Hape Kerkeling, Thorsten Frei

Bundespräsidentenwahl: Frei lehnt Kerkeling als Kandidaten ab

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 13:03 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende verweist bei der Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier auf politische Erfahrung und die ausgleichende Rolle des Amtes. Die Union will ihren Vorschlag nach den Landtagswahlen im Herbst festlegen.

Union berät über Steinmeier-Nachfolge

  • Thorsten Frei äußerte sich gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger zu Hape Kerkeling als möglichem Bundespräsidenten.
  • Frei betonte die Bedeutung politischer Kenntnisse und der ausgleichenden Funktion des Amtes.
  • Die CDU und CSU wollen nach den Landtagswahlen im Herbst einen Vorschlag abstimmen.
  • Die CSU favorisiert die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner.
Hape Kerkeling (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Frei lehnt Kerkeling als Bundespräsidenten ab

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, hält wenig von Überlegungen, den Komiker und Autor Hape Kerkeling zum Bundespräsidenten zu wählen. Frei sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, neben hoher Akzeptanz sei es besonders wichtig, sich mit den politischen Gegebenheiten gut auszukennen.

Ausgleichende Rolle des Amtes

Die nächste Bundespräsidentin oder der nächste Bundespräsident trage eine besondere Verantwortung, sagte Frei. Gerade angesichts einer starken gesellschaftlichen Polarisierung komme dem Staatsoberhaupt auch eine besondere ausgleichende Bedeutung zu.

Union plant Entscheidung nach Landtagswahlen

Die Union will sich nach den Landtagswahlen im Herbst auf einen Bewerber oder eine Bewerberin für die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier verständigen. Die CSU favorisiert die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

Gespräche mit Koalitionspartner angekündigt

Frei erklärte, die Vorsitzenden von CDU und CSU würden sich zu gegebener Zeit verständigen und anschließend Gespräche mit dem Koalitionspartner führen. Einen konkreten Zeitplan oder eine endgültige Entscheidung über die Kandidatur nannte er nicht.

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Die Debatte über Hape Kerkeling als möglichen Bundespräsidenten verbindet eine öffentliche Unterstützungsinitiative mit der verfassungsrechtlich und politisch anspruchsvollen Suche nach einer Nachfolge für Frank-Walter Steinmeier. Kerkeling erfüllt nach den geltenden Voraussetzungen grundsätzlich die formalen Anforderungen für das Amt: Er muss deutscher Staatsbürger, mindestens 40 Jahre alt und für den Deutschen Bundestag wählbar sein.

Politisch entscheidend ist jedoch nicht allein die formale Wählbarkeit. Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt, in der Mitglieder des Bundestages und Delegierte der Länder vertreten sind. Für eine erfolgreiche Kandidatur braucht es deshalb eine breite parteiübergreifende Unterstützung. Freis Hinweis auf politische Kenntnisse und die ausgleichende Funktion des Amtes zielt auf genau diese Erwartung.

Suche nach einem mehrheitsfähigen Kandidaten

Die Union will sich nach den Landtagswahlen im Herbst auf eine Person verständigen und anschließend mit dem Koalitionspartner sprechen. Dass die CSU Ilse Aigner favorisiert, verweist auf einen innerunionären Abstimmungsprozess, der über einzelne Namensvorschläge hinausgeht. Für die Leser bedeutet das: Die öffentliche Diskussion über Kerkeling erhöht die Sichtbarkeit der Wahl, ersetzt aber nicht die parteipolitischen Verhandlungen über eine mehrheitsfähige Persönlichkeit.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR: „Kein Spaßkandidat: Kann Hape Kerkeling Bundespräsident?“ (15.10.2026)

Der Beitrag ordnet ein, dass Kerkeling die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Kandidatur grundsätzlich erfüllen könnte. Im Mittelpunkt stehen damit die formalen Möglichkeiten und die Frage, ob seine öffentliche Rolle politisch tragfähig wäre.

Focus: „Hape Kerkeling riskiert seine Karriere für Auftritt gegen die AfD“ (17.10.2026)

Der Artikel greift Kerkelings Äußerungen zu der Petition für seine mögliche Präsidentschaft auf und setzt einen Schwerpunkt auf dessen öffentliches politisches Engagement. Gemeinsam ist beiden Beiträgen die Beschäftigung mit Kerkelings möglicher Kandidatur; offen bleibt die parteipolitische Unterstützung.

Die Beiträge stellen damit vor allem die rechtliche Möglichkeit und Kerkelings öffentliche Positionierung heraus. Die Entscheidung über die Nachfolge Steinmeiers bleibt an die späteren Gespräche zwischen Union und Koalitionspartner gebunden.

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de | politik | 70347405 |