SpaceX Aktie: Anthropic-Deal mit 90-Tage-Kündigungsrecht
29.05.2026 - 12:19:00 | boerse-global.deDer Börsengang von SpaceX rückt näher – und mit ihm kommen Details ans Licht, die Anleger genauer hinschauen lassen. Ausgerechnet ein milliardenschwerer KI-Compute-Deal erweist sich als weniger stabil als zunächst angenommen.
Elon Musk hat die Konditionen der Vereinbarung mit Anthropic persönlich klargestellt. Der Vertrag über rund 1,25 Milliarden Dollar monatlich für den Zugang zu SpaceX‘ Colossus-Rechenzentren ist als 180-Tage-Lease strukturiert. Beide Seiten haben zudem gegenseitige Kündigungsrechte von 90 Tagen.
Die eingeplante Jahreserlöse von 15 Milliarden Dollar aus KI-Infrastruktur sind damit keinesfalls so planbar wie langfristige Satelliten-Breitbandverträge oder Regierungsmissionen. SpaceX hatte auf dieser Flexibilität bestanden – um eigenen KI-Projekten, darunter xAI und Teslas Autonomie-Initiativen, bei Bedarf Vorrang in den Anlagen in Tennessee und Mississippi zu sichern.
Bewertung leicht korrigiert
Parallel zur Klarstellung senkt SpaceX die Preisvorstellungen für den Börsengang. Statt der früheren Obergrenze von 2 Billionen Dollar peilt das Unternehmen nun rund 1,8 Billionen Dollar an. Die Anpassung erfolgte nach Rückmeldungen institutioneller Berater – auch mit Blick auf den Testflug von Starship Flight 12 am 22. Mai.
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Das bleibt der größte Börsengang der Geschichte. Bis zu 75 Milliarden Dollar will SpaceX einsammeln. Auffällig: 30 Prozent des Free Float sind für Privatanleger reserviert – ein ungewöhnlich hoher Anteil. Bei vergleichbaren Mega-Cap-Listings sind 10 Prozent die Norm.
FAA legt Starship lahm
Hinzu kommt regulatorischer Gegenwind. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Starship-Super Heavy am 28. Mai offiziell grounden lassen. Grund: eine Unfalluntersuchung nach dem missglückten Testflug. Die Super-Heavy-Stufe erlitt eine harte Wasserung im Golf von Mexiko, nachdem mehrere Raptor-3-Triebwerke beim Rückzünden versagten.
Die obere Starship-Stufe erreichte zwar ihre suborbitale Bahn und setzte 20 Starlink-Simulatoren aus. Das Booster-Versagen zwingt SpaceX nun zu einer formellen Untersuchung, bevor die Lizenz für Flight 13 erteilt wird.
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Die Zahlen des ersten Quartals 2026 zeigen das Ausmaß der Belastungen: ein Nettoverlust von 4,28 Milliarden Dollar, getrieben durch Infrastrukturausbau und KI-Entwicklung.
Der Börsengang ist für Mitte Juni 2026 avisiert. SpaceX‘ dominante Position in der Raumfahrt-Ökonomie wiegt schwer – ebenso der hohe Cash-Burn und die nun offengelegte Kurzfristigkeit der KI-Erlöse. Ob die FAA-Untersuchung rechtzeitig abgeschlossen sein wird, bleibt abzuwarten.
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