Bundesliga, Bayer Leverkusen

Zwei Jahre nach der Meisterschaft: Königsklasse ohne Bayer

16.05.2026 - 17:32:46 | dpa.de

2024 holte Bayer Leverkusen unter Xabi Alonso noch den Titel in der Bundesliga. Nach einem 1:1 gegen den HSV reicht es nicht für die Champions League. Trainer Hjulmand droht das Aus.

  • Kampf um den Ball: Leverkusen war gegen den HSV gefordert. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Kampf um den Ball: Leverkusen war gegen den HSV gefordert. - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Trainer Hjulmand steht bei Bayer vor dem Aus. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Trainer Hjulmand steht bei Bayer vor dem Aus. - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Der HSV jubelt nach Vieiras Tor. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Der HSV jubelt nach Vieiras Tor. - Foto: Federico Gambarini/dpa
Kampf um den Ball: Leverkusen war gegen den HSV gefordert. - Foto: Federico Gambarini/dpa Trainer Hjulmand steht bei Bayer vor dem Aus. - Foto: Federico Gambarini/dpa Der HSV jubelt nach Vieiras Tor. - Foto: Federico Gambarini/dpa

Bayer Leverkusen muss nur zwei Jahre nach der sensationellen Meisterschaft unter Xabi Alonso den bitteren Gang in die Europa League antreten. Das Team von Kasper Hjulmand kam am 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den Hamburger SV hinaus und beendet die durchwachsene Spielzeit auf Platz sechs.

Die Chance auf die Königsklasse vergab die Werkself aber nicht in dieser Woche, sondern vor sieben Tagen beim bitteren 1:3 in Stuttgart. Fabio Vieira (61. Minute) sorgte mit einem Traumtor für die Führung der Gäste aus Hamburg, die schon vor dem Bundesliga-Finale gerettet waren. Ein spätes Tor (78.) von Jarell Quansah, dessen Kopfball von Nicolai Remberg ins Netz gelenkt wurde, sorgte für den Ausgleich.

Schick vergibt früh einen Elfmeter

Symbolisch für eine Bayer-Saison der verpassten Chancen stand ein verschossener Foulelfmeter von Torjäger Patrik Schick, der an HSV-Schlussmann Sander Tangvik scheiterte (25.). Zwar hat Schick in dieser Spielzeit 16 Treffer erzielt, jedoch kam er wie viele Bayer-Profis nicht an das Level der beiden vergangenen Jahre heran.

Für Hjulmand könnte das Heimspiel gegen den HSV der letzte Auftritt als Trainer in Leverkusen gewesen sein. Der Däne hatte die Mannschaft nach dem Fehlstart unter Vorgänger Erik ten Hag zwar im Herbst stabilisiert, dann nach der Winterpause aber nicht ausreichend weiterentwickelt. Das Verpassen der Champions League widerspricht den hohen Ansprüchen der sportlichen Leitung um Geschäftsführer Simon Rolfes.

Hjulmand: «Ich lese das nicht»

Schon vor der Partie war klar, dass Bayer ein kleines Wunder für den Sprung auf Platz vier braucht: Neben dem als Pflichtspiel gehandelten Erfolg im eigenen Stadion brauchte es Heimsiege von Borussia Mönchengladbach (gegen die TSG Hoffenheim) und von Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart. Das Schicksal hatte die Werkself also nicht mehr in der eigenen Hand.

Das galt auch für Hjulmand, der noch bis Sommer 2027 Vertrag hat. «Es ist unwichtig für mich. Es gibt viele Gerüchte, es ist nichts für mich zu spekulieren. Ich lese das nicht, es gibt nichts Neues», sagte der dänische Trainer vor der Partie bei Sky. Schon bei der Pressekonferenz am Freitag hatten manche Aussagen nach vorzeitigem Abschied geklungen.

Beide Torhüter in Bestform

Auf dem Rasen liefen die beiden Torhüter zur Höchstform auf. Hamburgs Ersatzkeeper Tangvik hielt nicht nur Schicks Strafstoß, sondern parierte auch gegen Exequiel Palacios (8.), Ibrahim Maza (22.) und Malik Tillman (45.) exzellent. In der Nachspielzeit (90.+6) entschärfte er einen wuchtigen Versuch von Alejandro Grimaldo. Stammtorhüter Daniel Heuer Fernandes saß zum Saisonabschluss nur auf der HSV-Bank.

Einigen Personalwechseln zum Trotz zeigte sich auch der HSV in ordentlicher Form. Schon früh (17.) hätte Nicolas Capaldo die Gäste in Führung bringen können. 

Nach der Pause entschärfte Leverkusens Torwart Mark Flekken einen Abschluss von Vieira mit einer Glanztat. Gegen den perfekt ins lange Eck gezirkelten Schuss des Offensivspielers wenige Minuten später blieb Flekken dann aber machtlos. Leverkusen kam durch das glückliche Quansah-Tor nach einem Standard noch zum Ausgleich, doch für mehr reichte es nicht mehr.

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