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Meta Aktie: 8.000 Stellen gestrichen, 7.000 in KI

27.05.2026 - 00:45:44 | boerse-global.de

Meta streicht tausende Stellen und setzt verstärkt auf KI-Agenten. Der Konzern baut Hierarchien ab und investiert massiv in die KI-Infrastruktur.

Meta Aktie: 8.000 Stellen gestrichen, 7.000 in KI - Foto: über boerse-global.de
Meta Aktie: 8.000 Stellen gestrichen, 7.000 in KI - Foto: über boerse-global.de

Meta baut gleichzeitig Personal ab und die KI-Sparte aus. Der Konzern streicht Tausende Stellen, verschiebt Mitarbeiter in spezialisierte Teams und will Routinearbeit künftig stärker von KI-Agenten erledigen lassen. Das ist kein kleiner Umbau, sondern ein klarer Wechsel des Betriebsmodells.

Tausende Stellen fallen weg

Seit dem 20. Mai reduziert Meta die Belegschaft um rund 8.000 Beschäftigte. Das entspricht etwa 10 Prozent der Gesamtbelegschaft. Parallel dazu hat der Konzern 7.000 Mitarbeiter in KI-Teams umgeschichtet und 6.000 offene Stellen gestrichen.

CTO Andrew Bosworth treibt den Umbau voran. Nach internen Vorgaben sollen KI-Agenten wiederkehrende Aufgaben übernehmen, während die verbleibenden Mitarbeiter stärker in Kontrolle und Anleitung eingebunden werden. Passend dazu weitet Meta den Führungsbereich der Manager stark aus: von einem Verhältnis von 1:8 bis hin zu 1:50.

Das senkt die Zahl der Hierarchieebenen. Es erhöht aber auch den Druck auf die verbliebenen Teams, weil weniger Führungskräfte deutlich mehr direkte Verantwortung tragen.

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KI-Training sorgt für Ärger

Zusätzliche Spannungen entstehen durch das sogenannte „Model Capability Initiative“. Das Programm erfasst Aktivitäten auf Firmengeräten, darunter Tastatureingaben, Mausbewegungen und Bildschirminhalte. Diese Daten fließen offenbar in das Training der KI-Modelle ein.

Für US-Beschäftigte gibt es keine Opt-out-Möglichkeit. Mehr als 1.000 Mitarbeiter haben deshalb eine Petition gegen die Datenerfassung unterschrieben. Europäische Beschäftigte sind wegen der DSGVO ausgenommen.

Rechtsrisiken bleiben hoch

Auch juristisch wird Meta nicht ruhiger arbeiten. Der Supreme Court lehnte am 26. Mai die Annahme eines Berufungsverfahrens ab, das aus Vermont stammt. In der Klage geht es um den Vorwurf, Meta habe Instagram und andere Plattformen so gestaltet, dass sie bei Minderjährigen süchtig machendes Verhalten fördern.

Parallel dazu hat sich der Konzern im Mai mit einem Schulbezirk in Kentucky vertraulich geeinigt. Die Region hatte Schadenersatz wegen Jugendmentalgesundheit und Social-Media-Nutzung verlangt. Insgesamt laufen in den USA rund 1.200 ähnliche Verfahren.

Starkes Quartal, teure Wette

Operativ kommt Meta aus einem kräftigen ersten Quartal. Der Umsatz stieg um 33,1 Prozent auf 56,31 Milliarden Dollar, der Nettogewinn lag bei 26,8 Milliarden Dollar. Darin steckt allerdings ein spürbarer Steuereffekt.

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An der Börse ist die Stimmung trotzdem weniger euphorisch als früher. Die Aktie notiert bei 525,30 Euro, knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 530,84 Euro und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Seit dem Jahresanfang steht ein Minus von 5,39 Prozent zu Buche.

Wells Fargo senkte das Kursziel am 26. Mai von 770 auf 765 Dollar und beließ die Einstufung bei „Overweight“. Der Grund sind vor allem die hohen Investitionen: Für 2026 plant Meta Ausgaben von 125 bis 145 Milliarden Dollar, um KI-Infrastruktur und Reality Labs zu finanzieren. Genau dort liegt jetzt der Knackpunkt. Meta muss den Umbau schnell in Produktivität übersetzen, sonst frisst die KI-Offensive mehr Kapital, als sie kurzfristig zurückliefert.

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