SoftBank Aktie: 19,8 Milliarden Buchgewinn aus OpenAI
22.05.2026 - 16:17:47 | boerse-global.deSoftBank erlebt gerade einen kräftigen Bewertungsaufschlag. Der Auslöser ist klar: Die Hoffnungen auf Börsengänge von OpenAI und SB Energy verdichten sich, während der gesamte KI-Sektor weiter Rückenwind liefert. Für den japanischen Tech-Investor ist das mehr als nur ein Stimmungsumschwung. Es geht um die Frage, ob aus schwer greifbaren Beteiligungen plötzlich börslich sichtbarer Wert wird.
Besonders OpenAI rückt in den Mittelpunkt. Das Unternehmen hinter ChatGPT soll schon heute vertraulich die Unterlagen für einen IPO einreichen, ein Börsengang im Herbst gilt als wahrscheinlich. Auch SB Energy hat in dieser Woche vertraulich den Weg an den US-Kapitalmarkt eingeschlagen. Beide Namen sind für SoftBank wichtig, weil sie die Hoffnung nähren, dass sich stille Reserven in liquide Bewertungen verwandeln.
OpenAI wird zum Werttreiber
SoftBank hält schätzungsweise 11 bis 13 Prozent an OpenAI. In den Zahlen des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2025 wurde diese Beteiligung mit 54,4 Milliarden Dollar angesetzt. Gegenüber den kumulierten Investitionen von 34,6 Milliarden Dollar entspricht das einem Buchgewinn von 19,8 Milliarden Dollar.
Genau dieser Hebel beschäftigt den Markt. Solange die Beteiligungen privat bleiben, rechnet die Börse oft mit einem Abschlag auf den Konzernwert. Ein öffentlicher Marktpreis für OpenAI würde die Bewertung greifbarer machen und den sogenannten Konglomeratsabschlag verringern.
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KI-Boom stützt die Aktie
Hinzu kommt die breite Stärke im KI-Sektor. Starke Zahlen von Nvidia haben die Fantasie rund um Rechenzentren, Chips und Infrastruktur weiter angefeuert. SoftBank profitiert davon gleich mehrfach.
Arm, an dem der Konzern die Mehrheit hält, ist einer der großen Gewinner dieses Trends. Die Aktie des britischen Chipdesigners hat im KI-Umfeld spürbar zugelegt und macht inzwischen rund 40 Prozent des gesamten Vermögenswerts von SoftBank aus. Das macht den Konzern noch stärker von der KI-Story abhängig.
Auch SB Energy passt in dieses Bild. Das Unternehmen ist Teil von Project Stargate, einer Großinitiative mit OpenAI und Oracle zum Aufbau moderner KI-Rechenzentren. Im Januar sagten OpenAI und SoftBank dafür eine Milliarde Dollar zu. Geplant ist unter anderem ein Rechenzentrum mit 1,2 Gigawatt Leistung im texanischen Milam County.
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Hohe Chancen, hoher Kapitalbedarf
Die Kehrseite ist der enorme Geldverbrauch. OpenAI rechnet für 2026 mit Verlusten von 14 Milliarden Dollar. Bis 2028 sollen es 74 Milliarden Dollar werden, 2029 dann 115 Milliarden Dollar. Erst in den 2030er-Jahren erwartet das Unternehmen schwarze Zahlen.
Für SoftBank ist das kein Nebenschauplatz. Der Konzern hat im Geschäftsjahr zuletzt einen Nettogewinn von 5 Billionen Yen ausgewiesen, getragen vor allem von der Vision Fund und dem Telekomgeschäft. Jetzt versucht das Management, die wachstumsstarke KI-Strategie mit finanzieller Disziplin zu verbinden. Am Markt kommt diese Mischung vorerst gut an.
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