Bundespräsidentin: Merz schlägt Aigner für Wahl 2027 vor
Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 20:48 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSSteinmeiers Amtszeit endet im März
- Friedrich Merz will Ilse Aigner am Montag offiziell als Bundespräsidentin vorschlagen.
- Die 18. Bundesversammlung soll am 30. Januar 2027 im Reichstagsgebäude in Berlin wählen.
- Frank-Walter Steinmeiers zweite Amtszeit endet am 18. März 2027; eine dritte Wahl ist ausgeschlossen.
Merz bereitet Aigners Nominierung vor
CDU-Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz will Ilse Aigner am Montag offiziell als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin vorschlagen. Das wurde nach einem gemeinsamen Abendessen des CDU-Präsidiums am Sonntagabend aus Teilnehmerkreisen bestätigt.
Wahl im Januar 2027
Die 18. Wahl des deutschen Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung soll am 30. Januar 2027 im Reichstagsgebäude in Berlin stattfinden.
Steinmeiers zweite Amtszeit läuft aus
Die zweite fünfjährige Amtszeit des amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März 2027. Nach dem Grundgesetz darf er nicht für eine dritte Amtszeit gewählt werden.
Bundesversammlung noch nicht vollständig bestimmt
Der aussichtsreichste Vorschlag für das Amt kommt in der Regel von den regierungstragenden Bundestagsfraktionen. Die genaue Zusammensetzung der Bundesversammlung steht jedoch noch nicht fest.
Das Gremium besteht zur Hälfte aus den Bundestagsabgeordneten und zur anderen Hälfte aus Mitgliedern, die von den Landesparlamenten bestimmt werden.
Die geplante Nominierung Ilse Aigners markiert einen frühen Schritt im Verfahren zur Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Aigner ist Präsidentin des Bayerischen Landtags und gehört der CSU an. Mit einem Vorschlag durch Friedrich Merz würde die Union ihre Unterstützung für eine gemeinsame Kandidatin der beiden Schwesterparteien formalisieren.
Die Bundesversammlung entscheidet am 30. Januar 2027 über das Staatsoberhaupt. Das Gremium besteht zur Hälfte aus den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und zur Hälfte aus Vertretern, die von den Landesparlamenten gewählt werden. Deshalb steht das endgültige Stimmenverhältnis erst fest, wenn die Länder ihre Delegierten bestimmt haben.
Mehr als ein Personalvorschlag
Aigner wäre die erste Frau im Amt des Bundespräsidenten. Ihre Nominierung hätte damit neben der parteipolitischen auch eine institutionelle Bedeutung. Zugleich muss sich der Unionsvorschlag in der Bundesversammlung um weitere Unterstützung bemühen, weil die Wahl nicht allein durch die Nominierung der regierungstragenden Parteien entschieden ist.
Wahltermin und Amtswechsel
Steinmeiers zweite Amtszeit endet am 18. März 2027. Eine dritte Amtszeit ist nach dem Grundgesetz ausgeschlossen. Zwischen der Wahl Ende Januar und dem Ende der laufenden Amtszeit liegen damit mehrere Wochen für die Vorbereitung des Amtswechsels.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Tagesschau: „Erste Frau in dem Amt? Ilse Aigner soll laut ARD-Informationen Bundespräsidentin werden“ (08.11.2026)
Der Beitrag bestätigt die Einigung der Unionsparteien auf Aigner und ordnet sie als mögliche erste Frau im Bundespräsidentenamt ein. Der Schwerpunkt liegt stärker auf der politischen Bedeutung der Personalie als auf dem formalen Vorschlag durch Merz.
Bayerischer Rundfunk: „CDU-Präsidium berät über Vorschlag zur Bundespräsidentenwahl“ (08.11.2026)
Der Bericht stellt die Beratung des CDU-Präsidiums und den erwarteten Vorschlag Merz’ in den Mittelpunkt. Im Vergleich zur Tagesschau bleibt die Darstellung näher am parteiinternen Ablauf; beide Beiträge verweisen auf den Wahltermin am 30. Januar 2027.
Übereinstimmend wird Aigner als Unionskandidatin für die Bundespräsidentenwahl genannt. Unterschiede ergeben sich vor allem beim Schwerpunkt zwischen parteiinternem Nominierungsverfahren und der möglichen historischen Bedeutung einer ersten Frau im Amt.
