet werden. Außerdem soll Personen, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, die Rückkehr zu ihrem bisherigen Arbeitgeber erleichtert werden. Deshalb soll das Anschlussverbot des Paragrafen 14 im Teilzeit- und Befristungsgesetz für diesen Personenkreis aufgehoben werden. Damit soll in diesen Fällen- auch wiederholt - ein sachgrundlos befristetes Arbeitsverhältnis möglich sein. Teil des Rentenpakets ist auch das vom Bundestag beschlossene Aktivrentengesetz. Durch die Reform sollen Rentner nach Erreichen des Regelrenteneintrittsalters mit 67 Jahren 2.000 Euro pro Monat steuerfrei bei einer nichtselbstständigen Arbeit verdienen können.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68427295 |

Weitere Meldungen

Merkel mahnt Anschlusslösung bei Rente an Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) mahnt dazu, die Debatte um die Rente mit mehr Mut und Ehrlichkeit über künftige Belastungen zu führen. (Politik, 14.05.2026 - 06:00) weiterlesen...

Juso-Chef: Merz verschärft Erschöpfung im Land Der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer wirft Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor, mit dem Drängen auf die Einführung einer Wochenarbeitszeit die Bedürfnisse von Arbeitnehmern zu missachten."Merz sieht die Erschöpfung in diesem Land nicht, er verschärft sie", sagte Türmer dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Politik, 13.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Nagel lobt Altersvorsorgedepot und fordert höheres Rentenalter Bundesbank-Präsident Joachim Nagel spricht sich für eine umfassende Rentenreform mit längerer Lebensarbeitszeit aus. (Wirtschaft, 12.05.2026 - 20:53) weiterlesen...

Dobrindt nimmt Kürzungen bei Integrationskursen teilweise zurück Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die geplanten Kürzungen bei den Integrationskursen teilweise zurückgenommen. (Politik, 12.05.2026 - 11:34) weiterlesen...

DGB-Spitze rechnet mit Reformplänen der Regierung ab Die Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes rechnet mit den Reformplänen von Union und SPD ab. (Politik, 10.05.2026 - 11:57) weiterlesen...

Handwerkspräsident warnt vor Belastung von Gutverdienern bei Steuerreform Handwerkspräsident Jörg Dittrich hat vor einer Belastung der Gutverdiener bei der geplanten Steuerreform gewarnt. (Politik, 10.05.2026 - 02:54) weiterlesen...