0:0 gegen Gladbach: Wolfsburg kann Pauli-Patzer nicht nutzen
25.04.2026 - 17:30:44 | dpa.deSelbst gegen Lieblingsgegner Borussia Mönchengladbach hat der VfL Wolfsburg nicht den zweiten Heimsieg im Jahr 2026 zustande gebracht und den Sprung auf den Relegationsplatz damit verpasst. Der VW-Club kam im Kellerduell gegen die Elf vom Niederrhein nicht über ein 0:0 hinaus und bleibt trotz der Niederlage des Sechzehnten St. Pauli in Heidenheim damit Tabellenvorletzter. Die Gladbacher sammelten dagegen einen weiteren Zähler für den Klassenerhalt und liegen drei Spieltage vor dem Saisonende sechs Punkte vor dem Relegationsplatz. Allerdings verloren sie Jens Castrop, der in der Nachspielzeit die Rote Karte sah.
In der Vergangenheit konnten die Wolfsburger die Punkte gegen Gladbach fest einplanen. Gegen die Borussia feierte der VfL in seiner Bundesliga-Historie die meisten Siege (25) und auch die meisten Heimerfolge (16). Am Samstag war die Leistung des Teams von Trainer Dieter Hecking insgesamt aber zu wenig, um vor 27.947 Zuschauern den ganz wichtigen Dreier einzufahren.
Schwungvoller Beginn
Eine Woche nach dem enttäuschenden 1:1 gegen den FSV Mainz 05 mit dem Gegentreffer spät in der Nachspielzeit begannen die Gladbacher in der Volkswagen Arena schwungvoll. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Kevin Stöger den ersten Abschluss für die Gäste. Da auch der VfL Wolfsburg offensiv ausgerichtet begann, entwickelte sich eine schwungvolle Partie.
Die besseren Chancen hatte aber klar die Elf vom Niederrhein. Joe Scally und Jens Castrop vergaben gleich doppelt (19.), Haris Tabakovic schoss aus guter Position über das Tor (36.). Die Gastgeber wurden bis kurz vor der Pause dagegen nur durch Mohammed Amoura gefährlich (15.).
Gladbach bestimmte das Geschehen, wäre aber dennoch fast mit einem Rückstand in die Kabine gegangen. Denn zwei Minuten vor dem Seitenwechsel war Amoura plötzlich durch, schoss aber knapp am Gladbacher Tor vorbei.
Insgesamt zeigten die Wolfsburger im für sie so wichtigen Spiel aber 45 Minuten lang eine schwache Leistung. Gladbach hatte deutlich mehr Ballbesitz, abgesehen von Amoura konnte sich kein VfL-Spieler offensiv wirklich in Szene setzen.
Gladbach dominiert
Dafür, dass es für den VfL um alles ging und das 2:1 bei Union Berlin eigentlich hätte Selbstvertrauen geben müssen, zeigten die Niedersachsen einen rätselhaften Auftritt. Im ersten Durchgang hatte Gladbach 61 Prozent Ballbesitz. Nur weil die Gladbacher mit ihrer Überlegenheit nichts anzufangen wussten, blieb Wolfsburg im Spiel.
Nach dem Seitenwechsel kam der VfL mit Schwung aus der Kabine und hätte durch Amoura in Führung gehen müssen. Doch der Algerier und Aaron Zehnter behinderten sich völlig frei stehend gegenseitig. Danach fiel den Wolfsburgern nicht viel ein. Da auch die Borussen offensiv nachließen und das ganz große Risiko scheuten, entwickelte sich ein niveauarmer zweiter Durchgang.
Fünf Minuten vor dem Ende hatten die Gäste Pech, dass Giovanni Reyna per Kopf nur den Pfosten traf. Am Ende konnte Gladbach aber mit dem einen Punkt deutlich besser leben als die wieder einmal enttäuschenden Wolfsburger.
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