Kritik an Kramp-Karrenbauers Rückzug von CDU-Spitze seitens Broks

10.02.2020 - 11:36:58 | ad-hoc-news.de

Der abrupte Rücktritt AKK von der CDU-Spitze scheint auch für innerparteiliche Kollegen wie Elmar Brok überraschend gewesen zu sein: es gibt Kritik.

Elmar Brok - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Elmar Brok - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Brok spricht von vollständiger Fassungslosigkeit, für ihn macht Annegret Kramp-Karrenbauer durch ihren Rücktritt "Menschen zu Siegern, die keine Sieger sein dürfen". Gemeint sind mit dieser Aussage die AfD und Thüringens CDU-Chef Mohring. Des Weiteren verwies Brok darauf, dass AKKs Rücktritt in der ganzen Partei für "komplette Orientierungslosigkeit" gesorgt habe, dabei sei es unerheblich, ob AKK noch Rückhalt der Kanzlerin habe oder nicht. So habe Brok etwas Ähnliches "in alle den Jahrzehnten noch nicht erlebt." Auch CDU-Politiker Wolfgang Bosbach äußert sich überrascht über Kramp-Karrenbauers Verzicht auf den CDU Vorsitz. Er fand allerdings auch lobende Worte für sie: in einer sehr schwierigen Lage habe AKK Verantwortung übernommen, aber sie spüre nun wohl einfach nicht genügend Rückhalt in der Partei. Für Bosbach sind die Vorkommnisse in Thüringen der ausschlaggebende Grund des Rücktritts. "Ohne die Ereignisse in Thüringen, wäre es nicht so weit gekommen, da bin ich mir sicher", unterstrich Bosbach seine Ansichten. Seiner Meinung nach habe AKK "zu Recht versucht zu verhindern, dass die CDU einem linken Ministerpräsidenten ins Amt verhilft." Dies hätte die CDU nämlich in eine noch schwierigere Situation gebracht. Für ihn ist es selbstverständlich, dass die CDU weder AfD- noch Linke-Ministerpräsidenten ins Amt wählt, ihnen eben nicht den Weg frei macht. Und genau diesen Kurs, möchte Bosbach auch weiterhin beibehalten. Seiner Meinung nach, benötigt die CDU einen klaren Kurs, um den Menschen die keinen AfD- oder Linken-Ministerpräsidenten in Thüringen sehen wollen, eine beständige und zentrale Alternative zu bieten. Und dabei wettert er gegen die Linke: "Die Linke ist eben nicht das soziale Gewissen Deutschlands. Sie ist die Nachfolgepartei der SED." Außerdem vertritt der frühere CDU Bundestagsabgeordnete die Meinung, dass die AfD und die Linke exakt die beiden Parteien in Deutschland sind, die einen fundamental anderen Staat wollen würden. Er konkludiert diese Ansicht mit dem Statement: "Da kann sich Herr Ramelow noch so bürgerlich geben und Herr Gysi noch so lustig auftreten"
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