LVMH Aktie: Marc Jacobs für eine Milliarde verkauft
22.05.2026 - 16:09:49 | boerse-global.deDer Luxusgigant LVMH ändert seine Strategie. Nach Jahren auf Einkaufstour trennt sich der Konzern von der Marke Marc Jacobs. Der Verkaufspreis liegt bei rund einer Milliarde US-Dollar. Die Botschaft ist klar: LVMH zieht sich aus dem schwächelnden mittleren Preissegment zurück.
Fokus auf absolute Luxusgüter
Ein Joint Venture aus WHP Global und der G-III Apparel Group übernimmt das Label. G-III steuert als operativer Partner etwa 500 Millionen Dollar bei. Namensgeber Marc Jacobs bleibt dem Haus als Kreativdirektor erhalten.
Für LVMH ist dieser Schritt ungewöhnlich. Seit der Jahrtausendwende kaufte der Konzern deutlich mehr Marken, als er verkaufte. Der jetzige Verkauf folgt auf eine spürbare Marktschwäche. Im ersten Quartal 2026 stagnierte das organische Wachstum von LVMH bei einem Prozent. Die wichtige Sparte für Mode und Lederwaren schrumpfte sogar um fünf Prozent.
Währenddessen glänzt die Konkurrenz. Richemont meldete zuletzt ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 13 Prozent. Treiber war das Schmuckgeschäft mit Marken wie Cartier. Die Folge: Hochpreisiger Luxus schlägt derzeit saisonale Mode. LVMH steht nun unter Druck. Der Konzern muss die Margen seiner Kernmarken dringend optimieren.
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Weitere Verkäufe möglich
Marktbeobachter erwarten weitere Verkäufe. LVMH prüft offenbar Marken, die weniger als ein Prozent zum Gesamtumsatz beitragen. Auf der Streichliste könnten Namen wie Fresh oder Make Up For Ever stehen. Auch ein Verkauf der Anteile an Fenty Beauty steht im Raum.
Parallel dazu setzt Finanzchef Jean-Jacques Guiony den Rotstift an. Er kürzt Budgets für Marketing und Modenschauen. Das Ziel: Die operative Marge soll stabil bleiben. Im vergangenen Jahr lag diese bei 22 Prozent.
Schwacher Kurs
An der Börse hinterlässt die Flaute tiefe Spuren. Die LVMH-Aktie notiert aktuell bei rund 474 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf 26 Prozent. Damit handelt das Papier deutlich unter der 200-Tage-Linie.
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Ein wesentlicher Grund für die Talfahrt ist das schwache China-Geschäft. Dort brachen die Umsätze zuletzt zweistellig ein. Trotz des Kursverfalls bleibt die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 22 vergleichsweise teuer. Der Verkauf von Marc Jacobs markiert nun den Startschuss für einen strengeren Sparkurs.
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