Berlin, Regierungsbildung

Berlin: Linke, Grüne und SPD empfehlen Koalitionsverhandlungen

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 14:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Linke, Grüne und SPD wollen nach dem Abschluss ihrer Gespräche den nächsten Schritt einleiten. Nun müssen die zuständigen Parteigremien über formelle Koalitionsverhandlungen beraten.

Parteien beraten über nächsten Schritt

  • Linke, Grüne und SPD haben ihre Sondierungen in Berlin nach vier Wochen abgeschlossen.
  • Die Parteigremien sollen nun über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden.
  • Ein formeller Koalitionsvertrag liegt noch nicht vor.
In das Rote Rathaus in Berlin könnte nach erfolgreichen Koalitionsverhandlungen erstmals die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp einziehen. (Symbolbild) - Bild: Britta Pedersen/dpa

Linke, Grüne und SPD schließen Sondierungen ab

Vier Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus haben Linke, Grüne und SPD ihre Sondierungsgespräche über eine Regierungsbildung erfolgreich abgeschlossen. Den Parteigremien soll nun die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vorgeschlagen werden, wie aus Kreisen aller drei beteiligten Parteien bekannt wurde.

Damit ist der Weg für die nächste Phase der Regierungsbildung in Berlin frei, sofern die zuständigen Parteigremien dem Vorschlag zustimmen.

Formelle Verhandlungen sollen folgen

Die Sondierungen dienten dazu, Gemeinsamkeiten und mögliche Konfliktpunkte zwischen den drei Parteien auszuloten. Mit dem Vorschlag für Koalitionsverhandlungen beginnt noch nicht automatisch die Bildung einer neuen Landesregierung.

Über die Aufnahme der Verhandlungen entscheiden zunächst die Parteigremien. Erst danach könnten die Parteien einen Koalitionsvertrag mit konkreten politischen Vorhaben und Zuständigkeiten ausarbeiten.

Entscheidung der Grünen am Montag erwartet

Die Berliner Grünen wollen nach vorliegenden Berichten am Montag über mögliche Koalitionsgespräche mit Linken und SPD beraten. Die drei Parteien hatten ihre Gespräche zuvor nach einer Unterbrechung fortgesetzt.

Für die weitere Regierungsbildung kommt es nun auf die internen Entscheidungen der Parteien und den anschließenden Verlauf möglicher Koalitionsverhandlungen an.

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Der Abschluss der Sondierungen markiert den Übergang von unverbindlichen Gesprächen zu einem möglichen formellen Koalitionsprozess. Vier Wochen nach der Wahl haben Linke, Grüne und SPD damit eine gemeinsame Grundlage gefunden, über die nun zunächst die Parteigremien beraten müssen.

Für Berlin wäre ein Bündnis der drei Parteien eine Fortsetzung der rot-grün-roten Zusammenarbeit auf Landesebene. Die Gespräche der vergangenen Tage zeigten zugleich, dass zentrale politische Fragen und innerparteiliche Zustimmung weiterhin eine Rolle spielen. Die Berliner Grünen wollen nach den vorliegenden Berichten am Montag über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen entscheiden.

Entscheidung der Parteigremien steht bevor

Mit dem Vorschlag für Koalitionsverhandlungen ist noch kein Regierungsbündnis beschlossen. Erst die Zustimmung der zuständigen Gremien eröffnet die nächste Phase, in der die Parteien konkrete Inhalte, Zuständigkeiten und einen Koalitionsvertrag ausarbeiten müssten.

Für die Berlinerinnen und Berliner dürfte sich der weitere Prozess vor allem daran messen lassen, ob die drei Parteien bei Haushalt, Wohnen, Verkehr, innerer Sicherheit und sozialer Infrastruktur tragfähige gemeinsame Vorhaben formulieren. Der Abschluss der Sondierungen schafft dafür die politische Voraussetzung, ersetzt aber noch keine Einigung über die künftige Landesregierung.

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