Silber: Gold-Silber-Verhältnis auf 55,46
13.05.2026 - 08:54:34 | boerse-global.deSilber startet verhalten in den Mittwoch. Das Edelmetall notiert bei 86,51 Dollar je Feinunze, ein Minus von 0,04 Prozent. Die Spanne des Tages ist mit 86,51 bis 88,58 Dollar ungewöhnlich weit – asiatische Händler reagierten auf die Ankunft der US-Delegation in Peking.
Das Gold-Silber-Verhältnis fiel auf 55,46, den niedrigsten Stand seit Mitte April. Silber entkoppelt sich damit von seinem Edelmetall-Pendant. Es folgt nicht den Safe-Haven-Flüssen, sondern den Erwartungen an die globale Industriekonjunktur.
Trump-Xi-Gipfel als Kurstreiber
Der primäre Katalysator der Sitzung ist das Spitzentreffen in Peking, das bis Freitag läuft. Investoren positionieren sich auf eine mögliche Verlängerung des Zoll-Waffenstillstands oder die Ankündigung eines neuen Handelsrahmens. Ein signifikanter Teil der Silbernachfrage ist industriell – Solaranlagen, Elektrofahrzeuge und die Halbleiterfertigung sind die Hauptabnehmer. Besserer Handel zwischen den USA und China wäre direkt bullish für das Metall.
Die institutionellen Ströme zeigen eine Kluft zwischen physischem und Papierhandel. Der iShares Silver Trust verzeichnete in den fünf Tagen bis zum 11. Mai Nettozuflüsse von 52,38 Millionen Dollar. Die sogenannte Shanghai-Prämie treibt weiterhin Goldbarren aus Westlagern in asiatische Industriezentren. Hinzu kommt ein technologischer Effekt: Die Umstellung der Solarindustrie auf N-Typ-Zellen erhöht den Silberbedarf pro Modul.
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Technisch intakt
Silber konsolidiert nach einer mehrmonatigen Erholung vom Tief im März. Das Metall hat eine wichtige Abwärtstrendlinie durchbrochen, die seit dem Absturz vom Allzeithoch bei 121,64 Dollar im Januar gegriffen hatte.
Die gleitenden 50-Tage- und 200-Tage-Linien liegen klar unter dem aktuellen Kurs – das bestätigt den mittelfristigen Aufwärtstrend. Der RSI steht neutral bei 55,66, weder überkauft noch überverkauft. Unterstützung bildet die Zone zwischen 82 und 83 Dollar, ein massives Kursfundament liegt bei 71 Dollar. Der nächste Widerstand ist das Tageshoch bei 88,58 Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg zur runden 90-Dollar-Marke öffnen.
Das Silber-Institut meldet für 2026 ein strukturelles Angebotsdefizit von rund 46,3 Millionen Unzen – das sechste Jahr in Folge mit Unterversorgung. Neue Minenprojekte in Lateinamerika fehlen. Der Dollar-Index bei knapp 105,50 begrenzt die Preise für dollar-denominierte Rohstoffe leicht.
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Ausblick: Warten auf Peking
Silber dürfte bis zum Abschluss der ersten Gesprächsrunde zwischen 85,50 und 89 Dollar bleiben. Eine positive gemeinsame Erklärung zu grünen Lieferketten könnte einen Ausbruch über 90 Dollar auslösen. Scheitern die Gespräche oder signalisiert die US-Notenbank nach den anstehenden PPI-Daten eine straffere Geldpolitik, wäre ein Test der 20-Tage-Unterstützung bei 84 Dollar denkbar.
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