Borussia Mönchengladbach, SC Paderborn

Borussia Mönchengladbach bleibt nach 0:0 gegen Paderborn Letzter

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 17:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Borussia Mönchengladbach kommt gegen den Aufsteiger SC Paderborn nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Neben der sportlichen Krise sorgt der Protest gegen Präsident Rainer Bonhof für Unruhe im Stadion.

Gladbachs verpasste Chancen gegen Paderborn

  • Borussia Mönchengladbach blieb am achten Bundesliga-Spieltag gegen den SC Paderborn ohne Tor.
  • Robin Hack traf aus knapp 30 Metern nur beinahe, während Torhüter Nahuel Noll mehrfach rettete.
  • Jens Castrop gab nach einer Schulterverletzung sein Saisondebüt, Nicolas Kühn kehrte nach einem Muskelbündelriss zurück.
  • Wael Mohya zählte wieder zu den Gladbacher Aktivposten - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Daniel Batz stand erneut für den angeschlagenen Moritz Nicolas im Borussen-Tor. - Bild: Federico Gambarini/dpa
Wael Mohya zählte wieder zu den Gladbacher Aktivposten - Bild: Federico Gambarini/dpa Daniel Batz stand erneut für den angeschlagenen Moritz Nicolas im Borussen-Tor.  - Bild: Federico Gambarini/dpa

Gladbach bleibt gegen Paderborn ohne Heimsieg

Borussia Mönchengladbach hat am achten Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den SC Paderborn 0:0 gespielt und bleibt damit vor eigenem Publikum sieglos. Das Team von Trainer Alexander Blessin verpasste den dritten Pflichtspielsieg in Serie und bleibt mit vier Punkten Tabellenletzter.

Chancen bleiben ungenutzt

Die Partie nahm nur langsam Fahrt auf. Robin Hack lupfte den Ball aus knapp 30 Metern über den weit vor seinem Tor stehenden Paderborner Torhüter Nahuel Noll, verfehlte das Ziel aber knapp.

Eine vermeintliche Führung durch Joe Scally wurde nach Videobeweis wegen eines Fouls im Fünfmeterraum nicht anerkannt. Kurz vor der Pause scheiterte Scally erneut frei an Noll. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Gladbach die gefährlichere Mannschaft, ohne eine der wenigen Möglichkeiten zu nutzen.

Protest gegen Präsident Bonhof

Auf den Rängen richtete sich der Unmut gegen Präsident Rainer Bonhof. Die Ultras zeigten ein Plakat mit der Aufschrift: «Legende ja, Präsident nein: Danke Rainer, es reicht».

Der 74 Jahre alte Weltmeister von 1974 muss in den kommenden Monaten entscheiden, ob er sich im Frühjahr 2027 erneut zur Wahl stellt. Der Protest reiht sich in die seit Monaten bestehende Kritik an der Vereinsführung ein.

Paderborn bleibt ungeschlagen

Paderborn trat im zweiten Durchgang offensiver auf, kam aber ebenfalls nicht zu einem Treffer. Gladbachs Torhüter Daniel Batz, der erneut für den muskulär angeschlagenen Moritz Nicolas spielte, parierte die Abschlüsse der Gäste.

Alexander Blessin brachte in der Schlussviertelstunde unter anderem Jens Castrop und Nicolas Kühn. Castrop feierte nach einer Schulterverletzung in der Vorbereitung sein Saisondebüt, Kühn kehrte nach einem Muskelbündelriss zurück. Die Wechsel änderten nichts mehr am Ergebnis.

Paderborn ist damit seit drei Bundesligaspielen ungeschlagen und liegt mit neun Punkten im Tabellenmittelfeld. Für Gladbach ist der Punkt angesichts der prekären Tabellensituation zu wenig.

Das 0:0 verschärft die sportliche Lage von Borussia Mönchengladbach nach dem achten Spieltag. Vier Punkte bedeuten den letzten Tabellenplatz, während der erhoffte Aufwärtstrend nach dem Pokalerfolg und den jüngsten Pflichtspielen in der Bundesliga ausbleibt. Besonders schwer wiegt, dass die Borussia erneut keinen Heimsieg feiern konnte.

Die Partie zeigte zugleich ein wiederkehrendes Problem: Gladbach kam zu Chancen, nutzte sie aber nicht konsequent. Robin Hack verfehlte das Tor aus großer Entfernung knapp, Robin Scally scheiterte frei an Torhüter Nahuel Noll, und Wael Mohya entschied sich später gegen das Abspiel auf den besser positionierten Mitspieler. Solche Szenen erklären, warum die Mannschaft trotz gefährlicherer Möglichkeiten ohne Treffer blieb.

Sportlicher Druck und Unruhe im Verein

Für Trainer Alexander Blessin wächst damit der Druck, kurzfristig mehr Stabilität und Effizienz zu erzeugen. Paderborn bestätigte dagegen seine unangenehme Spielweise und blieb zum dritten Mal in Folge in der Bundesliga ungeschlagen. Neun Punkte nach acht Spielen verschaffen dem Aufsteiger zunächst Abstand zur Abstiegszone.

Zusätzliche Brisanz erhält die Gladbacher Situation durch den Protest gegen Präsident Rainer Bonhof. Die Auseinandersetzung mit Teilen der Fanszene betrifft damit nicht nur Ergebnisse, sondern auch die Führung des Vereins. Bonhof muss in den kommenden Monaten über eine erneute Kandidatur im Frühjahr 2027 entscheiden. Für Mannschaft und Vereinsführung steht deshalb eine Phase an, in der sportliche Resultate und die Vertrauensfrage eng miteinander verbunden sind.

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