Rambus Aktie: 8,41 Prozent Minus am Donnerstag
02.07.2026 - 18:20:02 | boerse-global.de
Die Halbleiterbranche zittert. Inmitten eines breiten Marktausverkaufs bricht der Kurs von Rambus massiv ein. Ein schwerer Kartellvorwurf gegen die Konkurrenz und neue Sorgen um den KI-Boom setzen das Papier unter Druck.
Eine Sammelklage in Kalifornien belastet derzeit das gesamte Speichersegment. Die Kläger werfen Schwergewichten wie Samsung und SK Hynix illegale Preisabsprachen vor. Die Hersteller sollen die Produktion von DRAM-Speichern künstlich verknappt haben, um die Preise zu treiben.
Rambus liefert wichtige Schnittstellen-Technologien für genau diese Speicherchips. Das Unternehmen reagiert deshalb hochempfindlich auf Turbulenzen bei den großen Produzenten. Parallel dazu verunsichert eine Meldung von Meta Platforms den Markt.
Berichten zufolge will der Tech-Gigant künftig eigene, freie KI-Rechenkapazitäten am Markt verkaufen. Das weckt Zweifel an der bisherigen Nachfrage-Euphorie bei den großen Cloud-Anbietern. Investoren fürchten nun eine drohende Überkapazität bei der Hardware.
Operativ lieferte Rambus zuletzt solide Ergebnisse ab. Der Gewinn je Aktie übertraf im ersten Quartal mit 0,63 US-Dollar die Schätzungen. Dennoch verlor das Papier am Donnerstag 8,41 Prozent und schloss bei 100,80 Euro.
Damit notiert der Titel fast 33 Prozent unter seinem Juni-Hoch. Das mittlere Kursziel der Analysten liegt derzeit bei rund 130 US-Dollar. Die US-Investmentbank Baird mahnte allerdings zuletzt zur Vorsicht im gesamten Speichersektor.
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