Vopak, Mehrheitsbeteiligung

Vopak: Mehrheitsbeteiligung bei Green Energy Storage

29.05.2026 - 11:04:33 | boerse-global.de

Der Tanklager-Spezialist baut sein Geschäft mit Wasserstoff, Ammoniak und CO2 aus und sichert sich eine Mehrheit an Green Energy Storage.

Vopak: Mehrheitsbeteiligung bei Green Energy Storage - Foto: über boerse-global.de
Vopak: Mehrheitsbeteiligung bei Green Energy Storage - Foto: über boerse-global.de

Koninklijke Vopak schiebt den Umbau seines Geschäftsmodells weiter voran. Der niederländische Tanklager-Spezialist baut sein Profil als Infrastrukturpartner für neue Energieformen aus und setzt dabei auf Projekte rund um Wasserstoff, Ammoniak, CO2, Batteriespeicher und nachhaltige Rohstoffe.

Ein Baustein ist der Einstieg bei Green Energy Storage. Vopak hat sich dort eine Mehrheitsbeteiligung gesichert, um den Aufbau großer Batteriespeicher in den Niederlanden zu beschleunigen. Das passt zur Richtung des Konzerns: weg von der reinen Lagerung klassischer Energieträger, hin zu Infrastruktur für die nächste Energiephase.

Neue Energie, neue Erlösquellen

Besonders sichtbar wird diese Strategie bei Ammoniak- und CO2-Projekten. In Rotterdam und Vlissingen arbeitet Vopak an Import- und Lagerinfrastruktur für grünes Ammoniak. Parallel dazu entwickelt der Konzern in Rotterdam Anlagen für flüssiges CO2 und prüft ähnliche Strukturen in Südostasien.

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Hinzu kommen Projekte in anderen Bereichen der Energiewende. In Los Angeles geht es um die Umrüstung bestehender Anlagen für nachhaltigen Flugkraftstoff und erneuerbaren Diesel. Außerdem engagiert sich Vopak in der Wasserstofflogistik und bei chemischem Recycling, wo Kunststoffabfälle zu Pyrolyseöl verarbeitet werden sollen.

Solides Kerngeschäft bleibt wichtig

Trotz des strategischen Wandels bleibt das klassische Speicherportfolio ein stabiler Anker. Vopak verweist weiter auf sein Geschäft mit Gas-, Industrie- und Energiespeichern, das dem Konzern laufende Einnahmen sichern soll. Genau diese Mischung aus Bestandsgeschäft und Zukunftsprojekten dürfte für den Markt entscheidend bleiben.

Die Aktie spiegelt das bisher nur teilweise wider. Mit 46,00 Euro liegt das Papier knapp unter dem Vortagesschluss von 46,26 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht aber immer noch ein Plus von 11,49 Prozent, seit Jahresbeginn beträgt das Plus 19,79 Prozent.

Ausblick bleibt klar umrissen

Für das laufende Jahr hat Vopak seine Prognose im ersten Quartal 2026 bestätigt. Dazu kommt ein mehrjähriges Aktienrückkaufprogramm, das den Kapitalrückfluss an die Aktionäre stützt. Ob die neue Energie-Sparte tatsächlich zu einem stärkeren Wachstumstreiber wird, hängt nun davon ab, wie schnell die geplanten Infrastrukturprojekte in den Betrieb gehen.

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