Berliner Grüne stimmen für Koalitionsgespräche mit Linke und SPD
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 21:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEntscheidung der Berliner Grünen
- Die Grünen beschlossen auf einem kleinen Parteitag Koalitionsverhandlungen mit Linke und SPD.
- Die Berliner SPD hatte sich zuvor ebenfalls für Gespräche mit der Wahlsiegerin Linke entschieden.
- Die Entscheidung fiel am Abend mit breiter Mehrheit auf dem kleinen Parteitag.
Berliner Grüne stimmen für Gespräche mit Linke und SPD
Die Berliner Grünen haben sich für gemeinsame Koalitionsverhandlungen mit der Wahlsiegerin Linke und der SPD entschieden. Auf einem kleinen Parteitag stimmte am Montagabend eine breite Mehrheit für die Aufnahme der Gespräche.
SPD hatte bereits zugestimmt
Damit folgt die Partei der Berliner SPD, die sich zuvor ebenfalls für Koalitionsverhandlungen mit der Linken ausgesprochen hatte. Ziel ist ein gemeinsames Regierungsbündnis der drei Parteien in Berlin.
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Linke muss nächsten Schritt entscheiden
Die Linke hatte bei der Wahl den Sieg errungen. Nun müssen die beteiligten Parteien in den Verhandlungen klären, welche politischen Vorhaben sie gemeinsam umsetzen wollen und wie ein Koalitionsvertrag aussehen kann.
Regierungsbildung geht in nächste Phase
Die Zustimmung der Grünen markiert den Übergang von Sondierungen zu formellen Koalitionsgesprächen. Eine neue Landesregierung entsteht damit noch nicht; dafür sind weitere Verhandlungen und die abschließenden Entscheidungen der Parteien erforderlich.
Die Entscheidung der Berliner Grünen fügt sich in den nächsten Schritt der Regierungsbildung nach der Abgeordnetenhauswahl ein. Zusammen mit der SPD unterstützen sie damit Gespräche mit der Linken, die aus der Wahl als stärkste Kraft hervorgegangen ist. Für ein mögliches Dreierbündnis müssen die drei Parteien nun aus den bisherigen Sondierungen konkrete Vereinbarungen für einen Koalitionsvertrag entwickeln.
Im Zentrum dürften landespolitische Fragen stehen, bei denen die Parteien unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Dazu gehören bezahlbares Wohnen, die Entwicklung der Berliner Infrastruktur, Klima- und Verkehrspolitik sowie die finanzielle Handlungsfähigkeit des Landes. Die Verhandlungen müssen zeigen, ob sich gemeinsame Projekte, Prioritäten und Finanzierungswege verbindlich festlegen lassen.
Mehrheit im Abgeordnetenhaus
Politisch vergrößert die Entscheidung die Chancen für ein Bündnis aus Linke, Grünen und SPD. Sie ersetzt jedoch noch keinen Koalitionsvertrag und keine abschließende Zustimmung der beteiligten Parteien. Als nächster entscheidender Schritt steht die Positionierung der Linken an: Sie muss festlegen, ob sie Grüne und SPD zu formellen Verhandlungen einlädt.
Für die Berlinerinnen und Berliner wird damit vor allem relevant, ob die Parteien schnell gemeinsame Vorhaben beschließen können und welche Projekte Vorrang erhalten. Bis zur Bildung einer neuen Landesregierung bleiben zentrale Fragen der künftigen politischen Ausrichtung offen.
