Thyssenkrupp Aktie: Auftragseingang springt um 32 Prozent
22.05.2026 - 14:27:39 | boerse-global.deDie Thyssenkrupp Aktie legte in den vergangenen 30 Tagen um satte 21 Prozent zu. Aktuell notiert das Papier bei 10,75 Euro.
Ein extrem hoher RSI-Wert von 87,4 signalisiert eine heißgelaufene Aufwärtsbewegung. Kein Wunder. Der Industriekonzern liefert auf seiner aktuellen Investoren-Roadshow in Nizza handfeste Argumente für Optimismus. Das Management präsentiert dort die jüngsten Halbjahreszahlen. Diese zeigen eine deutliche operative Verbesserung.
Marine und Stahl treiben das Ergebnis
Im zweiten Geschäftsquartal kletterte der Auftragseingang um 32 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Den größten Schub lieferte die Marine-Sparte. Norwegen bestellte zwei weitere U-Boote der Klasse 212CD. Auch die Marineelektronik verbuchte zusätzliche Aufträge.
Das bereinigte operative Ergebnis sprang auf 198 Millionen Euro. Im Vorjahr standen hier lediglich 19 Millionen Euro. Fast alle Segmente verbesserten sich. Lediglich der Bereich Decarbon Technologies schwächelte leicht.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?
Überraschend stark präsentierte sich Steel Europe. Trotz niedrigerer Erlöse lieferte die Stahlsparte den größten Gewinnbeitrag. Gesunkene Rohstoffkosten und erste Effekte aus dem Personalabbau zeigten hier Wirkung. Auch der Werkstoffhandel profitierte von strikter Kostendisziplin.
Rote Zahlen und ein gedämpfter Ausblick
Unter dem Strich schreibt Thyssenkrupp weiterhin rote Zahlen. Der Konzern meldete für das abgelaufene Quartal einen Fehlbetrag von 11 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein satter Gewinn in den Büchern.
Der freie Cashflow vor M&A verbesserte sich zwar spürbar. Er blieb mit minus 327 Millionen Euro aber deutlich im negativen Bereich.
Das Management bestätigte die Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Das bereinigte EBIT soll zwischen 500 und 900 Millionen Euro landen. Beim Umsatz tritt der Vorstand allerdings auf die Bremse. Erwartet wird nun ein Rückgang von bis zu drei Prozent. Zuvor hatte Thyssenkrupp noch auf ein leichtes Plus gehofft. Verzögerungen bei Decarbon Technologies und ein veränderter Produktmix im Stahlgeschäft belasten die Erlöse.
Thyssenkrupp vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Der Weg zur Finanzholding
Strategisch treibt das Management den Konzernumbau zielstrebig voran. Thyssenkrupp wandelt sich zu einer Finanzholding mit eigenverantwortlichen Töchtern. Kürzlich schloss das Unternehmen den Verkauf des Bereichs Automation Engineering an Agile Robots ab. Die Automobilsparte konzentriert sich nun auf Kernbereiche wie Fahrwerke und Schmiedetechnik. Parallel dazu baut der Werkstoffhandel seine Kupferverarbeitung in Nordamerika aus.
Das Management muss die Investoren nun davon überzeugen, dass die operativen Fortschritte nachhaltig sind. Gelingt es Thyssenkrupp, die Profitabilität in den Kernsparten dauerhaft zu stabilisieren, gewinnt der Holding-Umbau an Glaubwürdigkeit. Der nächste fundamentale Prüfstein für diese These folgt mit den Zahlen zum dritten Quartal.
Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 22. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Thyssenkrupp Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
