Fujikura, Aktie

Fujikura Aktie: 40 Prozent Absturz in vier Tagen

22.05.2026 - 12:36:54 | boerse-global.de

Trotz Rekordumsatz und verdoppelter Dividende bricht Fujikura-Aktie ein. Grund ist ein enttäuschender Ausblick und ein zu niedriger Mittelfristplan.

Fujikura Aktie: 40 Prozent Absturz in vier Tagen - Foto: über boerse-global.de
Fujikura Aktie: 40 Prozent Absturz in vier Tagen - Foto: über boerse-global.de

Innerhalb von vier Handelstagen hat Fujikura rund 40 Prozent seines Börsenwerts verloren. Vom Allzeithoch bei 7.855 Yen am 14. Mai schrumpfte die Marktkapitalisierung um etwa 5,6 Billionen Yen — ein Einbruch, der zeigt, wie hoch die Erwartungen an den japanischen Glasfaserspezialisten geschraubt worden waren.

Zahlen gut, Ausblick enttäuschend

Auslöser war ein klassisches Missverhältnis zwischen starken Ergebnissen und schwachem Ausblick. Für das Geschäftsjahr bis März 2026 meldete Fujikura Rekordwerte: Der Umsatz kletterte um knapp 21 Prozent auf 1,18 Billionen Yen, das operative Ergebnis stieg um 39 Prozent auf 188,7 Milliarden Yen.

Der Markt schaute jedoch sofort nach vorn. Für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres prognostiziert das Management lediglich 6,3 Prozent Umsatzwachstum und zwei Prozent mehr operativen Gewinn. Analysten hatten dreistellige Wachstumsraten erwartet — schließlich gilt Fujikura als Schlüssellieferant für KI-Infrastruktur, und genau diese Fantasie hatte den Kurs bis auf das Allzeithoch getrieben.

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Mittelfristplan verfehlt die Messlatte

Zwei Tage nach den Quartalszahlen legte Fujikura seinen neuen Mittelfristplan bis 2036 vor. Das operative Gewinnziel für das Geschäftsjahr bis März 2029 liegt bei 315 Milliarden Yen — ein Wert, den institutionelle Investoren als zu niedrig einstuften, um die zuletzt aufgerufene Bewertung zu rechtfertigen. Hinzu kommen Bedenken über mögliche Kapazitätsengpässe und steigende Beschaffungskosten für externe Glasfasern, die derzeit 15 bis 20 Prozent des Jahresbedarfs ausmachen.

Expansion läuft trotzdem

Operativ hält Fujikura Kurs. Das Unternehmen plant, seine Produktionskapazität für hochdichte Glasfaserprodukte zu verdreifachen. In Chiba entsteht für 40 Milliarden Yen ein neues Werk, das im Dezember 2030 den Betrieb aufnehmen soll. Im Juni 2026 folgt die Gründung einer US-Tochtergesellschaft in Delaware, um direkte Infrastrukturinvestitionen in den Vereinigten Staaten zu ermöglichen. Das Gesamtbudget für den Ausbau der Glasfasersparte ist auf 300 Milliarden Yen gedeckelt.

Dividende mehr als verdoppelt

Auf der Kapitalseite setzt Fujikura ein deutliches Signal. Die Jahresdividende für das abgelaufene Geschäftsjahr steigt auf 225 Yen je Aktie — mehr als das Doppelte der 100 Yen aus dem Vorjahr. Die Ausschüttungsquote soll künftig bei 40 statt bisher 30 Prozent liegen. Die nächste Zahlung ist für den 29. Juni 2026 terminiert. Ob das reicht, um das Vertrauen jener Investoren zurückzugewinnen, die auf dreistelliges Wachstum gewettet hatten, wird sich spätestens mit den Halbjahreszahlen im Herbst zeigen.

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