Ilse Aigner, Bundespräsidentenwahl

Bundespräsidentenwahl: Frei nennt Aigner „hervorragende Personalie“

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Unionsfraktionschef Thorsten Frei bewertet die bayerische Landtagspräsidentin als besonders geeignet für das höchste Staatsamt. Eine gemeinsame Entscheidung der CDU- und CSU-Vorsitzenden wird in wenigen Tagen erwartet.

Weitere Namen bleiben im Gespräch

  • Thorsten Frei bezeichnete Ilse Aigner als „ganz hervorragende Personalie“.
  • Die Parteivorsitzenden von CDU und CSU sollen in wenigen Tagen einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen.
  • Frei verwies zugleich auf andere geeignete Frauen für die Herausforderung.
Thorsten Frei am 03.11.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Frei wirbt für Aigner als Bundespräsidentin

CDU/CSU-Fraktionschef Thorsten Frei hält die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner für eine besonders geeignete Kandidatin für das Bundespräsidentenamt. Er bezeichnete sie als „ganz hervorragende Personalie“ und verwies auf ihre jahrzehntelange politische Erfahrung.

Gemeinsamer Vorschlag angekündigt

Frei rechnet damit, dass die Parteivorsitzenden von CDU und CSU in wenigen Tagen einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen. Dieser solle über die Union hinaus und auch innerhalb der Koalition mit der SPD breite Akzeptanz finden.

Am Ende müsse eine sehr gute Bundespräsidentin herauskommen, sagte Frei der „Bild“. Zugleich betonte er, neben Aigner gebe es weitere ausgezeichnete Frauen, die die Aufgabe bewältigen könnten.

Aigner im Mittelpunkt der Debatte

Die Personaldebatte dreht sich damit zunehmend um die Frage, ob CDU und CSU Aigner gemeinsam nominieren. Eine endgültige Entscheidung über die Kandidatur liegt nach Freis Angaben noch nicht vor.

Die Debatte über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in den vergangenen Tagen auf Ilse Aigner konzentriert. Die bayerische Landtagspräsidentin wird innerhalb der Union als mögliche gemeinsame Kandidatin gehandelt; zugleich gibt es weitere Namen und politische Positionen zur Besetzung des höchsten Staatsamts.

Für die Union ist die Suche politisch anspruchsvoll, weil CDU und CSU zunächst einen gemeinsamen Vorschlag abstimmen müssen. Dieser soll anschließend auch in der Koalition mit der SPD und möglichst darüber hinaus Zustimmung finden. Die Bundesversammlung wählt den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin, wobei neben den Mitgliedern des Bundestags auch Vertreter der Länder beteiligt sind.

Breite Zustimmung bleibt entscheidend

Freis Hinweis auf andere geeignete Frauen zeigt, dass die Entscheidung trotz der wachsenden Unterstützung für Aigner noch nicht abgeschlossen ist. Ein gemeinsamer Vorschlag der Parteivorsitzenden könnte die Debatte bündeln und der Union eine klare Ausgangsposition verschaffen.

Für Aigner sprechen ihre langjährige politische Erfahrung auf Landes- und Bundesebene sowie ihr derzeitiges Amt als Präsidentin des Bayerischen Landtags. Sollte sie nominiert und gewählt werden, wäre sie die erste Frau im deutschen Bundespräsidentenamt. Bis zu einer offiziellen Entscheidung bleibt jedoch offen, welche weiteren Personalien geprüft werden und wie breit ein Unionsvorschlag parteiübergreifend getragen wird.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

SWR: „Friedrich Merz unter Druck: Auch CDU-Fraktion in BW spricht sich für Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus“ (04.11.2026)

Der Beitrag bestätigt die wachsende Unterstützung für Aigner und hebt den innerparteilichen Druck auf Friedrich Merz hervor. Der Schwerpunkt liegt damit stärker auf den Reaktionen in der CDU als auf Freis persönlicher Bewertung.

Stern: „Wahl des Staatsoberhaupts: Auch Kretschmer wirbt für Aigner als Bundespräsidentin“ (04.11.2026)

Der Artikel berichtet über Unterstützung aus Sachsen und bestätigt damit, dass Aigner auch außerhalb Bayerns Fürsprecher hat. Offen bleibt weiterhin, wann CDU und CSU ihren gemeinsamen Vorschlag vorlegen.

Gemeinsam ist den Beiträgen die Einschätzung, dass Aigner derzeit deutlich an Unterstützung gewinnt. Unterschiede bestehen vor allem beim Blick auf innerparteilichen Druck und auf die überregionale Zustimmung.

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