Münchener, Rück

Münchener Rück Aktie: 18,5 Prozent Geschäftsabbau im April

13.05.2026 - 05:29:33 | boerse-global.de

Munich Re verzeichnet Gewinnsprung dank ausbleibender Katastrophen, leidet aber unter rückläufigem Neugeschäft und fallenden Preisen.

Münchener Rück Aktie: 18,5 Prozent Geschäftsabbau im April - Foto: über boerse-global.de
Münchener Rück Aktie: 18,5 Prozent Geschäftsabbau im April - Foto: über boerse-global.de

Starker Gewinn, schwacher Kurs: Bei Munich Re passt die Oberfläche nicht zur Marktreaktion. Der Rückversicherer verdient deutlich mehr, weil teure Katastrophenschäden ausbleiben. Der eigentliche Knackpunkt liegt im Neugeschäft. Dort akzeptiert der Konzern weniger Volumen, um Margen zu schützen.

Die Aktie schloss am Dienstag bei 473,10 Euro und damit am 52-Wochen-Tief. Seit Jahresanfang steht ein Minus von 13,83 Prozent zu Buche.

Gewinnqualität stimmt

Im ersten Quartal verdiente Munich Re unter dem Strich gut 1,7 Milliarden Euro. Das waren rund 57 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Wert lag etwa im Rahmen der Markterwartungen.

Der wichtigste Grund war der Vergleich mit dem schwachen Vorjahr. In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung lagen die Großschäden diesmal bei 130 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten die Waldbrände in Kalifornien die Belastung auf mehr als eine Milliarde Euro getrieben.

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In der Schaden-Rückversicherung stieg der Gewinn um 145 Prozent auf 841 Millionen Euro. Die Schaden-Kosten-Quote fiel auf 66,8 Prozent. Analysten hatten hier deutlich schlechtere Werte erwartet.

Auch das Kapitalanlageergebnis half spürbar. Es konnte den schwächeren Umsatz aber nicht überdecken.

Neugeschäft bremst die Stimmung

Der Versicherungsumsatz sank um fünf Prozent auf 15 Milliarden Euro. Erwartet war ein Anstieg. Das Management verwies vor allem auf negative Währungseffekte, weil der US-Dollar gegenüber dem Euro nachgab.

Schwerer wiegt für den Markt aber die Entwicklung in den Vertragsverhandlungen. Munich Re fährt Geschäft zurück, wenn die Preise nicht mehr zum Risiko passen. Das schützt die Marge, kostet aber Wachstum.

Bei der April-Erneuerung zeichnete Munich Re 18,5 Prozent weniger Geschäft. Das gezeichnete Prämienvolumen lag bei zwei Milliarden Euro. Die Preise sanken bereinigt um Inflation und veränderte Risiken um 3,1 Prozent.

Das Signal ist klar: Der Rückversicherer nimmt fallende Preise nicht einfach mit. Schon zum Jahresstart hatte der Konzern auf Verträge verzichtet, wenn die Konditionen nicht überzeugten. Kurz gesagt: Qualität vor Volumen.

Der Vergleich mit Hannover Rück verschärft diesen Punkt. Die kleinere Konkurrentin baute ihr Geschäft trotz ähnlicher Preisentwicklung kräftig aus. Munich Re wählte den defensiveren Weg.

Finanzvorstand Andrew Buchanan verteidigte die Disziplin. Er sieht die Preise vor allem im Naturkatastrophen-Geschäft als zentralen Hebel. Das Preisniveau sei weiter gut, die Portfolioqualität hoch.

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Prognose bleibt intakt

Die Belastungen durch den Krieg am Persischen Golf bleiben bislang begrenzt. Munich Re beziffert die Schäden auf rund 90 Millionen Euro. Etwa zwei Drittel davon entfallen auf Global Specialty Insurance.

Am Jahresziel hält das Management fest. Buchanan sieht Munich Re auf Kurs zu einem Jahresgewinn von 6,3 Milliarden Euro. Mittelfristig will der Konzern Kosten senken.

Bis 2030 sollen rund 600 Millionen Euro wegfallen. Das soll helfen, den Ergebnisdruck abzufedern, falls die Preise im Markt weiter nachgeben.

Im Juli folgt die nächste Erneuerungsrunde. Munich Re erwartet dort ein weitgehend stabiles Preisniveau. Schwächere Konditionen würden den Druck auf Umsatz und Aktie erhöhen. Stabile Preise würden die harte Zeichnungspolitik stützen.

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