Borussia Dortmund, Niko Kovac

Borussia Dortmund verlängert mit Kovac bis 2029 vor XXL-Phase

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 14:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Borussia Dortmund bindet Trainer Niko Kovac bis 2029. Die Entscheidung fällt unmittelbar vor einer außergewöhnlichen Phase mit acht Spielen in 24 Tagen und weiten Reisen.

  • Die BVB-Führung um Sportchef Lars Ricken, Clubchef Carsten Cramer und Sportdirektor Ole Book vertraut Niko Kovac. (Archivbild) - Bild: Bernd Thissen/dpa
    Die BVB-Führung um Sportchef Lars Ricken, Clubchef Carsten Cramer und Sportdirektor Ole Book vertraut Niko Kovac. (Archivbild) - Bild: Bernd Thissen/dpa
  • In der vergangenen Saison holte Bodö/Glimt ein 2:2 in Dortmund. (Archivbild) - Bild: Bernd Thissen/dpa
    In der vergangenen Saison holte Bodö/Glimt ein 2:2 in Dortmund. (Archivbild) - Bild: Bernd Thissen/dpa
  • Für Niko Kovac geht es als Trainer bei Borussia Dortmund weiter bis 2029. (Archivbild) - Bild: Christian Charisius/dpa
    Für Niko Kovac geht es als Trainer bei Borussia Dortmund weiter bis 2029. (Archivbild) - Bild: Christian Charisius/dpa
Die BVB-Führung um Sportchef Lars Ricken, Clubchef Carsten Cramer und Sportdirektor Ole Book vertraut Niko Kovac. (Archivbild) - Bild: Bernd Thissen/dpa In der vergangenen Saison holte Bodö/Glimt ein 2:2 in Dortmund. (Archivbild) - Bild: Bernd Thissen/dpa Für Niko Kovac geht es als Trainer bei Borussia Dortmund weiter bis 2029. (Archivbild) - Bild: Christian Charisius/dpa

11.300 Reisekilometer fordern den BVB

  • Sportchef Lars Ricken verkündete die Verlängerung von Niko Kovacs Vertrag bis zum 30. Juni 2029.
  • Der BVB spielt am Mittwoch bei FK Bodö/Glimt 80 Kilometer nördlich des Polarkreises.
  • In sechs Tagen stehen für Dortmund rund 11.300 Reisekilometer und insgesamt acht Spiele binnen 24 Tagen an.

Borussia Dortmund hat den Vertrag mit Trainer Niko Kovac vor dem Champions-League-Spiel bei FK Bodö/Glimt bis zum 30. Juni 2029 verlängert.

Ricken setzt auf Kontinuität

Sportchef Lars Ricken begründete die Entscheidung mit dem Wunsch, auch auf der Trainerposition ein Zeichen der Kontinuität zu setzen. Ricken selbst hatte seinen Vertrag gemeinsam mit den Geschäftsführerkollegen Carsten Cramer und Thomas Treß bereits zwei Wochen zuvor verlängert.

Kovac war Anfang 2025 zunächst skeptisch empfangen worden. Sein pragmatischer Spielstil überzeugt nicht alle im Umfeld, doch seine Bilanz spricht für ihn: In 53 Bundesligapartien sammelte Dortmund unter dem 54-Jährigen 114 Punkte.

BVB mit starkem Punkteschnitt

Mit durchschnittlich 2,15 Punkten pro Spiel ist Kovac nach den genannten Vereinsdaten der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des BVB. Nach der Trennung von Nuri Sahin stabilisierte er die Mannschaft und führte sie erneut in die Champions League.

In der laufenden Saison liegt Dortmund nach fünf Spieltagen punktgleich mit dem SC Freiburg auf Rang zwei. Das 2:2 gegen Werder Bremen am vergangenen Freitag verhinderte, dass der BVB die Tabellenführung verteidigte.

Norwegen eröffnet intensive Phase

Auf Dortmund wartet in Bodö ein ungewohntes Umfeld: Der norwegische Vizemeister spielt auf Kunstrasen, die Temperaturen liegen knapp über null Grad. Die gefühlte Temperatur wurde mit minus sieben Grad angegeben.

Wegen der Belastungssteuerung verzichtet der BVB auf Nationalverteidiger Nico Schlotterbeck. Der Abwehrspieler hatte sich bei der Weltmeisterschaft im Sommer einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen, war anschließend zurückgekehrt und hatte sich bei der Nationalmannschaft erneut verletzt.

Anspruch auf einen Titel

Kovac gewann mit Eintracht Frankfurt 2018 den DFB-Pokal und mit Bayern München 2019 das Double aus Pokal und Meisterschaft. Dortmunds Sportchef formulierte als Ziel, gemeinsam einen Titel zu holen.

Vor diesem Anspruch steht zunächst die Reise nach Nordnorwegen. Danach folgen für den BVB weitere Auswärtstermine, darunter ein Spiel in Berlin und eine Champions-League-Partie in Aserbaidschan.

Kontinuität vor der Belastungsprobe

Die Vertragsverlängerung bindet Niko Kovac langfristig an Borussia Dortmund und fällt in eine Phase, in der sportliche Stabilität besonders gefragt ist. Der BVB steht nach fünf Spieltagen punktgleich mit Freiburg auf Platz zwei und hat damit eine gute Ausgangslage, muss diese Position aber unter hoher Belastung bestätigen.

Der Spielplan verlangt Dortmund binnen 24 Tagen acht Partien ab. Besonders anspruchsvoll ist die Kombination aus internationalen Auswärtsspielen und Bundesliga-Reisen. Rund 11.300 Flugkilometer in sechs Tagen erhöhen den organisatorischen und körperlichen Aufwand deutlich. Belastungssteuerung wird damit zu einem zentralen Faktor für die kommenden Wochen.

Kovac erhält Rückhalt trotz Stilfragen

Kovac’ Bilanz liefert dem Verein ein starkes Argument für die langfristige Entscheidung. In 53 Bundesligapartien holte Dortmund unter ihm 114 Punkte; sein Schnitt von 2,15 Zählern pro Spiel liegt laut Vereinsangabe über dem aller früheren BVB-Trainer. Damit verbindet der Club die Personalentscheidung mit messbaren Ergebnissen.

Gleichzeitig bleibt der pragmatische Ansatz des Trainers ein Diskussionsthema. Die Verlängerung signalisiert jedoch, dass die sportliche Führung derzeit weniger auf kurzfristige Zustimmung als auf Kontinuität und die Entwicklung über mehrere Spielzeiten setzt. Die nächsten Spiele werden zeigen, wie belastbar dieses Modell unter internationalem Zeitdruck ist.

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