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Greenland Resources Aktie: Kanada investiert erstmals

30.06.2026 - 01:25:35 | boerse-global.de

Kanada gewährt Greenland Resources 7 Mio. CAD für Molybdän-Forschung in Grönland. Das Projekt soll westliche Abhängigkeiten von China reduzieren.

Greenland Resources: Kanada fördert Molybdän-Projekt in Grönland
Greenland - Eine kanadische Flagge weht vor einer rauen, eisigen Landschaft Grönlands mit Bergbauinfrastruktur im Hintergrund. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Kanada wird zur ersten G7-Nation, die direkt in den Bergbau in Grönland investiert. Mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss von 7 Millionen kanadischen Dollar hat Natural Resources Canada eine Fördervereinbarung mit Greenland Resources unterzeichnet — ein Signal, das über das Projektbudget weit hinausreicht.

Worum es beim Zuschuss konkret geht

Das Förderprogramm "Critical Minerals Research, Development and Demonstration" finanziert ein metallurgisches Untersuchungsprogramm, das bis März 2028 läuft. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Primärmolybdän aus dem Malmbjerg-Erzköper effizient mit Salz- und Süßwasser aufbereitet werden kann. Parallel dazu prüfen kanadische Fachberater, ob Magnesium und Seltene Erden als Nebenprodukte wirtschaftlich gewinnbar sind — sowohl aus dem Erzkörper selbst als auch aus dem bei der Verarbeitung genutzten Salzwasser.

Gelingt das, könnte Greenland Resources die Projektökonomie erheblich verbessern. Die bestehende Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2022 rechnet auf Basis eines Molybdänpreises von 18 Dollar je Pfund bereits mit einer Investitionsrendite von 33,8 Prozent nach Steuern und einem Investitionsvolumen von 820 Millionen Dollar. Nebenprodukte wären dabei noch nicht eingepreist.

Molybdän und die geopolitische Dimension

Das Timing ist kein Zufall. China kontrolliert rund 40 Prozent der globalen Molybdänproduktion und verhängte Anfang 2025 Exportbeschränkungen auf das Metall. Seither wächst der Druck auf westliche Regierungen, alternative Versorgungsquellen zu sichern. Molybdän gilt sowohl in der EU als auch in den USA als kritisches Mineral — unverzichtbar für Hochleistungsstahl in Luft- und Raumfahrt, Verteidigungstechnik und Energieanlagen.

Das Malmbjerg-Projekt deckt laut Machbarkeitsstudie rechnerisch rund 25 Prozent des jährlichen EU-Gesamtbedarfs und den vollständigen Verteidigungsbedarf der EU ab. Die Europäische Kommission hatte das Projekt im Dezember 2025 bereits als prioritäres EU-Vorhaben eingestuft. Kanadas Förderentscheidung ergänzt diese Rückendeckung nun um die erste staatliche Finanzierungszusage aus dem G7-Raum.

Bis März 2028 sollen die metallurgischen Tests konkrete Ergebnisse liefern — und damit die Grundlage für eine aktualisierte Wirtschaftlichkeitsrechnung schaffen, die Magnesium und Seltene Erden erstmals vollständig berücksichtigt.

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