Nintendo, Aktie

Nintendo Aktie: 38,27 Euro knapp über 52-Wochen-Tief

27.05.2026 - 03:03:15 | boerse-global.de

Nintendo bringt mit „Pictonico!“ ein neues Free-to-Play-Spiel aufs Smartphone, während die Aktie nahe ihrem Jahrestief notiert.

Nintendo Aktie: 38,27 Euro knapp über 52-Wochen-Tief - Foto: über boerse-global.de
Nintendo Aktie: 38,27 Euro knapp über 52-Wochen-Tief - Foto: über boerse-global.de

Nintendo erweitert sein Geschäft auf dem Smartphone. Mit „Pictonico!“ bringt der Konzern ein neues Spiel für iOS und Android an den Start und setzt dabei auf ein Modell mit kostenfreiem Einstieg und optionalen digitalen Zusatzinhalten. Der Schritt passt zur Strategie, die eigene Markenwelt über die klassische Spielkonsole hinaus zu vermarkten.

Der Zeitpunkt ist interessant. Die Aktie hat in den vergangenen Wochen deutlich verloren und notiert mit 38,27 Euro nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 36,70 Euro. Seit Jahresanfang liegt sie rund 34 Prozent im Minus, auf Sicht von zwölf Monaten sogar mehr als 48 Prozent.

Mobile Sparte als zweites Standbein

Im Mobile- und IP-Geschäft erwirtschaftete Nintendo im vergangenen Geschäftsjahr rund 73,5 Milliarden Yen. Das ist gemessen am Gesamtkonzern noch klein, zeigt aber, dass die Firma ihre bekannten Figuren und Marken immer stärker auf zusätzliche Plattformen zieht. Genau darauf zielt auch „Pictonico!“ ab: Nutzer können eigene Fotos in Minispiele einbauen.

Für Nintendo ist das mehr als ein einzelner App-Start. Das Unternehmen will die Bindung zur eigenen Marke stärken und zugleich neue Erlöse jenseits der Hardware generieren. Parallel dazu bleibt das Kerngeschäft mit der Switch 2 entscheidend.

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Gedämpfter Ausblick belastet

Der jüngste Jahresabschluss fiel noch stark aus. Der Umsatz erreichte 2,313 Billionen Yen, der Nettogewinn stieg um 52,1 Prozent auf 424,06 Milliarden Yen. Für das laufende Geschäftsjahr bremst der Konzern aber spürbar ab.

Nintendo rechnet mit einem Rückgang des Nettogewinns um etwa 27 Prozent auf 310 Milliarden Yen. Beim Umsatz peilt das Management 2,05 Billionen Yen an. Belastend wirken vor allem höhere Kosten für Speicherchips und steigende Frachtkosten, die den Aufwand in der Herstellung um 100 Milliarden Yen erhöhen sollen.

Switch 2 bleibt der Taktgeber

Trotz der vorsichtigeren Prognose läuft die Switch 2 weiter gut. Bis Ende März kam die Konsole auf 19,86 Millionen verkaufte Einheiten, für das laufende Jahr hat Nintendo ein Auslieferungsziel von 16,5 Millionen Stück gesetzt. Das zeigt: Die neue Hardware trägt, auch wenn der Kostendruck zunimmt.

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Hinzu kommt die Software-Pipeline. Nintendo will Ende August auf der Gamescom präsent sein, außerdem steht im Juni ein „Star Fox“-Titel im Kalender. Genau solche Veröffentlichungen dürften wichtig werden, um die Stimmung rund um die Aktie zu stabilisieren. Mit einem Kurs deutlich unter den gleitenden Durchschnitten bleibt der Markt skeptisch, auch wenn die hohe Volatilität zeigt, wie schnell die Richtung wechseln kann.

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