Ilse Aigner, Bundespräsidentenwahl

Ilse Aigner: CSU will sie als Bundespräsidentin nominieren

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
CSU-Chef Markus Söder will Ilse Aigner beim Parteitag in München als mögliche Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier profilieren. Unterstützung kommt auch von EVP-Chef Manfred Weber; in Union und SPD werden weitere Namen geprüft.

Aigners mögliche Kandidatur im Januar

  • Markus Söder will Ilse Aigner beim CSU-Parteitag in München als Kandidatin positionieren.
  • Die Bundesversammlung soll am 30. Januar über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entscheiden.
  • Bei einer Wahl wäre Aigner die erste Frau und das erste CSU-Mitglied im höchsten Staatsamt.
Ilse Aigner (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

CSU positioniert Ilse Aigner für Steinmeier-Nachfolge

Die CSU will beim Parteitag am kommenden Wochenende in München auf die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin setzen. Parteichef Markus Söder will Aigner nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ in seiner Rede offensiv positionieren.

Unterstützung aus CSU und EVP

Unterstützung erhält Aigner dem Bericht zufolge auch von EVP-Chef Manfred Weber. Weber bezeichnete sie als einzigartige Persönlichkeit, die Menschen zuhöre und sie ernst nehme, und erklärte, man brauche keine langen Personaldebatten, sondern Klarheit und stehe geschlossen hinter ihr.

Bundesversammlung entscheidet im Januar

Die Bundesversammlung soll am 30. Januar über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier entscheiden. Sollte sie Aigner wählen, wäre sie die erste Frau und das erste CSU-Mitglied im höchsten Staatsamt.

Weitere Namen in der Union

CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz will sich laut Bericht bei der nächsten CDU-Präsidiumssitzung Anfang November zur Personalie äußern. In Parteikreisen werden zugleich die Ambitionen des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein sowie Annegret Kramp-Karrenbauer und des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo Di Fabio genannt.

SPD setzt auf Frau im höchsten Staatsamt

Der SPD ist dem Bericht zufolge vor allem wichtig, dass eine Frau das Amt übernimmt. Aus der Partei heißt es, Aigner würde ein schnelles Ja der SPD-Führung erhalten, während Di Fabio auf ein schnelles Nein stoßen dürfte.

Umfrage sieht Aigner mit geteilter Zustimmung

Nach einer Insa-Umfrage für die „Bild am Sonntag“ halten 27 Prozent der Befragten Aigner für geeignet, 30 Prozent nicht. 43 Prozent haben dazu noch keine Meinung. Unter den Unionswählern halten 47 Prozent Aigner für präsidiabel, 22 Prozent nicht.

28 Prozent der Deutschen wünschen sich laut der Umfrage eine Frau als Staatsoberhaupt, 10 Prozent lehnen dies ab und für 55 Prozent ist das Geschlecht egal.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Bayerischer Rundfunk: „Freie Wähler kritisieren auf Parteitag Koalitionspartner CSU“ (17.10.2026)

Der Beitrag berichtet über den Landesparteitag der Freien Wähler und deren Abgrenzung zur CSU. Die Personalie Aigner und die Bundespräsidentenwahl sind darin nicht Gegenstand, daher ergibt sich daraus keine ergänzende Medienperspektive zum dts-Faktenkern.

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Die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird politisch frühzeitig vorbereitet. Die Bundesversammlung soll am 30. Januar über das Staatsoberhaupt entscheiden; bis dahin müssen die Parteien Mehrheiten organisieren und eine gemeinsame oder tragfähige Kandidatur ausloten.

Eine Nominierung Ilse Aigners durch die CSU hätte über Bayern hinaus Bedeutung. Aigner verbindet ein führendes Amt im Freistaat mit langjähriger Bundes- und Europapolitik. Ihre Unterstützung durch CSU-Chef Markus Söder und EVP-Chef Manfred Weber würde den innerparteilichen Rückhalt sichtbar machen, ersetzt aber nicht die Abstimmung mit der CDU und den übrigen Parteien der Union.

Mehrheit der Bundesversammlung entscheidend

Gewählt wird der Bundespräsident nicht vom Bundestag allein, sondern von der Bundesversammlung. Sie setzt sich aus den Mitgliedern des Bundestags und einer gleichen Zahl von Delegierten der Länder zusammen. Deshalb spielen neben Parteiführungen auch Länderregierungen und Landtage eine wichtige Rolle.

Für die SPD steht nach der Meldung besonders die Wahl einer Frau im Vordergrund. Die genannten Alternativen zeigen zugleich, dass die Personalfrage innerhalb der Union noch nicht abschließend entschieden ist. Eine Kandidatur Aigners würde zudem eine doppelte Premiere ermöglichen: Erstmals könnte eine Frau und erstmals ein CSU-Mitglied das höchste Staatsamt übernehmen.

Umfrage signalisiert begrenzte Festlegung

Die genannten Umfragewerte weisen auf ein gemischtes Bild hin. Ein großer Teil der Befragten bewertet Aigner noch nicht abschließend, während sie unter Unionswählern deutlich besser abschneidet. Für die Parteien bleibt damit neben der Auswahl der Kandidatin auch die öffentliche Vermittlung ihrer Eignung eine zentrale Aufgabe.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Bayerischer Rundfunk: „Freie Wähler kritisieren auf Parteitag Koalitionspartner CSU“ (17.10.2026)

Der Beitrag behandelt den Landesparteitag der Freien Wähler und deren Abgrenzung von der CSU. Einen Beitrag zur Personalie Ilse Aigner oder zur Bundespräsidentenwahl enthält der gefundene Artikel nicht; deshalb lässt er sich nicht als thematisch passende Pressestimme zu diesem Vorgang einordnen.

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