Union fällt auf 19 Prozent und liegt zehn Punkte hinter der AfD
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie Union verliert bundesweit weiter an Zustimmung und fällt im aktuellen Insa-„Sonntagstrend“ auf 19 Prozent. CDU und CSU erreichen damit den niedrigsten in dieser Legislaturperiode gemessenen Wert und liegen zehn Prozentpunkte hinter der AfD.
SPD und Grüne legen zu
Die AfD bleibt unverändert bei 29 Prozent. Die SPD verbessert sich um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent, die Grünen legen ebenfalls um einen Punkt auf 15 Prozent zu.
Die Linke verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 10 Prozent. SPD, Grüne und Linke erreichen zusammen 39 Prozent – den höchsten Wert für dieses Dreierbündnis in der laufenden Legislaturperiode.
FDP und BSW unter der Fünf-Prozent-Hürde
Die FDP büßt einen Prozentpunkt ein und liegt bei 4 Prozent. Damit würde sie den Einzug in den Bundestag verpassen. Das BSW verharrt bei 3 Prozent und scheitert ebenfalls an der Fünf-Prozent-Hürde.
Auf die sonstigen Parteien entfallen 6 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als zuvor. Insgesamt kommen Parteien, die derzeit an der Sperrklausel scheitern würden, auf 13 Prozent. Dadurch wäre eine parlamentarische Mehrheit rechnerisch bereits mit 44 Prozent der Stimmen möglich.
1.203 Menschen befragt
Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Insa im Auftrag der „Bild am Sonntag“ vom 21. bis zum 25. September insgesamt 1.203 Personen.
Die Umfragewerte markieren eine deutliche Verschiebung im Parteiensystem: Die Union liegt zehn Prozentpunkte hinter der AfD, während SPD, Grüne und Linke gemeinsam auf 39 Prozent kommen. Für die Union ist besonders relevant, dass der Wert von 19 Prozent laut der Erhebung den niedrigsten Stand innerhalb der laufenden Legislaturperiode darstellt.
Die Zahlen bilden eine Momentaufnahme ab. Befragt wurden 1.203 Personen zwischen dem 21. und 25. September. Bei einer Sonntagsfrage geben die Befragten an, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Das Ergebnis ist daher keine Sitzverteilung und ersetzt keine Wahlprognose.
Mehrheiten und politische Folgen
Rechnerisch gewinnt die Verteilung dennoch an Bedeutung: Da FDP und BSW jeweils unter fünf Prozent liegen, würden zusammen mit den sonstigen Parteien 13 Prozent der Stimmen nicht unmittelbar in den Bundestag einfließen. Eine parlamentarische Mehrheit wäre unter diesen Bedingungen bereits mit 44 Prozent der Stimmen möglich.
Die aktuellen Werte erhöhen den Druck auf die Union, während die AfD ihre Spitzenposition behauptet. Zugleich zeigt der Zugewinn von SPD und Grünen, dass sich die Kräfteverhältnisse innerhalb des demokratischen Parteienspektrums bewegen können. Ob daraus stabile politische Mehrheiten entstehen, hängt jedoch zusätzlich von Wahlbeteiligung, Direktmandaten und der tatsächlichen Sitzverteilung ab.
