Nokia, Aktie

Nokia Aktie: 111% Anstieg seit Jahresanfang

19.05.2026 - 14:34:46 | boerse-global.de

Nokia präsentiert sich als KI-Infrastrukturzulieferer und treibt den Konzernumbau voran. Die Aktie verzeichnet trotz hoher Bewertung starke Kursgewinne.

Nokia Aktie: 111% Anstieg seit Jahresanfang - Foto: über boerse-global.de
Nokia Aktie: 111% Anstieg seit Jahresanfang - Foto: über boerse-global.de

Nokia nutzt diese Woche gleich zwei Branchenbühnen, um den eigenen Umbau sichtbar zu machen. Der Konzern rückt weg von konsumnaher Hardware und stellt KI-taugliche Netzinfrastruktur in den Mittelpunkt. Für die Aktie ist das mehr als eine Imagefrage: Der Kurs hat die neue Erzählung bereits stark eingepreist.

Zwei Auftritte, eine Botschaft

Die International Telecoms Week läuft vom 18. bis 21. Mai in National Harbor, Maryland, und bringt mehr als 7.000 Führungskräfte aus Telekommunikation, Seekabeln und KI-Infrastruktur zusammen. Nokia tritt dort als Gold Sponsor auf.

Am 19. Mai hält der Technikchef eine Keynote mit dem Titel „Connectivity 2030“. Der Inhalt passt zur neuen Linie: Netze sollen nicht nur schneller werden, sondern von Beginn an auf KI-Datenströme ausgelegt sein.

Parallel dazu zeigt Nokia Federal auf der SOF Week private Mobilfunknetze für Verteidigung und kritische Kommunikation. Damit adressiert der Konzern Kunden jenseits klassischer Netzbetreiber. Unternehmen, Behörden und Sicherheitsorganisationen sollen stärker ins Zentrum rücken.

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Portfolio wird schlanker

Der Umbau zeigt sich auch im Portfolio. Ende April 2026 vereinbarten Inseego und Nokia die Übernahme des Fixed-Wireless-Access-CPE-Geschäfts durch Inseego. Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 geplant und steht unter üblichen Bedingungen.

Beim Vollzug soll Nokia zunächst rund 7% an Inseego erhalten. Das Paket aus Stammaktien und Warrants wird mit 20 Mio. US-Dollar bewertet.

Anschließend ist eine zusätzliche Investition von 10 Mio. US-Dollar geplant. Dadurch würde Nokias Anteil auf etwa 11% steigen. Beide Unternehmen wollen außerdem bei der nächsten Mobilfunkgeneration und Wireless Edge zusammenarbeiten.

Auch personell setzt Nokia ein Signal. Emma Falck übernimmt zum 1. September 2026 die Leitung von Mobile Infrastructure und zieht in die Konzernführung ein. Sie kommt von Siemens und soll ein Geschäft stabilisieren, das in den vergangenen Jahren eher gebremst hat.

KI-Geschäft treibt die Neubewertung

Die Zahlen geben dem Strategiewechsel Rückenwind. Im ersten Quartal 2026 erreichte Nokia einen Nettoumsatz von 4,5 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis stand ein Wachstum von 4%.

Deutlich dynamischer entwickelte sich die KI- und Cloud-Sparte. Dort legte der Umsatz um 49% zu. Das Segment steht inzwischen für 8% der Konzernerlöse, während die KI-bezogenen Aufträge in einem Quartal die Marke von 1 Mrd. Euro überschritten.

Nokia hob deshalb die Wachstumsprognose für KI und Cloud an. Statt 16% erwartet der Konzern nun eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 27% bis 2028.

Auch die Profitabilität verbessert sich nach der Infinera-Übernahme. Die vergleichbare Bruttomarge lag zuletzt bei 45,5%, dazu kam eine Nettoliquidität von 3,8 Mrd. Euro.

Der Markt hat diese Fortschritte schnell verarbeitet. Am Montag schloss die Aktie bei 11,78 Euro; in den vergangenen 30 Tagen steht ein Plus von 31,62%, seit Jahresanfang sogar von 111,57%.

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Damit läuft die Bewertung den klassischen Analystenmodellen teilweise davon. Die Deutsche Bank bestätigte am 15. Mai ihre Kaufempfehlung, hob das Kursziel aber nur von 7,50 auf 8,50 Euro an.

Ein zusätzlicher Umsatzbeitrag könnte aus Data-Center-Switching kommen. Die Bank sieht dort Potenzial von 400 Mio. Euro. Das passt zur Kernthese: Nokia wird stärker als Infrastrukturzulieferer für KI-Rechenleistung wahrgenommen.

Bis 2028 peilt der Konzern einen vergleichbaren operativen Gewinn von 2,7 bis 3,2 Mrd. Euro an. In Network Infrastructure sollen die Margen mittelfristig in eine Spanne von 13% bis 17% steigen.

Am 23. Juli folgen die Halbjahreszahlen. Dann liefern Auftragseingang, Margen und der KI-Umsatzmix den nächsten konkreten Prüfstein für eine Aktie, die dem operativen Fortschritt bereits weit vorausgeeilt ist.

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