Basketballerinnen verpassen bei Heim-WM Bronze und werden Vierte
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 18:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie deutschen Basketballerinnen haben ihre Heim-Weltmeisterschaft in Berlin ohne Medaille beendet.
Bronze bleibt außer Reichweite
Im Spiel um Platz drei unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Olaf Lange dem Vize-Europameister Spanien mit 58:81. Vor 12.187 Zuschauern hielt Deutschland zunächst besser mit als noch zum Turnierauftakt, konnte den Favoriten aber nicht dauerhaft unter Druck setzen.
Starke Auftritte, klares Ende
Nyara Sabally und Alexis Peterson erzielten jeweils 13 Punkte und gehörten zu den auffälligsten Spielerinnen im deutschen Team. Für eine Überraschung reichte das jedoch nicht, weil Spanien das Reboundduell kontrollierte, Ballverluste erzwang und nach der Pause deutlich davonzog.
Bestes Ergebnis der Geschichte
Auch ohne Medaille bleibt Platz vier das beste WM-Ergebnis der deutschen Frauen. Die Mannschaft hatte im Turnierverlauf mit dem Sieg gegen Belgien im Viertelfinale überrascht, verpasste zum Abschluss aber den nächsten Coup gegen die routinierten Spanierinnen.
Die Leistung ist vor allem deshalb hoch einzuschätzen, weil Satou Sabally verletzungsbedingt fehlte und das Team damit eine seiner wichtigsten Offensivkräfte nicht zur Verfügung hatte. Gleichzeitig zeigt das Bronze-Spiel, dass der Sprung in die absolute Weltspitze noch nicht gelungen ist.
Heimturnier mit historischem Effekt
Das deutsche Team hat bei der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin dennoch ein Ergebnis erreicht, das sportlich und strukturell Bedeutung hat: Platz vier ist das beste Abschneiden einer deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei einer WM. Der Lauf bis ins Halbfinale zeigt, dass der Abstand zur Weltspitze kleiner geworden ist, auch wenn Spanien im Bronze-Spiel klar stärker war.
Was das Resultat für den DBB bedeutet
Für den Deutschen Basketball Bund endet damit eine außergewöhnliche Phase mit Medaillen bei Großereignissen. Dass die Serie nun reißt, verändert den Befund aber nur teilweise: Bei den Männern ist Deutschland weiter auf höchstem Niveau etabliert, die 3x3-Frauen hatten zuletzt olympisch triumphiert, und die Frauen in Berlin haben die öffentliche Wahrnehmung zusätzlich verschoben.
Signal über das Turnier hinaus
Die Tage in Berlin waren auch ein Test für die Breite des Frauenbasketballs in Deutschland. Die große Kulisse und die Präsenz prominenter Gäste erhöhen die Reichweite des Sports, der sportliche Kern bleibt aber derselbe: Gegen die absolute Spitze fehlen derzeit noch Konstanz, Tiefe und körperliche Durchsetzungskraft. Für die kommenden Jahre ist das Ergebnis deshalb zugleich Bestätigung und Auftrag.
