H-Power: Hy-5-Modul mit 500 Kilogramm Kapazität
15.05.2026 - 03:54:40 | boerse-global.deAFC Energy heißt jetzt H-Power plc. Der neue Name ist mehr als Kosmetik. Er soll den Fokus klar auf die Vermarktung der eigenen Ammoniak-Technologie für Wasserstoff und Brennstoffzellen legen.
Der Börsenhandel unter dem neuen Ticker HPOW läuft seit dem 13. Mai an der Londoner AIM. Einen Tag später zog auch die Website auf h-power.co.uk um. Die Aktie schloss gestern bei 0,18 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund 47 Prozent im Plus.
Vom Pilotprojekt zum Geschäft
Im Zentrum der Strategie steht die Anlage in Dunsfold. Dort hat die britische Umweltbehörde im Februar die Forschungs- und Entwicklungsgenehmigung so angepasst, dass der Verkauf von niedrigem CO2-Wasserstoff an Dritte möglich wird. Das dürfte den Weg zu ersten Umsätzen verkürzen.
Die Pilotanlage kann bis zu 300 Kilogramm Wasserstoff pro Tag produzieren. Das Unternehmen verweist außerdem auf einen Reinheitsgrad von 99,97 Prozent und die Einstufung nach ISO 14687 Grade D. Für industrielle Abnehmer ist das ein wichtiger Nachweis. Ohne belastbare Qualität bleibt der Markt für solche Anlagen klein.
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Geschäftsmodell mit zwei Bausteinen
H-Power will nicht nur Wasserstoff erzeugen, sondern ihn zusammen mit den eigenen Brennstoffzellen als Komplettlösung verkaufen. Das Management spricht von einem „Fuel as a Service“-Modell. Gemeint ist eine dezentrale Stromversorgung als Alternative zu Dieselgeneratoren, etwa für Industrie, Transport und abgelegene Standorte.
Der Zielpreis für den Wasserstoff liegt bei 10 Pfund je Kilogramm. Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben bei den Gesamtkosten mit Dieselsystemen der Stufe 5 mithalten. Ob das im Alltag gelingt, hängt vor allem von Auslastung, Logistik und Projektgrößen ab.
Skalierung bleibt der eigentliche Test
Parallel dazu arbeitet H-Power mit dem Joint-Venture-Partner Industrial Chemicals Group an größeren Produktionskapazitäten. Dazu laufen Gespräche mit der Umweltbehörde über einen standardisierten Rahmen für weitere Cracking-Anlagen in Großbritannien. Das soll Genehmigungen für künftige Einheiten beschleunigen.
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Im Raum steht auch das containerisierte Modul „Hy-5“, das täglich bis zu 500 Kilogramm Wasserstoff liefern soll. Die Strategie setzt klar auf Produktion vor Ort. Das reduziert Transport- und Lagerkosten und passt zum Ziel, die Technik schneller in den Markt zu bringen.
An der Börse bleibt das Bild volatil, aber freundlich. Der Kurs liegt rund 21 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und gut 40 Prozent über der 200-Tage-Linie. Der RSI von 40,2 signalisiert eher abwartende Stimmung als Überhitzung. Damit richtet sich der Blick jetzt auf neue kommerzielle Verträge und darauf, wie rasch H-Power aus der Umbenennung messbare Umsätze macht.
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