Rheinmetall Aktie: 1,94 Milliarden Euro im ersten Quartal
24.06.2026 - 04:25:02 | boerse-global.de
Friedenshoffnungen im Nahen Osten haben Rüstungsaktien am Montag belastet. Rheinmetall verlor zeitweise zwei Prozent, Hensoldt, Renk und TKMS gaben ebenfalls nach. Das Muster ist bekannt — und es zeigt, wie eng Verteidigungswerte an geopolitische Signale gekoppelt sind.
Abwärtstrend seit Monaten
Der Kursrückgang ist kein Tagesereignis. Seit Jahresanfang hat die Rheinmetall-Aktie rund 27 Prozent verloren. Auf Zwölfmonatssicht beträgt das Minus sogar 30,6 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro vom September 2025 liegt 41 Prozent über dem aktuellen Kurs von 1.169 Euro.
Die technischen Indikatoren bestätigen den Druck. Der Kurs notiert rund 8 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt — und fast 26 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Marktbeobachter beschreiben einen Abwärtskanal, der seit Januar läuft. Hinzu kommen Sorgen über das Tempo beim Abarbeiten der Auftragsbücher und über das Produktangebot bei sich verschiebenden Kriegsschwerpunkten.
Operativ läuft das Geschäft
Das Fundamentalbild erzählt eine andere Geschichte. Im ersten Quartal 2026 steigerte Rheinmetall den Umsatz um 8 Prozent auf knapp 1,94 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte auf 224 Millionen Euro nach 191 Millionen Euro im Vorjahr.
Für das Gesamtjahr hält der Konzern an seiner Prognose fest: Umsatz zwischen 14,0 und 14,5 Milliarden Euro, operative Marge von rund 19 Prozent. Das wäre ein massiver Sprung gegenüber den 9,9 Milliarden Euro aus 2025.
Zwei Konferenzen als nächste Bühne
Der Markt und das Unternehmen reden derzeit aneinander vorbei. Starke Auftragsbücher auf der einen Seite, politische Entspannungssignale auf der anderen.
Am 25. Juni nimmt Rheinmetall am Baader Bank Partner Summit teil. Ob das Management dort neue Signale zur Umsetzung der Prognose sendet, wird der Kurs registrieren. Das 52-Wochen-Tief bei 1.099,80 Euro liegt nur rund 6 Prozent unter dem aktuellen Niveau — der Puffer ist schmal.
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