Merkel mahnt innere Einheit an

25.01.2020 - 12:01:53 | ad-hoc-news.de

Auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung verläuft noch immer eine unsichtbare Mauerzwischen Ost und West.

Angela Merkel - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Angela Merkel - Bild: über dts Nachrichtenagentur
30 Jahre nach dem Mauerfall, ist die innere Einheit Deutschlands noch immer eine offene Aufgabe. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrem Video-Podcast vom Samstag, dass die Deutschen aus Ost und West zueinander finden müsste. Dazu sei ein stetiger Dialog notwendig. Wir müssen ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben, so die Kanzlerin in ihrer Video-Botschaft. Die Menschen aus den neuen Bundesländern forderte Merkel auf mit Selbstbewusstsein auf das zurückzuschauen, was sie vor 30 Jahren vollbracht haben. Merkel würdigte die Arbeit der Kommission „30 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“, die im aktuellen Jubiläumsjahr eine Reihe von Bürgerdialogen auf den Weg bringe und so dazu beitrage, die deutsche Einheit zu vollenden. Die Bürgerdialoge werden im Zusammenhang mit Städtepartnerschaften aus Ost und West veranstaltet. Merkel verwies z.B. auf die Dialoge zwischen Ludwigshafen und Dessau-Roßlau oder Osnabrück und Greifswald. Auch die jungen Menschen, die die Wiedervereinigung nur noch durch Erzählungen und den Unterricht kennen, müssen in diesen Dialog einbezogen werden. So gibt es z.B. Projekte, bei denen Schüler Zeitgenossen der Maueröffnung interviewten, um so ein individuelles Bild des damaligen Geschehens zu gewinnen. Darüber hinaus geht es in den Projekten um die gegenseitige Wahrnehmung von Ost- und Westdeutschen und die Perspektiven der deutschen Einheit. Die Menschen wüssten genau, wo die Defizite liegen und was getan werden müsste. Merkel betonte, dass sie die Ergebnisse der Schülerprojekte genau studieren werden und sie auch als Anregungen für die Regierungsarbeit verstehe. Wir können stolz auf das sein, was wir in diesen 30 Jahren alles geleistet haben, so die Bundeskanzlerin. Aber wir haben das Ziel noch nicht erreicht. Viele Biographien von Ostdeutschen hätten vor 30 Jahren eine Bruchstelle erlebt, vieles ist danach anders gelaufen, als geplant und beabsichtigt. Wir müssen miteinander reden und unsere Erfahrungen austauschen und wir müssen uns unsere Neugier aufeinander bewahren. Merkel wünschte sich eine rege Teilnahme an den Bürgerdialogen. Die Kanzlerin wünschte sich, dass möglichst Viele an diesem Dialog teilnehmen und sich einbringen. Dann sehe sie mit Optimismus in die Zukunft.
de | politik | 59799467 |

Weitere Meldungen

Bericht: Neue Mailadressen für Mitarbeiter des Auswärtigen Amts Fast alle der rund 3.000 Mitarbeiter des Auswärtigen Amts sollen eine neue E-Mail-Adresse erhalten. (Politik, 12.06.2026 - 16:39) weiterlesen...

Reiche will mit neuem Heizgesetz 'Politik des Misstrauens' beenden Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht im geplanten neuen Heizgesetz eine Chance für einen Neustart bei der "Wärmewende". (Boerse, 11.06.2026 - 13:25) weiterlesen...

Klöckner ermahnt Bundesregierung wegen verspäteter Antworten Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die Bundesregierung scharf ermahnt, Anfragen von Abgeordneten pünktlich zu beantworten.In einem Brief an Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU), über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, schreibt Klöckner, der Deutsche Bundestag erwarte, dass die Bundesregierung parlamentarische Fragen innerhalb der geltenden Fristen beantworte. (Politik, 11.06.2026 - 12:25) weiterlesen...

Linke kritisiert Merz nach Treffen mit Sozialpartnern Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat nach dem Treffen der Koalitionsspitzen mit Sozialpartnern scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geübt.Es sei sehr bezeichnend, mit wie viel Wirbel es begleitet werde, dass Merz sich überhaupt einmal mit einigen Gewerkschaftsvorsitzenden treffe, die die arbeitende Bevölkerung vertreten, sagte Reichinnek der "Rheinischen Post". (Politik, 11.06.2026 - 10:47) weiterlesen...

Schenderlein: Fußball ersetzt keine Politik Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) erwartet trotz Fußball-WM keinen grundsätzlichen Stimmungsumschwung im Land und betont den Vorrang der politischen Reformarbeit. (Politik, 11.06.2026 - 08:45) weiterlesen...

Union will Aufklärung zu US-Einreiseverbot für WM-Schiedsrichter Union und SPD fordern von der US-Regierung eine klarere Begründung für die Einreiseverweigerung des somalischen WM-Schiedsrichters Omar Artan.Der sportpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben), die US-Behörden wären gut beraten, ihre Entscheidung näher zu erläutern. (Ausland, 11.06.2026 - 00:00) weiterlesen...