Energiekontor, Aktie

Energiekontor Aktie: 15-Jahres-Vertrag mit Salzgitter

02.07.2026 - 16:44:58 | boerse-global.de

Energiekontor schließt 15-jährigen Stromliefervertrag mit Salzgitter ab. Die Aktie fällt trotzdem unter die 200-Tage-Linie.

Energiekontor Aktie: Solarstrom-Deal mit Salzgitter besiegelt
Energiekontor - Eine weite Landschaft mit Windturbinen und Solarpaneelen, die erneuerbare Energien und langfristige Nachhaltigkeit symbolisieren. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Energiekontor sichert sich einen langfristigen Abnehmer für seinen Solarstrom. Der Stahlkonzern Salzgitter kauft künftig die Produktion zweier neuer Solarparks. Operativ liefert das Unternehmen damit ab. An der Börse verpufft die Nachricht allerdings. Die Aktie kämpft stattdessen mit einer wichtigen charttechnischen Hürde.

Grüner Strom für die Stahlproduktion

Energiekontor baut zwei Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern. Die geplante Leistung liegt bei rund 113 Megawattpeak. Mitte 2026 sollen die Anlagen ans Netz gehen. Ab dann fließt der Strom direkt an die Salzgitter Flachstahl GmbH.

Beide Unternehmen schlossen dafür einen Liefervertrag über 15 Jahre ab. Die Anlagen werden jährlich über 120 Gigawattstunden Strom produzieren. Das spart rechnerisch knapp 84.000 Tonnen CO? pro Jahr ein.

Die Botschaft: Energiekontor sichert auch abseits klassischer Projektverkäufe stabile Einnahmen.

Projektpipeline wächst rasant

Parallel zum Salzgitter-Deal meldet das Unternehmen Fortschritte im eigenen Bestand. Im Juni ging der Windpark Holtumer Moor ans Netz. Damit bewirtschaftet Energiekontor nun rund 455 Megawatt im Eigenbetrieb.

Zusätzlich baut der Konzern seine Projektpipeline weiter aus. Diese umfasst mittlerweile gigantische 12,2 Gigawatt.

Aktuell befinden sich Anlagen mit einer Gesamtleistung von 640 Megawatt im Bau oder vor dem Finanzierungsabschluss. Das bedeutet ein massives Wachstum. Noch im Jahr 2024 lag dieser Wert bei lediglich 368 Megawatt.

Aktie fällt unter wichtige Trendlinie

An der Börse honorierten Anleger diese Fortschritte kaum. Die Aktie gab am Donnerstag um 1,59 Prozent auf 37,10 Euro nach. Auf Monatssicht steht ein Minus von gut 18 Prozent auf der Anzeigetafel.

Charttechnisch trübt sich das Bild spürbar ein. Ende Juni hatte der Kurs noch kurzzeitig die 200-Tage-Linie überwunden. Dieser Ausbruch erwies sich als nicht nachhaltig.

Aktuell notiert der Titel wieder unter diesem gleitenden Durchschnitt von 38,06 Euro. Der RSI-Wert von 39,1 signalisiert dabei weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Marktlage.

Der neue Liefervertrag beweist die operative Stärke von Energiekontor. Charttechnisch bleibt der Wert mit einer Schwankungsbreite von über 52 Prozent hochriskant. Eine nachhaltige Erholung erfordert zwingend einen Kursanstieg über die 200-Tage-Linie. Die Folge: Der Aufwärtstrend bleibt bis auf Weiteres blockiert.

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