KNDS, Aktie

KNDS Aktie: Lazard berät Doppellisting 2026

19.05.2026 - 12:09:33 | boerse-global.de

Der Panzerbauer KNDS treibt seinen Börsengang 2026 mit Lazard als Berater voran und plant ein Doppellisting in Frankfurt und Paris.

KNDS Aktie: Lazard berät Doppellisting 2026 - Foto: über boerse-global.de
KNDS Aktie: Lazard berät Doppellisting 2026 - Foto: über boerse-global.de

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS hält an seinem Fahrplan fest und treibt den Börsengang für 2026 voran. Das Unternehmen hat die Investmentbank Lazard als Berater engagiert. Geplant ist ein Doppellisting in Frankfurt und Paris.

Zuletzt kursierten Gerüchte über eine mögliche Verzögerung. KNDS-Chef Jean-Paul Alary wies diese Ende vergangener Woche jedoch zurück. Die Vorbereitungen laufen nach Plan. Der Vorstand hatte den Schritt bereits Ende 2025 beschlossen, um den Zugang zum Kapitalmarkt zu öffnen. Das Ziel: frisches Geld für neue Technologien und den Ausbau der Produktion. Ein Doppellisting soll zudem eine flexiblere Unternehmensstruktur schaffen.

Ringen um die Anteile

Aktuell gehört KNDS zu gleichen Teilen dem französischen Staat und einer deutschen Eigentümerfamilie. Die Erben des früheren Krauss-Maffei Wegmann-Konzerns wollen ihren Anteil reduzieren. Das ruft die Bundesregierung auf den Plan, die sich über die staatliche KfW-Bank einkaufen will. KNDS-Chef Alary signalisierte bereits, dass er eine staatliche Beteiligung begrüßen würde.

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Berlin will damit nationale Sicherheitsinteressen wahren und ein Gegengewicht zum französischen Einfluss aufbauen. Die KfW lässt den Einstieg derzeit von JPMorgan prüfen. Allerdings gibt es Konkurrenz. Der Munitionshersteller CSG hat der Eigentümerfamilie offenbar ebenfalls ein Angebot vorgelegt. Das dürfte spannend werden.

Volle Auftragsbücher

Finanziell steht der Panzerbauer robust da. KNDS verzeichnete zuletzt einen Rekordauftragseingang von 11,2 Milliarden Euro. Der Jahresumsatz kletterte parallel dazu auf 3,8 Milliarden Euro. Das Management investiert die Gewinne direkt in den Kapazitätsausbau.

Der Auftragsbestand summierte sich Ende 2024 auf rund 23,5 Milliarden Euro. Diese Summe sichert die Umsätze für die kommenden Jahre ab. Um die Aufträge abzuarbeiten, baut das Unternehmen seine Belegschaft massiv aus. Tausende neue Mitarbeiter kamen in den vergangenen Monaten an Bord. Der geplante Börsengang soll nun die nötige finanzielle Flexibilität für das weitere Wachstum liefern.

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