EssilorLuxottica, FR0000121667

EssilorLuxottica-Aktie (FR0000121667): Beteiligungsausbau bei Nikon und schwankender Kurs im Fokus

18.05.2026 - 22:26:25 | ad-hoc-news.de

EssilorLuxottica baut seine Beteiligung an Nikon weiter aus, während der Aktienkurs zuletzt im volatileren Umfeld des CAC 40 unter Druck stand. Was hinter der Strategie des Optikriesen steckt und was deutsche Anleger zur Aktie wissen sollten.

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EssilorLuxottica steht aktuell gleich aus zwei Gründen im Fokus vieler Anleger: Zum einen baut der Brillen- und Linsenhersteller seine Beteiligung am japanischen Optikkonzern Nikon weiter aus, zum anderen zeigt der Aktienkurs im derzeit nervösen Marktumfeld deutliche Ausschläge. Diese Mischung aus strategischer Weichenstellung und kurzfristigen Kursschwankungen rückt die EssilorLuxottica-Aktie verstärkt in den Blick von Investoren, auch in Deutschland.

Am 15.05.2026 verlor die EssilorLuxottica-Aktie im frühen Handel im Umfeld eines schwächeren CAC 40 zwischen 1,1 und 1,7 Prozent, wie eine Marktübersicht zu französischen Standardwerten berichtete, in der EssilorLuxottica neben anderen Schwergewichten als Verlierer genannt wurde, laut Finanznachrichten Stand 15.05.2026. Auf Xetra wurde die Aktie am 15.05.2026 zuletzt mit 174,35 Euro und einem Tagesplus von 0,61 Prozent gehandelt, während der Handel in Frankfurt 175,65 Euro und ein Plus von 1,56 Prozent auswies, laut Onvista Stand 15.05.2026.

Stand: 18.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: EssilorLuxottica
  • Sektor/Branche: Augenoptik, Konsumgüter, Luxusgüter
  • Sitz/Land: Paris, Frankreich
  • Kernmärkte: Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik
  • Wichtige Umsatztreiber: Brillengläser, Sonnenbrillen, Korrektionsbrillen, Lizenzmarken
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Euronext Paris (Ticker: EL)
  • Handelswährung: Euro

EssilorLuxottica: Kerngeschäftsmodell

EssilorLuxottica ist einer der weltweit führenden Konzerne für Augenoptik und Brillenmode. Das Unternehmen entstand 2018 aus der Fusion des französischen Linsenherstellers Essilor und des italienischen Brillenherstellers Luxottica. Seither bündelt der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette rund um die Sehkraft, von der Entwicklung und Produktion von Brillengläsern bis hin zum Design, der Fertigung und dem Vertrieb von Fassungen und Sonnenbrillen.

Die Gruppe vereint bekannte Eigenmarken und Lizenzmarken unter einem Dach. Zu den bekannten Marken gehören etwa Ray-Ban und Oakley im Sonnenbrillenbereich sowie verschiedene Handelsmarken für Korrektionsbrillen. Darüber hinaus hält EssilorLuxottica zahlreiche Lizenzen für Luxuslabels aus dem Modebereich, die Brillen als Ergänzung ihrer Kollektionen anbieten. Dieses Zusammenspiel von medizinischer Optik und Lifestyle-Produkten macht das Geschäftsmodell für unterschiedliche Kundensegmente attraktiv.

Ein zentraler Bestandteil des Geschäfts ist die Entwicklung von Korrektionsgläsern, etwa Gleitsicht-, Einstärken- oder Spezialgläsern für bestimmte Sehbedürfnisse. Durch fortlaufende Forschung und Entwicklung versucht EssilorLuxottica, neue Beschichtungen, bessere Bildschärfe und individuellere Lösungen anzubieten. Die medizinische Komponente erzeugt häufig wiederkehrende Nachfrage, da Sehstärken sich ändern und Brillen in regelmäßigen Abständen ersetzt werden müssen.

Parallel dazu betreibt der Konzern ein breit aufgestelltes Retailgeschäft. Dazu zählen Optikerketten, Monomarken-Stores und Franchise-Modelle in vielen Ländern. In den letzten Jahren hat EssilorLuxottica die Verzahnung von Großhandel, Eigenfilialen und Online-Vertrieb schrittweise ausgebaut. Die Möglichkeit, Produkte sowohl über unabhängige Optiker als auch über eigene Läden und digitale Kanäle zu vertreiben, stärkt die Preissetzungsmacht und erhöht die Sichtbarkeit der Marken.

Das Unternehmen ist zudem im Bereich Kontaktlinsen und nachgelagerter optischer Dienstleistungen aktiv. So werden Mess- und Diagnosegeräte für Optiker sowie digitale Plattformen unterstützt, welche die Anpassung von Gläsern an die individuellen Bedürfnisse erleichtern. In vielen Märkten ist EssilorLuxottica dadurch nicht nur Produktlieferant, sondern auch ein wichtiger Technologiepartner für den Fachhandel.

Ein wichtiger Aspekt des Geschäftsmodells besteht in der Kontrolle über zentrale Markenrechte. Die Lizenzverträge mit Modemarken ermöglichen es EssilorLuxottica, hochwertige Kollektionen anzubieten, die sich im Premiumsegment positionieren. Gleichzeitig wird mit Eigenmarken und Handelsmarken ein breiteres Preisspektrum abgedeckt. Diese Bandbreite von Einstiegs- bis Luxusklasse erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Nachfrageschwankungen in einzelnen Segmenten.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von EssilorLuxottica

Zu den wichtigsten Umsatztreibern von EssilorLuxottica zählen Korrektionsbrillen und Sonnenbrillen. In alternden Gesellschaften nimmt der Bedarf an optischen Sehhilfen tendenziell zu, da Fehlsichtigkeit mit dem Alter häufiger auftritt. Hinzu kommen mehr Bildschirmarbeit und eine veränderte Lebensweise, die für zusätzliche Belastung der Augen sorgen. Diese strukturellen Trends begünstigen den Absatz von Korrektionsgläsern und Brillenfassungen über längere Zeiträume.

Im Premiumsegment spielen Marken wie Ray-Ban eine Schlüsselrolle. Ray-Ban gilt in vielen Märkten als ikonische Sonnenbrillenmarke und wird sowohl im klassischen Handel als auch online stark nachgefragt. Luxuriöse Lizenzkollektionen, etwa mit Modehäusern aus dem High-End-Bereich, ergänzen dieses Angebot. Hier profitiert EssilorLuxottica von höheren Margen und einem Publikum, das eher mode- und markenorientiert kauft.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist der Ausbau des Retailnetzes. EssilorLuxottica betreibt in verschiedenen Regionen eigene Optikerketten und Einzelhandelsformate, in denen sowohl Eigen- als auch Fremdmarken verkauft werden. Diese direkte Präsenz beim Endkunden ermöglicht es, Trends schneller zu erkennen, die Preispolitik aktiv zu gestalten und die Kundenbindung zu vertiefen. Gleichzeitig wird der Absatz der eigenen Glas- und Fassungsproduktion abgesichert.

Digitalisierung ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Online-Vertriebskanäle für Sonnenbrillen und bestimmte Arten von Brillen haben sich in den letzten Jahren deutlich entwickelt. EssilorLuxottica versucht, die Online-Präsenz durch eigene Plattformen und Kooperationen zu stärken. Dies umfasst beispielsweise die Möglichkeit, Modelle virtuell anzuprobieren oder Rezepte digital zu hinterlegen. Langfristig kann die Verbindung von Online-Services mit stationärer Beratung zu einem integrierten Omnichannel-Angebot führen.

Regional betrachtet sind Nordamerika und Europa bedeutende Umsatzquellen, doch auch Asien-Pazifik gewinnt an Gewicht. In Schwellenländern sorgt der zunehmende Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen dafür, dass Fehlsichtigkeiten häufiger diagnostiziert und behandelt werden. Damit steigt auch die Zahl der Brillenträger. EssilorLuxottica ist in vielen dieser Märkte bereits präsent und versucht, Vertriebsnetze und Partnerschaften weiter auszubauen.

Darüber hinaus sind Kooperationen und Beteiligungen im Bereich Optik von strategischer Bedeutung. Im Rahmen dieser Strategie hat EssilorLuxottica seit 2024 seine Beteiligung am japanischen Kameraund Optikkonzern Nikon schrittweise erhöht. Ein Branchenbericht stellte im Jahr 2025 dar, dass der Anteil im September 2025 bei 9,62 Prozent lag und ein weiterer Ausbau diskutiert wurde, laut Photografix Magazin Stand 26.09.2025. Diese Beteiligung fügt sich in die übergeordnete Ausrichtung ein, technologische Kompetenz und Marktstellung im Bereich Optik zu stärken.

Mit Blick auf Kennzahlen wie Gewinn je Aktie und Dividenden spielt die Ertragskraft des Kerngeschäfts eine zentrale Rolle. Analystenschätzungen, die auf Finanzportalen zusammengefasst werden, erwarten für EssilorLuxottica für das Jahr 2025 einen Gewinn je Aktie von etwa 5,04 Euro mit einem Anstieg auf 5,86 Euro im Jahr 2026, wie eine Übersicht der erwarteten Fundamentaldaten zeigt, laut Onvista Stand 15.05.2026. Prognostizierte Dividenden von 4,00 Euro für 2025 und 4,15 Euro für 2026 unterstreichen die Bedeutung von Ausschüttungen als Bestandteil der Gesamtrendite aus Sicht vieler Anleger.

Dabei lassen sich aus Bewertungskennziffern wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) Rückschlüsse auf die Markterwartungen ziehen. Ausgehend von den genannten Schätzungen ergibt sich für 2025 ein in der Übersicht angegebenes KGV von etwa 53,55, das laut Prognose für 2026 auf etwa 29,55 fallen soll, laut Onvista Stand 15.05.2026. Dies deutet auf hohe Erwartungen an weiter steigende Gewinne hin, wobei die tatsächliche Entwicklung von Konjunktur, Konsumklima und operativer Performance abhängt.

EssilorLuxottica und Nikon: Bedeutung des Beteiligungsausbaus

Die zunehmende Beteiligung von EssilorLuxottica an Nikon hat in der Optikbranche für Aufmerksamkeit gesorgt. Nikon ist seit vielen Jahren ein etablierter Anbieter von Kameras, Objektiven und optischen Komponenten. Darüber hinaus ist das Unternehmen in Bereichen wie Medizintechnik und Präzisionsoptik aktiv. Die Kombination aus EssilorLuxottica als führendem Anbieter von Brillengläsern und Fassungen und Nikon als Technologieanbieter im Bereich Optik hat aus strategischer Sicht Potenzial.

Ein Branchenbericht fasste im Herbst 2025 zusammen, dass EssilorLuxottica seinen Anteil an Nikon seit 2024 kontinuierlich ausgebaut hat und im September 2025 bei 9,62 Prozent lag, laut Photografix Magazin Stand 26.09.2025. In diesem Zusammenhang wurde diskutiert, welche Optionen sich aus einer stärkeren Verflechtung ergeben könnten, etwa intensivere Kooperationen bei optischen Technologien oder perspektivisch eine weitergehende strategische Partnerschaft.

Für EssilorLuxottica kann eine Beteiligung dieser Größenordnung mehrere Funktionen erfüllen. Zum einen eröffnet sie die Möglichkeit, von der wirtschaftlichen Entwicklung Nikons zu profitieren. Zum anderen stärkt sie den Einfluss auf eine Firma, die in angrenzenden Technologiefeldern aktiv ist. In der Optikbranche spielen Präzisionsfertigung, Beschichtungen und Innovationen bei Linsenmaterialien eine wichtige Rolle. Synergien können sowohl bei Forschung und Entwicklung als auch bei der industriellen Umsetzung neuer Technologien entstehen.

Die Berichte über einen möglichen Verkauf oder strukturelle Veränderungen bei Nikon, die im Markt diskutiert wurden, hatten zeitweise auch Auswirkungen auf die Kursentwicklung der Nikon-Aktie und zogen mediale Aufmerksamkeit auf sich. In dieser Berichterstattung wurde EssilorLuxottica regelmäßig als wesentlicher Aktionär erwähnt, was die Verbindung zwischen beiden Unternehmen in das Bewusstsein vieler Anleger brachte. Für EssilorLuxottica bedeutet dies, dass strategische Entscheidungen bei Nikon aufmerksam verfolgt werden, da sie indirekt auf die Beteiligung durchschlagen können.

Ob und in welchem Umfang EssilorLuxottica diese Beteiligung weiter erhöhen oder in eine engere operative Zusammenarbeit überführen könnte, ist offen und hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter regulatorische Rahmenbedingungen und die Zustimmung anderer Aktionäre. Für Anleger ist entscheidend, dass der Konzern mit dieser Beteiligung zusätzliche Optionen im Technologiebereich der Optik erhält, ohne sein Kerngeschäft im Brillen- und Linsensegment aus den Augen zu verlieren.

Die Entwicklung der Beteiligung an Nikon dürfte bei zukünftigen Unternehmenspräsentationen und Kapitalmarkttagen eine Rolle spielen. Investoren achten darauf, wie das Management die strategische Logik dieses Engagements erläutert und in welche Richtung sich die Kooperation bewegt. So kann die Beteiligung langfristig zu einem zusätzlichen Wachstumstreiber werden oder vor allem eine finanzielle Beteiligung bleiben, die primär der Portfolio-Diversifikation im Optikbereich dient.

Kursentwicklung und Bewertung der EssilorLuxottica-Aktie

Die Kursentwicklung der EssilorLuxottica-Aktie steht im Spannungsfeld zwischen defensiven Optik-Nachfragefaktoren und zyklischem Konsumverhalten bei Premium- und Luxusbrillen. Am 15.05.2026 notierte die Aktie auf Xetra bei 174,35 Euro mit einem Tagesplus von 0,61 Prozent und in Frankfurt bei 175,65 Euro mit einem Plus von 1,56 Prozent, laut Onvista Stand 15.05.2026. Gleichzeitig zeigte sich an der Pariser Heimatbörse eine nur geringe Veränderung von 0,03 Prozent auf 173,25 Euro, was die Unterschiede zwischen den Handelsplätzen verdeutlicht.

Im Intraday-Verlauf stehen solche Bewegungen häufig in Zusammenhang mit der allgemeinen Marktstimmung, wie der Blick auf den CAC 40 zeigt. Der französische Leitindex lag am 15.05.2026 gegen Mittag bei 7.895,19 Punkten und damit 0,72 Prozent im Minus, nachdem er zuvor auf ein Tagestief von 7.854,28 Punkten gefallen war, laut Finanznachrichten Stand 15.05.2026. EssilorLuxottica zählte an diesem Tag in der Übersicht zu den Titeln, die zwischen 1,1 und 1,7 Prozent nachgaben, was die Sensitivität der Aktie gegenüber Marktbewegungen unterstreicht.

Auf längere Sicht beurteilen Anleger die Bewertung des Konzerns anhand von Kennzahlen wie KGV, PEG-Ratio und Dividendenrendite. In einer Übersicht zu erwarteten Fundamentaldaten wurden für EssilorLuxottica für das Jahr 2025 ein KGV von etwa 53,55 und für 2026 ein erwartetes KGV von 29,55 ausgewiesen, basierend auf entsprechenden Gewinnschätzungen je Aktie von 5,04 Euro für 2025 und 5,86 Euro für 2026, laut Onvista Stand 15.05.2026. Diese Zahlen deuten auf eine Bewertung hin, die von dynamischem Gewinnwachstum ausgeht.

Die Dividendenpolitik stellt einen weiteren Bezugspunkt dar. Die genannte Übersicht nennt für 2025 eine erwartete Dividende von 4,00 Euro je Aktie und für 2026 von 4,15 Euro. Daraus ergab sich zum genannten Kursniveau eine erwartete Dividendenrendite von rund 1,48 Prozent für 2025 und 2,39 Prozent für 2026, laut Onvista Stand 15.05.2026. Für einkommensorientierte Anleger ist die Kombination aus Dividende und möglichem Gewinnwachstum ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung des Titels.

Bewertungskennziffern wie das PEG-Verhältnis, das das KGV mit dem erwarteten Gewinnwachstum in Beziehung setzt, werden in der Übersicht ebenfalls genannt. Für 2025 wird dort ein PEG von rund 3,28 und für 2026 von 1,63 angegeben, laut Onvista Stand 15.05.2026. Ein sinkendes PEG im Zeitverlauf deutet darauf hin, dass der Markt mittelfristig eine spürbare Steigerung der Gewinne erwartet, welche eine hohe Ausgangsbewertung mittragen soll.

Für Anleger aus Deutschland ist relevant, dass die Aktie nicht nur in Paris, sondern auch auf deutschen Handelsplätzen wie Frankfurt und Xetra gehandelt wird. Dies erleichtert den Zugang und ermöglicht den Handel während der regulären Handelszeiten des deutschen Marktes. Zudem ist EssilorLuxottica Bestandteil wichtiger europäischer Indizes, was dazu führt, dass viele Fonds und ETFs den Wert halten und damit für eine gewisse Grundliquidität sorgen.

Die kurzfristige Kursentwicklung wird neben der allgemeinen Börsenstimmung von unternehmensspezifischen Nachrichten, Quartalsberichten und Branchentrends beeinflusst. Im Luxus- und Konsumgüterbereich können etwa Veränderungen im Konsumverhalten, Wechselkurseffekte oder Reiserestriktionen spürbare Auswirkungen haben. Im Brillen- und Linsensegment wirkt die demografisch getriebene Nachfrage dagegen stabilisierend.

EssilorLuxottica im Umfeld der europäischen Konsum- und Luxuswerte

EssilorLuxottica ist an der Börse in einem Umfeld positioniert, das von großen europäischen Konsum- und Luxuswerten geprägt ist. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Unternehmen wie LVMH oder L'Oreal, die ebenfalls im französischen Leitindex vertreten sind. Eine Kursübersicht zu L'Oreal zeigt etwa, dass die L'Oreal-Aktie am 15.05.2026 bei 356,00 Euro lag und in den vorherigen zwölf Monaten eine Performance von minus 4,28 Prozent verzeichnete, bei einem Abstand von 13,19 Prozent zum 52-Wochen-Hoch, laut wallstreetONLINE Stand 15.05.2026. Solche Daten verdeutlichen, dass Konsum- und Luxuswerte in einem anspruchsvollen Marktumfeld keine Einbahnstraße darstellen.

Auch EssilorLuxottica bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen defensiven und zyklischen Elementen. Die medizinische Notwendigkeit von Korrektionsbrillen sorgt für eine gewisse Grundnachfrage, während Premium- und Luxusbrillen stärker vom Konsumklima abhängen. Das macht den Konzern zu einem Vertreter der sogenannten Consumer-Discretionary-Werte mit defensiven Komponenten. Anleger vergleichen die Kursentwicklung und Bewertung häufig mit anderen Konsum- und Luxusaktien, um ein Gefühl für relative Chancen und Risiken zu bekommen.

Im europäischen Vergleich spielt die geografische Diversifikation ebenfalls eine Rolle. EssilorLuxottica erzielt Einnahmen in verschiedenen Währungsräumen, was Wechselkurseinflüsse mit sich bringt. In Phasen eines starken Euro können die in anderen Währungen erzielten Gewinne bei der Umrechnung teilweise an Wert verlieren, während umgekehrt ein schwächerer Euro die ausgewiesenen Erlöse stützen kann. Solche Effekte sind in den Geschäftsberichten regelmäßig ein Thema, wenn es um Margen und Gewinnentwicklung geht.

Ein weiterer Punkt ist die Marktmacht in der Branche. EssilorLuxottica hat durch vertikale Integration einen hohen Einfluss auf Produktion, Markenführung und Vertrieb. Für Wettbewerber und kleinere Hersteller kann dies den Markteintritt erschweren. Zugleich machen regulatorische Vorgaben im Gesundheitsbereich und mögliche kartellrechtliche Fragestellungen den Rahmen komplexer. Für langfristig orientierte Anleger ist wichtig, wie der Konzern mit diesen Rahmenbedingungen umgeht und welche Strategie er verfolgt, um nachhaltiges Wachstum zu erzielen.

Warum EssilorLuxottica für deutsche Anleger relevant ist

Für Anleger in Deutschland ist EssilorLuxottica aus mehreren Gründen relevant. Zum einen wird die Aktie über Frankfurt und Xetra in Euro gehandelt, was den Zugang erleichtert und eine direkte Wechselkursumrechnung überflüssig macht. Zum anderen ist der Konzern Teil der europäischen Konsum- und Luxusgüterlandschaft, die in vielen Portfolios zur Diversifikation gegenüber rein deutschen Werten genutzt wird.

Über die direkte Kapitalmarktverbindung hinaus ist EssilorLuxottica auch operativ im deutschen Markt präsent. Zahlreiche Optiker und Handelsketten führen Produkte des Konzerns, sei es in Form von Brillengläsern oder Fassungen. Dadurch ist das Unternehmen indirekt an der Sehversorgung der deutschen Bevölkerung beteiligt. Diese Verbindung zwischen Alltagserfahrung und Börsenwert ist ein Aspekt, den viele Privatanleger berücksichtigen, wenn sie sich mit internationalen Titeln beschäftigen.

Zudem ist die EssilorLuxottica-Aktie in verschiedenen europäischen und globalen Indizes vertreten, in die viele deutsche Anleger über ETFs investieren. Dies führt dazu, dass zahlreiche Sparer bereits indirekt an der Entwicklung des Konzerns beteiligt sind, ohne die Aktie bewusst ausgewählt zu haben. Wer sich näher mit der Struktur solcher Fonds beschäftigt, stößt daher immer wieder auf Namen wie EssilorLuxottica.

Auch aus Sicht der deutschen Wirtschaft ist der Optikbereich von Bedeutung. Deutschland hat traditionell eine starke Optikindustrie und eine bedeutende Medizintechnikbranche. Kooperationen, Wettbewerbsbeziehungen und Zulieferstrukturen zwischen deutschen Unternehmen und internationalen Konzernen wie EssilorLuxottica prägen Teile dieses Ökosystems. Für Anleger, die sich für Gesundheit, Medizintechnik und Konsumthemen interessieren, kann EssilorLuxottica deshalb eine Ergänzung zum Blick auf rein deutsche Titel sein.

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Fazit

EssilorLuxottica kombiniert ein breit diversifiziertes Kerngeschäft im Bereich Brillen und Linsen mit einem starken Markenportfolio und wachsender Präsenz im Retail. Die Beteiligung an Nikon zeigt, dass der Konzern seine Stellung im optischen Technologiesegment strategisch ausbaut und Optionen für zukünftige Kooperationen schafft. Gleichzeitig spiegelt die Bewertung mit einem erwarteten Rückgang des KGV von einem hohen Ausgangsniveau wider, dass der Markt dynamisches Gewinnwachstum einpreist.

Für deutsche Anleger bleibt die Aktie durch die Handelbarkeit in Frankfurt und auf Xetra, die Präsenz im heimischen Optikmarkt und die Einbindung in wichtige Indizes interessant. Allerdings hängt die weitere Kursentwicklung von Faktoren wie Konsumklima, Innovationskraft, Integration von Beteiligungen und dem allgemeinen Börsenumfeld ab. Die beobachteten Kursschwankungen im Umfeld eines bewegten CAC 40 machen deutlich, dass auch ein strukturell wachstumsorientiertes Geschäftsmodell nicht vor kurzfristigen Volatilitäten schützt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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