Bundespräsidentin: Stumpp bringt Julia Klöckner ins Spiel
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 16:47 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSUnion prüft mehrere Kandidatinnen
- Christina Stumpp nennt Julia Klöckner und Ilse Aigner als geeignete Frauen für das Bundespräsidentenamt.
- Mitglieder der Unionsfraktionsführung bewerten Klöckner als politisch profilierte und überparteilich angesehene Kandidatin.
- Friedrich Merz will am Sonntag und Montag über Steinmeiers Nachfolge beraten.
CDU-Abgeordnete wirbt für Julia Klöckner
Die baden-württembergische Bundestagsabgeordnete Christina Stumpp (CDU) bringt Julia Klöckner als Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier im Amt des Bundespräsidenten ins Spiel. Stumpp sagte dem „Spiegel“, gerade jetzt brauche Deutschland eine Bundespräsidentin, die die Demokratie verteidige und die Gesellschaft zusammenhalte.
Stumpp nennt auch Ilse Aigner
Nach Stumpps Einschätzung kommen dafür Klöckner und die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner infrage. Beide seien bodenständig, nah bei den Menschen und zeigten klare Haltung.
Unterstützung aus der Unionsfraktion
Ein Angehöriger der Unionsfraktionsführung bezeichnete das Modell Steinmeier als gescheitert und sprach sich für ein klares politisches Profil im obersten Staatsamt aus. Er halte Klöckner für eine sehr gute Wahl.
Ein weiteres Mitglied der Fraktionsführung nannte Klöckner eine großartige Wahl. Sie habe sich als Parlamentspräsidentin überparteilich Ansehen erarbeitet.
Merz berät über Steinmeiers Nachfolge
CDU-Parteichef Friedrich Merz will am Sonntag und Montag über die Nachfolge Steinmeiers entscheiden. Neben Klöckner und Aigner wird auch die hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Ines Claus als mögliche Kandidatin genannt.
Die Debatte über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier erreicht eine entscheidende Vorstufe: Friedrich Merz hat sich nach öffentlicher Darstellung auf eine Frau als nächstes Staatsoberhaupt festgelegt. Damit konzentriert sich die parteiinterne Suche auf mehrere Politikerinnen aus CDU und CSU, ohne dass bereits eine Kandidatin offiziell nominiert ist.
Julia Klöckner verfügt als Bundestagspräsidentin über ein Amt, das über Parteigrenzen hinweg angelegt ist. Ilse Aigner bringt als Präsidentin des Bayerischen Landtags ebenfalls parlamentarische Erfahrung und ein eigenständiges politisches Profil ein. Ines Claus steht dagegen für die Landespolitik und die hessische CDU. Die unterschiedlichen Rollen zeigen, dass bei der Auswahl neben persönlicher Eignung auch regionale und parteipolitische Interessen eine Rolle spielen.
Entscheidung in der Union
Die Gespräche von Merz mit CDU- und CSU-Vertretern sollen vor der Befassung des CDU-Präsidiums am 9. November stattfinden. Danach dürfte die Union ihre Position zur Bundespräsidentenwahl stärker festlegen. Für die Bevölkerung ist vor allem relevant, ob das Staatsoberhaupt künftig stärker politisch profiliert auftreten soll oder ob die bisherige Erwartung an eine integrierende, überparteiliche Amtsführung im Vordergrund bleibt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDFheute: „Steinmeier-Nachfolge: Merz spricht sich für Frau aus“ (03.11.2026)
Der Beitrag bestätigt, dass Merz eine Frau für das höchste Staatsamt bevorzugt und Gespräche mit CDU, CSU und Ministerpräsidenten plant. Im Mittelpunkt steht dort stärker das Verfahren bis zur Befassung des CDU-Präsidiums als die Bewertung einzelner Kandidatinnen.
STERN: „Rätselraten um CDU-Vorschlag für Bundespräsidentin hält an“ (03.11.2026)
Der Artikel nennt ebenfalls Julia Klöckner und Ines Claus als mögliche Kandidatinnen, führt aber weitere Namen aus CDU und CSU an. Anders als die aktuelle Personalwerbung für Klöckner betont der Beitrag, dass die Entscheidung innerhalb der Union weiterhin offen ist.
Übereinstimmend steht eine Kandidatin für die Nachfolge Steinmeiers noch nicht fest. Unterschiede ergeben sich vor allem bei der Gewichtung der möglichen Namen und beim Schwerpunkt zwischen parteiinterner Entscheidung und öffentlichem Amtsprofil.
