Berliner Abgeordnetenhauswahl: Linke liegt im Politbarometer knapp vorn
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 22:43 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSBei der Berliner Abgeordnetenhauswahl deutet sich ein enges Rennen an. Die Linke liegt im am Donnerstagabend veröffentlichten Politbarometer mit 22 Prozent knapp vor der CDU mit 20 Prozent.
Spitzentrio rückt enger zusammen
Im Vergleich zur Vorwoche verliert die Linke einen Punkt, die CDU ebenfalls einen. Die AfD legt um einen Zähler auf 18 Prozent zu und rückt damit näher an die beiden Spitzenreiter heran.
SPD und Grüne mit Abstand dahinter
Die Grünen kommen auf 15 Prozent und verlieren damit einen Punkt. Die SPD legt innerhalb weniger Tage zwei Punkte zu und erreicht 12 Prozent.
BSW bleibt knapp unter der Hürde
Das BSW kommt in der Umfrage auf 4 Prozent. Damit muss die Partei um den Einzug ins Abgeordnetenhaus bangen.
Das Politbarometer verschiebt den Berliner Wahlkampf weiter in Richtung eines engen Rennens zwischen Linke und CDU. Dass die Linke mit 22 Prozent knapp vor der CDU mit 20 Prozent liegt, zeigt vor allem eines: Die Entscheidung dürfte weniger über eine klare Spitzenposition als über die Mobilisierung in den letzten Tagen fallen.
Der Zuwachs der AfD auf 18 Prozent erhöht den Druck auf die übrigen Parteien zusätzlich. Für die Grünen bedeutet ein Wert von 15 Prozent eine spürbare Distanz zum Spitzentrio, während die SPD mit 12 Prozent zwar etwas Boden gutmacht, aber weiterhin deutlich zurückliegt.
Bedeutung für die Mehrheitsbildung
Besonders aufmerksam wird auf das BSW geblickt, das bei 4 Prozent liegt und damit um den Einzug ins Abgeordnetenhaus bangen muss. Solche Werte sind in einer Schlussphase des Wahlkampfs politisch relevant, weil schon kleine Verschiebungen über Mandate, Koalitionsoptionen und die strategische Ansprache unentschlossener Wähler entscheiden können.
Worum es jetzt geht
Für die kommenden Tage wird entscheidend sein, ob einzelne Lager noch mobilisieren oder ob sich der Abstand im oberen Feld weiter verengt. In einem Vier- oder Fünf-Parteien-Parlament können bereits minimale Veränderungen am Ende über die Kräfteverhältnisse im neuen Abgeordnetenhaus mitbestimmen.
