Lucid, Group

Lucid Group Aktie: 1.500 Jobs gestrichen

02.07.2026 - 17:29:30 | boerse-global.de

Lucid Group streicht 1.500 Stellen und baut die Führungsetage um. Die Aktie fällt nach Bekanntgabe des Sparprogramms um über sieben Prozent.

Lucid Group: Neuer CEO leitet radikalen Sparkurs mit Massenentlassungen ein
Lucid - Eine abstrakte, atmosphärische Darstellung der Automobilindustrie mit einem Gefühl der Unsicherheit und Kontraktion. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

E-Autobauer Lucid Group durchläuft einen tiefgreifenden Wandel. Der neue CEO Silvio Napoli sortiert die Führungsetage komplett neu und kappt gleichzeitig Hunderte Stellen. Die Aktie fällt daraufhin um mehr als sieben Prozent auf 6,14 US-Dollar.

1.500 Jobs gestrichen, zweite Schicht fällt weg

Die Produktions- und Auslieferungszahlen für das zweite Quartal 2026 zeigen eine gemischte Bilanz: 4.774 Fahrzeuge gebaut, 3.953 ausgeliefert. Das reicht dem neuen Management nicht. Napoli leitet ein striktes Sparprogramm ein: Rund 18 Prozent der US-Belegschaft müssen gehen — etwa 1.500 Beschäftigte. Zudem fällt die zweite Schicht im Werk Casa Grande weg.

Die Einsparungen summieren sich auf jährlich rund 158 Millionen US-Dollar. Parallel arbeitet Lucid an der Modellpalette. Ein günstigeres Crossover-Modell namens „Cosmos“ soll unter 50.000 Dollar kosten.

Neue Führungscrew

Napoli hat die Chefetage grundlegend umgebaut. Der bisherige Finanzvorstand Taoufiq Boussaid verlässt das Unternehmen nach einer Übergangszeit. Sechs neue Führungskräfte treten an:

  • Alexander De Bock wird neuer CFO, kommt von TI Automotive.
  • Raja Ramana Macha übernimmt als Chief Technology Officer.
  • Billy Hayes wird Chief Customer Officer.
  • Hugo Martinho startet als Chief Transformation Officer am 1. August.
  • Kay Stepper wird Präsident von Lucid Technologies und verantwortet Robotaxi, KI und Fahrassistenz.
  • Christian Appel steigt zum VP of Program Management auf.

Das Ziel: die Organisation verschlanken und schneller handlungsfähig machen.

Juristische Altlasten und Ausblick

Die Restrukturierung findet unter verschärfter Beobachtung statt. Lucid sieht sich einer Sammelklage in Kalifornien gegenüber. Der Vorwurf: angebliche Falschaussagen zu Produktions- und Lieferkapazitäten im ersten Quartal 2026. Die Frist zur Benennung möglicher Hauptkläger endet am 28. Juli.

Die Aktie notiert aktuell rund 37 Prozent über ihrem diesjährigen Tief von 4,47 US-Dollar. Vom 52-Wochen-Hoch bei 31,30 Dollar ist Lucid dagegen mehr als 80 Prozent entfernt. Der nächste Zwischenbericht im August wird zeigen, ob der Sparkurs das Blatt wenden kann.

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