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Bundesregierung spricht von kleinen Verbesserungen der deutschen Nitratwerte

09.07.2020 - 10:46:59

Neue Nitrat-Messwerte bestätigen die Bundesregierung in ihrer Überzeugung, beim Grundwasserschutz richtig gehandelt zu haben.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, erklärte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", der aktuelle Nitratbericht belege, "die Düngeverordnung weiter zu verschärfen", sei richtig gewesen. Hierdurch sei "unser Grundwasser besser geschützt" als zuvor. Am Donnerstag soll der Bericht, der die Jahre 2016 bis 2018 umfasst, der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Flasbarth erläuterte, bei der Nitratbelastung sei zwar ein leichter Abwärtstrend zu erkennen, von einer "echten Verbesserung" und der Beachtung der geltenden Grenzwerte könne aber nach wie vor keine Rede sein. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt, ergibt sich aus dem Bericht, dass im aus insgesamt 692 Messstellen bestehenden sogenannten Nitratmessnetz 26,7 Prozent dieser Messstellen Nitratwerte über der erlaubten Obergrenze von 50 Milligramm pro Liter anzeigten. Im letzten Bericht waren dies noch 28,2 Prozent. Etwa die Hälfte der Messstellen zeigte eine geringe oder gar keine Belastung mit Nitrat an. Der Bericht erklärt, es sei die Aufgabe dieses Messnetzes, besonders die Nitratwerte im "landwirtschaftlich beeinflussten Grundwasser" zu überwachen. In einem anderen Messnetz, das mit mehr als 1.200 Messstellen wesentlich größer ist, lagen 17,3 Prozent der Messungen über dem zulässigen Grenzwert. Zu solchen Überschreitungen komme es vor allem, so der Bericht weiter, "unter landwirtschaftlicher Flächennutzung". Wo die Flächen hingegen für Siedlungen genutzt würden oder bewaldet seien, zeigten die Messstellen nur selten Verletzungen der Grenzwerte an.

Die Bundesregierung hatte zuletzt dem Druck der EU-Kommission in Brüssel nachgegeben und die Regeln für die Düngung weiter verschärft. Das Düngen in der Landwirtschaft gilt als eine der Hauptquellen für das Nitrat in der Umwelt. Auf die Maßnahmen der Regierung reagieren Landwirte mit Protesten und Klagen. Zum einen bestreiten sie, dass die weitere Verschärfung der Grenzwerte hilfreich sei. Zum anderen bezweifeln sie grundsätzlich die Richtigkeit der gemessenen Werte. Etwa in Niedersachsen konnten sie mit Gutachten tatsächlich belegen, dass das Messnetz dort in einer schlechten Verfassung ist. An verschiedenen Verwaltungsgerichten klagen sie gegen noch weitere Vorschriften.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, RSM

@ ad-hoc-news.de