Krieg, Nahost

Krieg in Nahost - Erneut Auseinandersetzung in Berlin

18.10.2023 - 21:02:36 | dpa.de

Das Kriegsgeschehen im Nahen Osten bringt massive Unruhe auf deutsche Straßen. In Berlin kam es erneut zu Demonstrationen - auch am Auswärtigen Amt.

  • Bei der verbotenen Demonstration in Neukölln wird Pyrotechnik abgebrannt. - Foto: Paul Zinken/dpa
    Bei der verbotenen Demonstration in Neukölln wird Pyrotechnik abgebrannt. - Foto: Paul Zinken/dpa
  • Polizeieinsatz in der Sonnenallee im Berliner Bezirk Neukölln. - Foto: Paul Zinken/dpa
    Polizeieinsatz in der Sonnenallee im Berliner Bezirk Neukölln. - Foto: Paul Zinken/dpa
  • Polizisten nehmen einen Teilnehmer einer verbotenen Pro-Palästina-Demonstration in der Sonnenallee fest. - Foto: Paul Zinken/dpa
    Polizisten nehmen einen Teilnehmer einer verbotenen Pro-Palästina-Demonstration in der Sonnenallee fest. - Foto: Paul Zinken/dpa
'.$caption.' '.$caption.' '.$caption.'

Trotz eines Verbots von pro-palästinensischen Demonstrationen ist es in Berlin-Neukölln am Mittwochabend erneut zu Menschenansammlungen und Auseinandersetzungen gekommen. Die Polizei sprach von einer aufgeheizten Stimmung auf der Sonnenallee. Es werde Pyrotechnik abgebrannt, Steine und Flaschen auf Polizistinnen und Polizisten geworfen, teilte die Polizei auf der Plattform X, früher Twitter, mit.

Die Demonstranten kämen den Aufforderungen der Polizei nicht nach, stattdessen bauten sie etwa Mülltonnen als Hindernisse auf der Straße auf, hieß es weiter. Es gebe Widerstand gegen Festnahmen von Tatverdächtigen, so dass die Polizei «unmittelbaren Zwang anwenden» müsse. Ein dpa-Reporter sprach von einer aggressiven Stimmung. Laut Polizei gab der Einsatzleiter die Freigabe für einen Wasserwerfer, der ein Feuer an einem Container löschen sollte. Menschen warfen demnach wahllos Gegenstände auf die Straße.

Bei den Demonstranten handele es sich eindeutig um Teilnehmer einer ebenfalls verbotenen Ersatzveranstaltung einer pro-palästinensischen Kundgebung. Die Situation sei sehr dynamisch, sagte ein Sprecher. Nach Beobachtungen eines dpa-Reporters gab es Dutzende Festnahmen.

Polizeipräsidentin: Die Situation ist angespannt

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat die Sicherheitslage in Berlin-Neukölln als angespannt bezeichnet. «Wir haben mit Sicherheit mehrere Hundert Menschen auf den Straßen in der Sonnenallee», sagte Slowik in der RBB-Abendschau. «Die Situation in Nord-Neukölln ist angespannt.» Die Einsatzkräfte würden versuchen, die Menschen auseinanderzubringen und konsequent einzuschreiten.

Slowik rechnete erneut mit einem längeren Einsatz. «Wir haben auch heute Nacht damit zu rechnen, dass kleinere und größere Gruppen auf den Straßen unterwegs sind, die skandieren und die vielleicht auch zu Straftaten greifen», sagte Slowik.

Demo vor dem Auswärtigen Amt

Auch am Auswärtigen Amt versammelten sich nach Polizeiangaben mehrere Hundert Menschen. Die Versammlung gegen Gewalt in Nahost wurde laut Polizei jedoch direkt von der Veranstalterin beendet, weil sie keinen Einfluss auf die Teilnehmer habe. Angemeldet waren demnach 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gekommen waren mehrere Hundert.

Erst in der Nacht zum Mittwoch war es bei pro-palästinensischen Kundgebungen zu Ausschreitungen vor allem in Neukölln gekommen. 20 Polizistinnen und Polizisten seien verletzt worden, hieß es. Zwei hätten den Dienst beenden müssen. Nach Angaben der Polizei wurden 39 Menschen festgenommen und 65 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurden 12 Ordnungswidrigkeiten registriert.

Inflation diktiert die politischen Schlagzeilen. Wer schützt deine Ersparnisse?

Inflation diktiert die politischen Schlagzeilen. Wer schützt deine Ersparnisse?

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos

politik | 64097151 |

Weitere Meldungen

Israel: Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten getötet. Die Miliz gilt als zentral bei der Niederschlagung von Protesten im Iran. Ein Angriff in Teheran trifft laut Israel einen führenden Basidsch-Kommandeur. (Ausland, 17.03.2026 - 10:19) weiterlesen...

Militär: Israel weitet Einsatz am Boden im Libanon aus. Dazu sollten weitere Reservisten einberufen werden, sagte ein Sprecher. Israels Armee kündigt an, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanons noch weiter zu verstärken. (Ausland, 16.03.2026 - 20:58) weiterlesen...

Israel: Rafah-Übergang von Gaza nach Ägypten wird geöffnet. Die Ein- und Ausreise wird jedoch streng kontrolliert. Nach mehrwöchiger Schließung will Israel den Grenzübergang Rafah wieder für Menschen in beide Richtungen öffnen. (Ausland, 15.03.2026 - 20:04) weiterlesen...

Einschläge bei Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv. Videos zeigen brennende Fahrzeuge und Krater. Es gibt Verletzte. Mehrere Raketenteile schlagen Berichten zufolge im Großraum Tel Aviv ein. (Ausland, 15.03.2026 - 11:34) weiterlesen...

Israel greift Kommandozentralen der Hisbollah im Libanon an. Die israelische Luftwaffe nimmt die Führungsstrukturen der Schiiten-Miliz im Nachbarland ins Visier. Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah wieder aufgeflammt. (Ausland, 12.03.2026 - 01:37) weiterlesen...

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, «ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen», kündigte der israelische Regierungschef an. (Ausland, 10.03.2026 - 22:17) weiterlesen...