EQS-News: FamiCord AG verzeichnet erwartungsgemäß schwächeren Start in das Geschäftsjahr 2026 bei anhaltendem Gegenwind aus dem Markt und robuster Abonnementbasis (deutsch)
29.05.2026 - 07:00:12 | dpa.deFamiCord AG verzeichnet erwartungsgemäß schwächeren Start in das Geschäftsjahr 2026 bei anhaltendem Gegenwind aus dem Markt und robuster Abonnementbasis
EQS-News: FamiCord AG / Schlagwort(e): Quartalsergebnis
FamiCord AG verzeichnet erwartungsgemäß schwächeren Start in das
Geschäftsjahr 2026 bei anhaltendem Gegenwind aus dem Markt und robuster
Abonnementbasis
29.05.2026 / 07:00 CET/CEST
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FamiCord AG verzeichnet erwartungsgemäß schwächeren Start in das
Geschäftsjahr 2026 bei anhaltendem Gegenwind aus dem Markt und robuster
Abonnementbasis
* Konzernumsatzerlöse sinken in Q1 2026 um 2,7 Prozent auf EUR 21,5 Mio.
* Wiederkehrende Umsatzerlöse aus Abonnementmodellen steigen um 7,8
Prozent und gleichen schwächeres Neukundengeschäft sowie geringere
Prepaid-Verlängerungen teilweise aus
* EBITDA aufgrund schwächerer Geschäftsentwicklung und höherer Kostenbasis
um 28,8 Prozent auf EUR 2,2 Mio. rückläufig; Prognose für das
Geschäftsjahr 2026 bestätigt
Leipzig, 29. Mai 2026 - FamiCord AG, Europas führende Zellbank und weltweit
die drittgrößte, hat in einem Umfeld, das weiterhin von einer gedämpften
Konsumentenstimmung, historisch niedrigen Geburtenraten und zunehmendem
Kostendruck in mehreren europäischen Märkten geprägt war, einen schwächeren
Start in das Geschäftsjahr 2026 verzeichnet. Die bereits in der zweiten
Hälfte des vierten Quartals 2025 sichtbar gewordene Abschwächung im
Neukundengeschäft setzte sich im ersten Quartal 2026 erwartungsgemäß fort.
Gleichzeitig profitierte die Gesellschaft weiterhin von der zunehmenden
Bedeutung abonnementbasierter Vertragsmodelle, die den wiederkehrenden
Anteil der Umsatzbasis des Konzerns weiter stärkten.
Im ersten Quartal 2026 gingen die Konzernumsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr
um 2,7 Prozent auf EUR 21,5 Mio. zurück (Q1 2025: EUR 22,1 Mio.). Der
Nettobetrag der in Rechnung gestellten Leistungen (B2C) blieb mit EUR 18,8
Mio. weitgehend stabil (Q1 2025: EUR 19,0 Mio.). Dagegen erhöhte sich der
darin enthaltene Nettobetrag der jährlich wiederkehrenden Vorauszahlungen um
7,8 Prozent auf EUR 6,5 Mio. (Q1 2025: EUR 6,0 Mio.). Diese Entwicklung
spiegelt das anhaltend herausfordernde Marktumfeld wider, in dem historisch
niedrige Geburtenraten, erhöhte Inflation, höhere Verbraucherpreise und
gestiegene Energiekosten die Bereitschaft der Kunden belasten, langfristige
Produkte im Bereich der Stammzelleneinlagerung für Familien abzuschließen.
Der Vertragsmix verschob sich daher weiter in Richtung wiederkehrender
Modelle. Während dies die Stabilität und Planbarkeit der langfristigen
Umsatzbasis des Konzerns unterstützt, gingen die Umsatzerlöse aus
Verlängerungen und Prolongationen von Prepaid-Verträgen um 12,1 Prozent auf
EUR 1,7 Mio. zurück (Q1 2025: EUR 2,0 Mio.). Zusammen mit dem schwächeren
Neukundengeschäft bedeutete dies, dass positive Preiseffekte und der höhere
Anteil abonnementbasierter Verträge nicht ausreichten, um den niedrigeren
Beitrag aus Prepaid-Verträgen vollständig auszugleichen.
Aus regionaler Sicht war die schwächere Marktentwicklung in den meisten
Märkten des Konzerns sichtbar. Diese breit angelegte Zurückhaltung stand
weitgehend im Einklang mit dem bereits für das Schlussquartal 2025
beschriebenen Trend. Positive Ausnahmen bildeten Rumänien, die Türkei und
insbesondere der Nahe Osten, wo sich die Nachfrage erneut deutlich positiv
entwickelte. Das in diesen Märkten erzielte Wachstum reichte jedoch nicht
aus, um die insgesamt verhaltene Nachfrage im Konzern zu kompensieren.
Das EBITDA belief sich im ersten Quartal 2026 auf EUR 2,2 Mio. (Q1 2025: EUR
3,1 Mio.), entsprechend einer EBITDA-Marge von 10,4 Prozent (Q1 2025: 14,2
Prozent). Trotz strikter Kostendisziplin sah sich die Gesellschaft einer
unvermeidlich höheren Kostenbasis gegenüber. Konkret wurden die Umsatzkosten
durch höhere Personalkosten belastet. Zusammen mit dem geringeren
Geschäftsvolumen und niedrigeren Umsatzerlösen führte dies zu dem genannten
Rückgang des EBITDA. Die Marketing- und Vertriebskosten gingen zurück, da
die Gesellschaft ihre Marketingaktivitäten an das schwächere Marktumfeld
anpasste. Diese Einsparungen wurden jedoch teilweise durch höhere
Verwaltungskosten ausgeglichen, die auch notwendige Steigerungen der
Personalkosten sowie höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erfüllung
von Berichtspflichten umfassten. Darüber hinaus stellte das erste Quartal
2025 im Vergleich zu den nachfolgenden Quartalen des Jahres eine
außergewöhnlich starke Vergleichsbasis dar.
Die wesentlichen Kennzahlen zur Geschäftsentwicklung stellen sich wie folgt
dar:
IFRS, in TEUR Q1 Q1
2026 2025
Konzernumsatzerlöse 21.496 22.087 -2,-
7%
Bruttoergebnis vom Umsatz 12.812 13.500 -5,-
1%
EBITDA (fortgef. Geschäftsbereiche) 2.228 3.132 -28-
,9%
EBITDA-Marge [%] 10,4% 14,2% -3,-
8
PP
EBIT 198 1.020 -80-
,6%
Periodenergebnis (fortgef. Geschäftsbereiche) -219 -660 66,-
8%
Ergebnis je Aktie [in EUR] -0,01 -0,04 75,-
0%
Operativer Cashflow 1.884 1.286 46,-
5%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (ggü. 13.840 11.878 16,-
31. Dez. 2025) 5%
Vorjahreszahlen im Rahmen der konzernweiten
Harmonisierung der Berichtsstrukturen angepasst
(siehe Anhang zum Konzernabschluss).
Der operative Cashflow entwickelte sich deutlich besser als im
Vorjahreszeitraum und verbesserte sich um 46,5 Prozent auf EUR 1,9 Mio. (Q1
2025: EUR 1,3 Mio.). Während die gesamte Cashflow-Entwicklung auch die
schwächere operative Entwicklung im ersten Quartal und den negativen
Periodenfehlbetrag widerspiegelt, wurde der operative Cashflow durch
Working-Capital-Bewegungen gestützt. Der Anstieg der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente im ersten Quartal wurde hauptsächlich durch einen
positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit getragen, einschließlich einer
höheren Inanspruchnahme von Kreditlinien und des entsprechenden Anstiegs
zinstragender Darlehen. Infolgedessen erhöhten sich die Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente zum 31. März 2026 um 16,5 Prozent auf EUR 13,8
Mio. (31. Dezember 2025: EUR 11,9 Mio.).
Auch die Eigenkapitalposition entwickelte sich schwächer und ging um 13,5
Prozent auf EUR 4,7 Mio. zurück (31.12.2025: EUR 5,4 Mio.). Das Eigenkapital
verringerte sich infolge des operativen Ergebnisses, während die Bilanzsumme
zunahm. In der Folge sank die Eigenkapitalquote zum 31. März 2026 auf 2,9
Prozent (31.12.2025: 3,3 Prozent). Der Vorstand überwacht die
Kapitalstruktur, Liquidität und den finanziellen Handlungsspielraum des
Konzerns weiterhin eng.
Wie bereits kommuniziert, fokussiert sich FamiCord weiterhin auf das
Kerngeschäft der Stammzelleneinlagerung für Familien. Das anhaltend
schwierige Marktumfeld erfordert strikte Kostendisziplin und eine
sorgfältige Allokation der Managementkapazitäten und finanziellen
Ressourcen. Gleichzeitig prüft die Gesellschaft Möglichkeiten, ihre
mittelfristigen Wachstumsperspektiven zu verbessern.
"Wir haben bereits in unserer letzten Meldung darauf hingewiesen, dass sich
das Neukundengeschäft seit der zweiten Hälfte des vierten Quartals 2025
spürbar abgeschwächt hat. Erwartungsgemäß hat das erste Quartal 2026 noch
keine Trendumkehr gezeigt", erklärt Jakub Baran, CEO der FamiCord AG. "Vor
diesem Hintergrund setzen wir die Optimierung unserer Kostenbasis fort und
bewahren zugleich die Stärken unseres Geschäftsmodells. Die wachsende
Abonnementbasis unterstützt die Stabilität unserer Umsatzerlöse, und wir
prüfen darüber hinaus Chancen in angrenzenden Bereichen, die uns dabei
helfen können, die Gesellschaft im Zeitverlauf weiter zu stärken. Zudem
sehen wir eine gewisse Verbesserung in unseren CDMO-Aktivitäten und
erwarten, in den kommenden zwei bis drei Monaten zwei wichtige
Vereinbarungen mit neuen Kunden zu unterzeichnen."
Der Vorstand beurteilt das wirtschaftliche Umfeld in Europa weiterhin mit
Vorsicht. Neben historisch niedrigen Geburtenraten in den Hauptmärkten des
Konzerns wird die Konsumentenstimmung weiterhin durch erhöhte Inflation,
höhere Energiekosten sowie eine breitere makroökonomische und politische
Unsicherheit belastet. Da diese Entwicklung bereits im Prognosebericht des
Geschäftsberichts 2025 berücksichtigt wurde, bestätigt der Vorstand seine
Prognose für das Geschäftsjahr 2026 und erwartet Umsatzerlöse in einer
Bandbreite von EUR 80 Mio. bis EUR 90 Mio. sowie ein EBITDA in einer
Bandbreite von EUR 9,0 Mio. bis EUR 11,0 Mio.
Der Vorstand und der Bereich Investor Relations der FamiCord AG stehen
institutionellen Investoren, Analysten und Pressevertretern für
Einzelgespräche zur weiteren Erläuterung der Geschäftsentwicklung zur
Verfügung. Weitere Informationen zu FamiCord und den verbundenen
Tochtergesellschaften finden sich unter www.famicord.com.
Kontakt:
FamiCord AG
Ingo Middelmenne
Leiter Investor Relations
Telefon: +49 (0174) 9091190
E-Mail: ingo.middelmenne@famicord.com
Unternehmensprofil
FamiCord (vormals Vita 34) wurde 1997 in Leipzig gegründet und ist heute mit
Abstand die führende Zellbank in Europa sowie die drittgrößte weltweit. Als
erste private Nabelschnurblutbank Europas und Pionier im Cell Banking bietet
die Gesellschaft seitdem als Full-Service-Anbieter für die Kryokonservierung
die Entnahme, Logistik, Verarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus
Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und anderen postnatalen Geweben an. Die
spendereigenen Zellen können entweder direkt als Arzneimittel eingesetzt
werden oder als wertvolles Ausgangsmaterial für medizinische Zelltherapien
dienen; sie werden im Dampf von Flüssigstickstoff vital erhalten. Kunden aus
rund 50 Ländern haben bei FamiCord bereits mit deutlich über einer Million
eingelagerten Einheiten biologischen Materials Vorsorge für die Gesundheit
ihrer Familien getroffen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft im Bereich
Cell and Gene CDMO tätig.
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: FamiCord AG
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04103 Leipzig
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