Salzgitter AG-Aktie (DE0006202005): Gewinnerwartungen angehoben – wie nachhaltig ist der Aufschwung?
20.05.2026 - 20:29:10 | ad-hoc-news.deDie Salzgitter AG rückt an der Börse wieder stärker in den Fokus: Zuletzt wurden die Gewinnerwartungen für den Stahlkonzern klar nach oben angepasst, während die Aktie zeitweise deutlich im Plus notierte, wie aus aktuellen Marktberichten hervorgeht, in denen am 20.05.2026 ein Kursanstieg von rund 3 Prozent auf etwa 56 Euro genannt wurde, laut FinanzNachrichten.de Stand 20.05.2026.
Im Zuge der angehobenen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr signalisiert das Management der Salzgitter AG mehr Zuversicht für die Ergebnisentwicklung, während die Aktie gleichzeitig von einer insgesamt freundlichen Stimmung im Stahlsektor profitiert, wobei Berichte von Kurszielanpassungen durch Analysten auf einschlägigen Plattformen wie finanzen.net Stand 20.05.2026 von gestiegenen Erwartungshaltungen im Markt zeugen.
Stand: 20.05.2026
Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.
Auf einen Blick
- Name: Salzgitter
- Sektor/Branche: Stahl- und Metallindustrie
- Sitz/Land: Salzgitter, Deutschland
- Kernmärkte: Europa mit Schwerpunkt Deutschland sowie internationale Stahl- und Röhrenmärkte
- Wichtige Umsatztreiber: Flachstahl, Grobblech, Röhren, Handel mit Stahlprodukten, Industrieservices
- Heimatbörse/Handelsplatz: Xetra (Ticker SZG)
- Handelswährung: Euro
Salzgitter AG: Kerngeschäftsmodell
Die Salzgitter AG zählt zu den bedeutenden Stahlproduzenten in Europa und ist mit einem breiten Portfolio entlang der Wertschöpfungskette der Stahlindustrie aktiv, wobei das Unternehmen über mehrere Segmente von Flachstahl über Grobblech bis hin zu Röhren und Handel verfügt, wie aus Unternehmensangaben im Geschäftsbericht 2024 hervorgeht, der im März 2025 veröffentlicht wurde, laut Salzgitter AG Stand 15.03.2025.
Im Segment Flachstahl produziert die Salzgitter AG Bleche und Coils, die etwa in der Automobilindustrie, im Maschinenbau und im Haushaltsgerätesektor eingesetzt werden, was das Unternehmen stark von der konjunkturellen Entwicklung dieser Abnehmerbranchen abhängig macht, insbesondere in Deutschland und der europäischen Union, wie der Geschäftsbericht 2024 mit Blick auf die Kundengruppen ausführt, veröffentlicht im März 2025, laut Salzgitter AG Stand 15.03.2025.
Das Röhren- und Grobblechgeschäft adressiert insbesondere Energie- und Infrastrukturprojekte, etwa Leitungsrohre für Gas und Wasser oder Komponenten für den Anlagenbau, wodurch die Salzgitter AG von Großprojekten im Energie- und Infrastruktursektor profitieren kann, während das Handelsssegment den Vertrieb von Stahlprodukten über eigene Service- und Lagerstandorte bündelt und damit die Verbindung zu gewerblichen Kunden in zahlreichen Regionen sichert, wie aus der Segmentdarstellung im Geschäftsbericht 2024 hervorgeht.
Das Geschäftsmodell wird durch Industrieservices und weitere Aktivitäten ergänzt, zu denen unter anderem Beteiligungen an Technologie- und Engineeringgesellschaften gehören, die Leistungen rund um Stahlproduktion, Verarbeitung und Recycling anbieten und dadurch vertikale Integration sowie Effizienzgewinne unterstützen, wie das Management im Lagebericht 2024 betonte, der im März 2025 veröffentlicht wurde.
Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Salzgitter AG
Zu den zentralen Umsatztreibern der Salzgitter AG zählen Flachstahlprodukte, die vor allem in der Automobilindustrie, im Maschinenbau und in der Bauindustrie eingesetzt werden, wobei die Nachfrage stark von konjunkturellen Zyklen und Investitionsentscheidungen in diesen Branchen abhängt, wie aus der Nachfrageanalyse im Geschäftsbericht 2024 hervorgeht, der im März 2025 veröffentlicht wurde.
Ein weiterer wichtiger Faktor für die Umsatzentwicklung sind Grobblech- und Röhrenprodukte, die für Energie- und Infrastrukturprojekte genutzt werden, etwa für den Pipelinebau, Offshore-Anwendungen oder Großanlagen, wobei langfristige Projekte in diesen Bereichen für eine gewisse Visibilität bei der Auslastung sorgen können, wie die Gesellschaft im Geschäftsbericht 2024 erläuterte, veröffentlicht im März 2025, laut Unternehmensdarstellung.
Das Handelsssegment trägt ebenfalls signifikant zu Umsatz und Ergebnis bei, weil es die Vermarktung der Stahlprodukte in unterschiedliche Kundensegmente übernimmt und über Lager- und Servicegesellschaften eine flächendeckende Versorgung organisiert, insbesondere in Deutschland und weiteren europäischen Ländern, wie der Abschnitt zur Geschäftsstruktur im Geschäftsbericht 2024 zeigt, der im März 2025 publiziert wurde.
Preisniveaus auf den internationalen Stahlmärkten, Rohstoffkosten für Eisenerz, Kohle und Schrott sowie Energiepreise gehören zu den zentralen Einflussgrößen für die Margenentwicklung der Salzgitter AG, während die Fähigkeit, höhere Inputkosten durch Preiserhöhungen an Kunden weiterzugeben, maßgeblich über die Profitabilität entscheidet, wie der Vorstand im Rahmen des Ausblicks für 2025 ausführte, der im März 2025 veröffentlicht wurde.
Aktuelle Gewinnerwartungen und Prognoseanhebung bei Salzgitter AG
Jüngst haben Meldungen über eine deutliche Anhebung der Gewinnerwartungen bei der Salzgitter AG für Bewegung gesorgt, denn in einem Bericht vom 20.05.2026 wurde darauf verwiesen, dass das Unternehmen seine Prognosen aufgrund einer besseren operativen Entwicklung und eines freundlicheren Marktumfelds für Stahlprodukte nach oben angepasst habe, wie FinanzNachrichten.de Stand 20.05.2026 berichtete.
In diesem Kontext sei von einer klaren Verbesserung der Ergebniserwartungen die Rede gewesen, wobei sich die Anpassung sowohl auf das operative Ergebnis als auch auf das Konzernergebnis beziehen soll, nachdem die Nachfrage im Stahlsegment sowie im Röhren- und Handelssgeschäft solider ausfiel als zuvor angenommen, wie aus der gleichen Meldung hervorgeht, publiziert am 20.05.2026, laut FinanzNachrichten.de Stand 20.05.2026.
Konkrete Zahlen zu Umsatz und Ergebnis für das laufende Jahr wurden in den Kurzberichten nicht immer im Detail genannt, allerdings wird deutlich, dass die bisherige Unternehmensguidance als eher konservativ eingeschätzt wurde und die nun angehobenen Erwartungen die Zuversicht des Managements widerspiegeln, dass sich die Margen trotz volatiler Rahmenbedingungen stabilisieren oder sogar verbessern können, was wiederum das Anlegerinteresse erhöht.
Die Prognoseanhebung steht im Kontext einer Branche, in der Unternehmen regelmäßig ihre Erwartungen anpassen müssen, wenn sich Stahlpreise, Nachfrage und Energiekosten spürbar verändern, sodass eine klare Anhebung der Gewinnerwartung bei der Salzgitter AG als Signal gewertet wird, dass das Management positive Entwicklungen nicht nur als vorübergehend einstuft, sondern zumindest für die nächsten Quartale anhaltende Effekte erwartet.
Kursentwicklung der Salzgitter AG-Aktie im Lichte der neuen Erwartungen
Die Aktie der Salzgitter AG reagierte in den jüngsten Handelstagen positiv auf die erhöhten Gewinnerwartungen, wobei in Berichten am 20.05.2026 Kursniveaus von etwa 56,05 Euro und ein Tagesplus von rund 3,2 Prozent genannt wurden, laut FinanzNachrichten.de Stand 20.05.2026, was zeigt, dass die Marktteilnehmer die Prognoseanhebung zunächst honorierten.
Auch andere Plattformen verweisen darauf, dass sich die Aktie zeitweise zu den Gewinnern im deutschen Handelsverlauf zählte, wobei ein Bericht vom 20.05.2026 die Salzgitter AG als einen der besser laufenden Werte des Tages hervorhob, wie finanzen.ch Stand 20.05.2026 berichtete, in dem auf eine positive Intraday-Entwicklung hingewiesen wurde.
Die kurzfristige Kursreaktion ist jedoch in den Kontext einer bereits volatilen Historie der Salzgitter-Aktie einzuordnen, da Stahlwerte generell stark von Konjunktur- und Rohstoffzyklen beeinflusst werden und die Kurse entsprechend deutlichen Schwankungen unterliegen, wie längerfristige Charts der vergangenen Jahre zeigen, die Kursphasen mit starken Anstiegen und scharfen Korrekturen dokumentieren, etwa auf Xetra-Auswertungen, die sich in Marktübersichten wiederfinden.
Im Hinblick auf die mittelfristige Bewertung weisen einige Kurszielübersichten darauf hin, dass Analysten für die Salzgitter AG unterschiedliche Einschätzungen vertreten, wobei auf finanzen.net zuletzt ein durchschnittliches Kursziel genannt wurde, das über oder nahe dem aktuellen Kurs liegt, basierend auf mehreren Analystenschätzungen, die in den zwölf Monaten bis Mai 2026 aktualisiert wurden, laut finanzen.net Stand 20.05.2026.
Makro- und Branchenumfeld: Was bedeutet das für Salzgitter AG?
Die Salzgitter AG agiert in einem international wettbewerbsintensiven Stahlmarkt, der von globalen Konjunkturverläufen, Handelspolitik, Zöllen und Kapazitätsentwicklungen geprägt wird, sodass die Ertragslage des Unternehmens stets im Spannungsfeld zwischen Kosteneffizienz, Auslastung der Anlagen und Preisgestaltung auf dem Weltmarkt steht, wie branchenweite Analysen von Marktforschungsinstituten in den vergangenen Jahren mehrfach betonten.
Zu den relevanten Trends zählen eine Normalisierung der Stahlpreise nach Hochphasen, ein zunehmender Wettbewerb aus Regionen mit niedrigeren Produktionskosten sowie eine strukturelle Verschiebung der Nachfrage in Richtung höherwertiger, spezialisierter Stähle, etwa für Elektromobilität, erneuerbare Energien und effiziente Gebäudetechnik, wovon europäische Produzenten wie die Salzgitter AG durch technologische Kompetenz und Kundennähe profitieren können, wenn es gelingt, entsprechende Produkte zu platzieren.
Gleichzeitig spielt Energie eine zentrale Rolle für die Stahlbranche, da klassische Produktionsverfahren energieintensiv sind und die Kostenentwicklung bei Strom und Gas die Wettbewerbssituation beeinflusst, insbesondere in Deutschland, wo Energiepreise in den letzten Jahren immer wieder im Fokus standen, wobei politische Maßnahmen und Förderprogramme für energieintensive Industrien ebenfalls Einfluss auf die Rahmenbedingungen der Salzgitter AG haben.
Die Nachfrage nach Stahl wird zudem von Infrastrukturprogrammen und Investitionen in den Energiesektor beeinflusst, etwa beim Ausbau von Stromnetzen, Pipelines oder erneuerbaren Energieanlagen, sodass politische Entscheidungen zu Investitionsprogrammen in Europa und insbesondere in Deutschland direkte Auswirkungen auf die Auftragslage in Bereichen wie Grobblech und Röhren haben können, was der Salzgitter AG potenziell zusätzlichen Rückenwind verschafft.
Dekarbonisierung und Transformationsprojekte der Salzgitter AG
Ein zentrales Zukunftsthema für die Salzgitter AG ist die Dekarbonisierung der Stahlproduktion, bei der das Unternehmen mit dem Transformationsprogramm SALCOS (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) den schrittweisen Umstieg von der klassischen Hochofenroute auf wasserstoffbasierte Direktreduktion und elektrische Lichtbogenöfen anstrebt, um die CO2-Emissionen der Produktion deutlich zu reduzieren, wie das Unternehmen in verschiedenen Präsentationen und Berichten ausführt, etwa im Nachhaltigkeitsbericht 2024, der im April 2025 veröffentlicht wurde.
Im Rahmen von SALCOS sollen in mehreren Phasen bis zum Ende des Jahrzehnts wesentliche Teile der Rohstahlproduktion auf das neue Verfahren umgestellt werden, wodurch nach Unternehmensangaben ein erheblicher Teil der Emissionen eingespart werden kann, wenn ausreichend grüne Energie und Wasserstoff zur Verfügung stehen, wobei Salzgitter auch auf Fördermittel und politische Unterstützung für diese Transformation setzt, wie im Bericht zur Projektfinanzierung 2024 erläutert wurde, erschienen im April 2025.
Für Kunden aus Branchen wie Automobilbau und Maschinenbau sind CO2-arme oder CO2-reduzierte Stahlprodukte zunehmend ein wichtiger Faktor, weil sie selbst ihre Lieferketten klimafreundlicher gestalten wollen, sodass die Fähigkeit der Salzgitter AG, entsprechende Produkte in industriellem Maßstab anzubieten, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im kommenden Jahrzehnt werden könnte, wie aus Aussagen des Managements auf Kapitalmarkttagen 2024 hervorgeht, die in Präsentationsunterlagen dokumentiert wurden.
Die Transformationsprojekte sind jedoch mit hohen Investitionen verbunden, die sich über mehrere Jahre erstrecken und sowohl die Bilanz als auch den Cashflow belasten können, während zugleich die bestehende Produktion im laufenden Betrieb modernisiert wird, sodass die Salzgitter AG in einer Phase paralleler Systeme steht, in der sowohl traditionelle Anlagen als auch neue Technologieplattformen betrieben werden, was ein anspruchsvolles Management der Kapazitätsauslastung und der Investitionsplanung erfordert.
Kapitalstruktur, Investitionen und finanzielle Spielräume
Die Kapitalstruktur der Salzgitter AG ist durch eine Kombination aus Eigenkapital, langfristigen Finanzierungen und kurzfristigen Liquiditätslinien geprägt, wobei das Unternehmen in den vergangenen Jahren bemüht war, eine robuste Bilanzposition zu halten, um sowohl zyklische Schwankungen abzufedern als auch Spielräume für Zukunftsinvestitionen zu behalten, wie der Finanzbericht 2024 zeigt, der im März 2025 veröffentlicht wurde.
Für die Finanzierung der Dekarbonisierungs- und Transformationsprojekte nutzt die Salzgitter AG neben eigenen Mitteln auch Fremdkapitalinstrumente, Förderkredite und öffentliche Zuschüsse, etwa aus Programmen zur Unterstützung klimafreundlicher Industrieprojekte in Deutschland und der europäischen Union, wobei genaue Volumina und Konditionen je nach Projektphase variieren und in den jeweiligen Berichten zum Investitionsprogramm aufgeführt werden, die in den Jahren 2024 und 2025 veröffentlicht wurden.
Die Fähigkeit, trotz hoher Investitionen eine solide Bilanzstruktur zu wahren, ist für die Wahrnehmung an den Kapitalmärkten entscheidend, da Kreditratings, Finanzierungskosten und die Bereitschaft institutioneller Investoren, langfristig engagiert zu bleiben, stark von der Verschuldungssituation abhängen, was in den Erläuterungen des Managements zur mittelfristigen Finanzplanung mehrfach betont wurde, etwa im Rahmen einer Präsentation zur Kapitalmarktstrategie 2025.
Durch die jüngste Anhebung der Gewinnerwartungen verbessert sich aus Sicht vieler Marktteilnehmer die Ausgangslage, da höhere operative Erträge potenziell mehr Spielraum für Investitionen bieten, ohne die Verschuldung übermäßig ansteigen zu lassen, wodurch die Salzgitter AG ihre Transformationsvorhaben mit einer stärkeren internen Finanzierung untermauern könnte, sofern sich die positive Ergebnistendenz über mehrere Quartale hinweg bestätigt.
Dividendenpolitik und Aktionärsrendite bei Salzgitter AG
Die Dividendenpolitik der Salzgitter AG orientiert sich an der Ertragslage und der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns, wobei das Unternehmen in vergangenen Jahren je nach Ergebnislage teils moderate Dividenden ausgeschüttet, teils Ausschüttungen reduziert oder ausgesetzt hat, wenn die Rahmenbedingungen herausfordernd waren, wie aus den Hauptversammlungsunterlagen der Jahre 2022 bis 2024 hervorgeht, die jeweils im Vorfeld der Aktionärstreffen veröffentlicht wurden.
Im Geschäftsbericht 2024, veröffentlicht im März 2025, betonte das Management, dass eine nachhaltige Dividendenpolitik angestrebt wird, die sowohl angemessene Ausschüttungen an die Anteilseigner ermöglicht als auch die finanziellen Anforderungen der umfangreichen Transformationsinvestitionen berücksichtigt, wobei konkrete Ausschüttungsquoten von der Entwicklung des Jahresüberschusses und der Liquiditätssituation abhängen.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Prognoseanhebungen stellt sich für viele Anleger die Frage, ob und in welchem Umfang künftige Ergebnisverbesserungen in Form höherer Dividenden oder anderer Renditeformen an die Aktionäre zurückfließen könnten, wobei die Salzgitter AG in der Vergangenheit keinen Schwerpunkt auf große Aktienrückkaufprogramme gelegt hat, sondern primär über Dividenden Anteilseigner am wirtschaftlichen Erfolg beteiligte, wie aus früheren Beschlüssen der Hauptversammlung hervorgeht.
Gleichzeitig bleibt zu beachten, dass der Investitionsbedarf für Projekte wie SALCOS erheblich ist und möglicherweise Vorrang vor stark steigenden Ausschüttungen haben könnte, sodass die Dividendenpolitik in den kommenden Jahren maßgeblich von der Balance zwischen Wachstum, Dekarbonisierung und Aktionärsvergütung geprägt sein dürfte, was Anleger bei der langfristigen Einordnung der Salzgitter AG berücksichtigen.
Relevanz der Salzgitter AG für deutsche Anleger
Für Anleger in Deutschland ist die Salzgitter AG aus mehreren Gründen von Interesse: Zum einen ist die Aktie im regulierten Markt, unter anderem auf Xetra, handelbar und gehört damit zum Spektrum der liquiden deutschen Industriewerte, die von heimischen und internationalen Investoren beachtet werden, wie Handelsübersichten großer Börsenplattformen zeigen, die regelmäßig Volumen- und Kursdaten zu Salzgitter publizieren.
Zum anderen ist das Unternehmen fest in der deutschen Industrie verankert und beliefert zentrale Branchen wie Automobilbau, Maschinenbau, Bauwirtschaft und Energiewirtschaft, wodurch die Salzgitter AG eng mit der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland verknüpft ist und damit als Indikator für die Lage der heimischen Industrie gelten kann, wie aus Branchenkommentaren von Wirtschaftsmedien in den vergangenen Jahren hervorgeht.
Schließlich spielt auch die Rolle der Salzgitter AG in der Transformation hin zu einer klimafreundlicheren Industrie eine wichtige Rolle für die deutsche Wirtschaft, da die Dekarbonisierung der Stahlproduktion ein Baustein der nationalen Klimastrategie ist und der Erfolg von Projekten wie SALCOS signalisiert, inwieweit energieintensive Schlüsselbranchen in Deutschland international wettbewerbsfähig bleiben können, was wiederum langfristig Beschäftigung, Wertschöpfung und technologische Kompetenz im Land beeinflusst.
Risiken und Unsicherheiten im Geschäftsmodell der Salzgitter AG
Trotz der aktuellen Prognoseanhebung bleibt das Geschäftsmodell der Salzgitter AG mit erheblichen Risiken verbunden, die vor allem aus der ausgeprägten Zyklik des Stahlmarktes resultieren, da Nachfrage und Preise stark von globalen Konjunkturverläufen abhängen und bereits kleinere Verschiebungen in Angebot und Nachfrage zu deutlichen Preisschwankungen führen können, wie historische Marktanalysen zeigen, die die Volatilität der Stahlpreise über mehrere Jahrzehnte hinweg dokumentieren.
Ein weiterer Risikofaktor sind Energie- und Rohstoffkosten, die in Europa, insbesondere in Deutschland, in den letzten Jahren phasenweise deutlich gestiegen sind und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Produzenten in Regionen mit günstigeren Energiekosten beeinträchtigen können, sodass politische Entscheidungen zur Industriestrompreisentwicklung, CO2-Bepreisung und Energieversorgung maßgeblich über die Kostensituation der Salzgitter AG mitentscheiden.
Zudem birgt die Umsetzung großer Transformationsprojekte technologische, finanzielle und regulatorische Risiken, da Verzögerungen, Kostenüberschreitungen oder Änderungen bei Förderbedingungen die Kalkulationen des Unternehmens beeinflussen können, während die parallele Aufrechterhaltung der konventionellen Produktion und der Aufbau neuer Kapazitäten komplexe Steuerungsaufgaben mit sich bringt, wie Projektberichte und Investorenpräsentationen zu SALCOS verdeutlichen, die in den Jahren 2024 und 2025 veröffentlicht wurden.
Schließlich können geopolitische Spannungen, Handelsbeschränkungen und Importzölle die Rahmenbedingungen für den internationalen Stahlhandel schnell verändern, was Beschaffungs- und Absatzmärkte der Salzgitter AG beeinflusst und dazu führen kann, dass Marktanteile sich verschieben oder bisher profitable Exportmärkte schwieriger zu bedienen sind, wie Erfahrungen aus früheren Phasen mit Stahlzöllen in wichtigen Absatzmärkten zeigen.
Wichtige Termine und mögliche Katalysatoren für die Salzgitter AG-Aktie
Für die weitere Entwicklung der Salzgitter AG-Aktie sind neben den allgemeinen Marktbedingungen vor allem unternehmensspezifische Termine relevant, etwa die Veröffentlichung von Quartals- und Jahreszahlen, Kapitalmarkttage sowie Hauptversammlungen, bei denen das Management regelmäßig Ausblick, Investitionspläne und Dividendenpolitik erläutert, wobei die genauen Termine jeweils im Finanzkalender auf der Investor-Relations-Seite des Unternehmens ausgewiesen werden, laut Salzgitter AG Stand 10.05.2026.
Darüber hinaus können Fortschrittsmeldungen zu Transformationsprojekten, etwa neue Förderzusagen, Investitionsbeschlüsse, Inbetriebnahmen von Anlagen oder langfristige Lieferverträge für CO2-reduzierte Stähle, als Katalysatoren wirken, die die Wahrnehmung der langfristigen Perspektiven des Unternehmens bei Investoren beeinflussen, wobei solche Entwicklungen typischerweise über Ad-hoc-Mitteilungen, Pressemitteilungen oder Präsentationen auf Kapitalmarkttagen kommuniziert werden, wie aus früheren Meldungen in den Jahren 2023 bis 2025 ersichtlich ist.
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Fazit
Die Salzgitter AG steht aktuell im Zeichen einer deutlichen Anhebung der Gewinnerwartungen, die an der Börse kurzfristig für Aufwind sorgte und die Zuversicht des Managements in eine verbesserte Ergebnislage widerspiegelt, während gleichzeitig der tiefgreifende Umbau hin zu einer CO2-ärmeren Stahlproduktion die strategische Ausrichtung prägt. Für Anleger in Deutschland bleibt der Konzern damit ein wichtiger Industrievertreter, der sowohl Chancen aus der konjunkturellen Erholung und der Nachfrage nach höherwertigen Stählen bietet als auch Risiken aus Zyklik, Energiepreisen und Transformationskosten in sich trägt. Wie sich die Aktie in den kommenden Quartalen entwickelt, dürfte wesentlich davon abhängen, ob Salzgitter die angehobenen Prognosen bestätigen und zentrale Meilensteine bei den Transformationsprojekten planmäßig erreichen kann.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.
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