Tesla, Aktie

Tesla Aktie: Kanada-Rechtsstreit um 4.000-Dollar-Zuschuss

29.05.2026 - 04:12:58 | boerse-global.de

Tesla kämpft juristisch gegen Förderausschluss in Manitoba, während Ex-Mitarbeiter die Sicherheit des FSD-Systems anzweifeln.

Rush Enterprises Authorizes $150 Million Share Repurchase Initiative - Foto: über boerse-global.de
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Tesla bekommt gleich von mehreren Seiten Gegenwind. In Kanada zieht der Elektroautobauer juristisch gegen die Regierung von Manitoba vor, während die hauseigene Autonomie-Software "Full Self-Driving" (FSD) erneut ins Kreuzfeuer der Kritik gerät.

Tesla Motors Canada will die Aberkennung staatlicher Fördergelder durch Manitobas Regierung gerichtlich überprüfen lassen. Das Programm zahlt bis zu 4.000 Dollar Zuschuss beim Kauf eines E-Autos — nur nicht für Tesla und in China gefertigte Fahrzeuge. Die Regelung gilt seit vergangenem Jahr. Teslas Anwälte bezeichnen den Ausschluss als "verfahrensfehlerhaft" und beantragen ein beschleunigtes Verfahren vor dem Court of King's Bench. Premier Wab Kinew stellt die Rücknahme der Maßnahme unter eine Bedingung: Die USA müssten zuerst ihre Zölle abschaffen.

FSD-Technologie unter Beschuss

Hinzu kommen neue Vorwürfe gegen Teslas Fahrassistenzsystem. Ein aktueller Untersuchungsbericht stützt sich auf Aussagen ehemaliger interner Datenlabeler. Sie zweifeln die Sicherheitsstatistiken des Unternehmens an. Der Vergleich zwischen Teslas neuerer Fahrzeugflotte und dem älteren US-Gesamtbestand verzerre die tatsächliche Sicherheitsleistung des Systems, so der Vorwurf.

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Mehrere Ex-Mitarbeiter äußerten Skepsis gegenüber dem Reifegrad der Software. Probleme in alltäglichen Fahrsituationen sowie der Umgang mit Einsatzfahrzeugen und Baustellenbereichen bleiben demnach kritische Schwachstellen. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ermittelt bereits zu Teslas automatisierten Systemen.

Die Aktie notierte am Donnerstag bei 379,55 Euro und liegt damit knapp neun Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 416,90 Euro. Der RSI von 33,6 signalisiert eine leichte technische Überschuldung.

Investitionen in die Zukunft

Gleichzeitig baut Tesla seine Infrastruktur aus. In Gigafactory Texas entsteht eine eigene Produktionshalle für den Roboter Optimus. Der Stahlrahmen steht bereits, die Anlage ist auf hohe Stückzahlen ausgelegt.

Diese milliardenschweren Investitionen in Robotik und KI fallen in eine Phase interner Diskussionen über mögliche Konzern-Synergien. 2026 will Tesla mehr als 25 Milliarden Dollar investieren — ob die Kapitalallokation den angeschlagenen Aktienkurs stützen kann, bleibt abzuwarten. Die Bauarbeiten in Texas laufen indes weiter.

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