Rheinmetall: 1,938 Mrd. verfehlt Konsens deutlich
08.05.2026 - 01:34:46 | boerse-global.deStarke Margen, schwache Umsätze — bei Rheinmetall klaffen im ersten Quartal Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Der Rüstungskonzern wächst zwar profitabel. Lieferverzögerungen und ein negativer Cashflow schicken die Aktie am Donnerstag aber auf Talfahrt.
Verschobene Aufträge bremsen das Wachstum
Der Düsseldorfer Konzern steigerte seinen Umsatz um knapp acht Prozent. Er erreichte 1,94 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit rund 2,3 Milliarden Euro gerechnet.
Besser lief es beim operativen Ergebnis. Hier verbuchte Rheinmetall ein Plus von 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Die operative Marge kletterte auf 11,6 Prozent. Die Folge: Das Unternehmen verdient an jedem umgesetzten Euro mehr.
Den Umsatzrückstand erklärt das Management mit zeitlichen Verschiebungen. Rheinmetall lieferte militärische Lastwagen später aus. Auch im spanischen Munitionswerk Murcia gab es Verzögerungen. Das Unternehmen will diese Aufträge nun im zweiten Quartal abrechnen.
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Cashflow sinkt, Auftragsbuch wächst
Ein Schwachpunkt der Bilanz ist der freie Cashflow. Dieser rutschte auf minus 285 Millionen Euro ab. Rheinmetall baut derzeit massiv Vorräte auf. Außerdem investiert der Konzern hohe Summen in das künftige Wachstum.
Die Auftragsbücher sind derweil prall gefüllt. Der Bestand inklusive Rahmenverträgen erreichte Ende März den Rekordwert von 73 Milliarden Euro.
Die neue Marinesparte trägt bereits dazu bei. Rheinmetall schloss im ersten Quartal die Übernahme von Naval Vessels Lürssen ab. Damit deckt der Konzern nun das komplette maritime Spektrum ab. Die Sparte steuert direkt 5,5 Milliarden Euro zum Auftragsbestand bei.
Aktie am Jahrestief
Trotz des holprigen Jahresstarts hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Rheinmetall peilt für 2026 einen Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll bei etwa 19 Prozent liegen.
An der Börse überwog am Donnerstag die Skepsis. Die Aktie brach um sechs Prozent auf 1.347,60 Euro ein. Damit notiert das Papier nur knapp über dem bisherigen Jahrestief.
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Zusätzliche Unsicherheit bringen Berichte über das Fregatten-Programm F126. Rheinmetall fordert hier offenbar zwölf Milliarden Euro zusätzlich von der Bundeswehr.
Konzernchef Armin Papperger nutzt den Kursrutsch und kauft eigene Aktien. Er investierte am Donnerstag gut eine halbe Million Euro. Das Geschäft soll sich im zweiten Quartal nun deutlich beschleunigen. Großvolumige Aufträge im Marine- und Fahrzeugbereich sollen die aktuelle Umsatzlücke dann zügig schließen.
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