Arbeitsmarkt, Familien

Bundeskabinett beschließt Rentenerhöhung ab Juli um 4,24 Prozent

29.04.2026 - 11:28:01 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Bundeskabinett hat die Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 beschlossen, wodurch die gesetzlichen Renten zum 1.

Strand (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Strand (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Juli 2026 um 4,24 Prozent steigen sollen.

Das teilte das Bundesarbeitsministerium am Montag mit. Die Anpassung steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundesrates.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erklärte, dass die Rentenanpassung eine "gute Nachricht" für die Rentner sei, da sie an der "Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung" teilhaben könnten. Die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente werde durch die Kopplung an die Löhne sichergestellt. Bas betonte zudem die Bedeutung eines stabilen Rentensystems, insbesondere in unsicheren Zeiten.

Mit dem Rentenpaket 2025 wurde die Haltelinie beim Rentenniveau bis zum 1. Juli 2031 verlängert. Maßgeblich für die Berechnung der Rentenanpassung war die anpassungsrelevante Lohnentwicklung von 4,25 Prozent. Diese basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes und der Entwicklung der beitragspflichtigen Entgelte der Versicherten. Die Rentenanpassung wird mit der Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 umgesetzt und tritt am 1. Juli 2026 in Kraft.

Diese 2025 beschlossene Rentenreform kommt den Bund in diesem und im nächsten Jahr offenbar deutlich teurer zu stehen als geplant.

Dieses Jahr verursacht das auf 48 Prozent festgesetzte Rentenniveau Zusatzkosten von 408 Millionen Euro, die der Bund an die Rentenkasse überweisen muss. 2027 sind es 816 Millionen, also zusammen gut 1,2 Milliarden Euro. Das geht aus der Stellungnahme der Deutschen Rentenversicherung zur "Rentenwertbestimmungsverordnung" 2026 des Sozialministeriums hervor, aus der das "Handelsblatt" berichtet.

Diese Verordnung regelt die übliche Rentenerhöhung zum 1. Juli. Danach steigen die Renten dieses Jahr im Sommer um 4,24 Prozent. Erwartet worden waren nur 3,7 Prozent. Ursache sind die im vergangenen Jahr stärker als erwartet gestiegenen Löhne, die in die Rentenberechnung einfließen.

Die Zusatzkosten müssten nun 2026 als "außerplanmäßige Ausgabe" aufgebracht werden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Der zusätzliche Erstattungsbetrag für 2027 müsse noch "in der Abstimmung der Bundesregierung zu den Eckwerten des Bundeshaushalts" berücksichtigt werden.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69257101 |

Weitere Meldungen

Immer mehr Paare setzen auf duale Erwerbstätigkeit Immer weniger Paare setzen auf das traditionelle Modell, bei dem eine erwerbstätige Person den Hauptverdienst beisteuert und die andere geringfügig oder gar nicht erwerbstätig ist.2025 gab es insgesamt rund 14,0 Millionen Paare, in denen beide Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren waren. (Wirtschaft, 28.04.2026 - 08:32) weiterlesen...

VdK warnt vor Einschnitten bei Rente In der Debatte um die Renten- und Gesundheitsreformen und vor dem Treffen des Bundeskabinetts am kommenden Mittwoch kritisiert der Sozialverband VdK Deutschland etwaige Pläne der Union, die staatliche Rente zur Basisabsicherung abzuschmelzen.VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben): "Die gesetzliche Rente nur als Basisabsicherung zu verstehen, würde sie massiv entwerten. (Politik, 26.04.2026 - 01:00) weiterlesen...

Senioren-Union distanziert sich in Rentendebatte von Merz Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union in der CDU, Hubert Hüppe, hat sich von der Aussage des Kanzlers und Parteivorsitzenden Friedrich Merz distanziert, wonach die gesetzliche Rentenversicherung allenfalls noch "die Basisabsicherung für das Alter" sein werde."Der Senioren-Union ist wichtig, dass jeder, der 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, spürbar mehr als die Grundsicherung im Alter erhält - selbst, wenn er nur Mindestlohn erhalten hat", sagte Hüppe dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben). (Politik, 24.04.2026 - 00:00) weiterlesen...